Konklave (März 2013)

Am Dienstag, 12.3.2013, 16:30 Uhr, beginnt das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes.

Konklave 2013

Konklave Beginn, 12.3.2013, 16:30 Uhr MEZ, Rom

Das Horoskop dieses Moments beschreibt insbesondere das Konklave selbst, im weiteren Sinne wahrscheinlich aber auch die katholische Kirche, da es einen markanten Punkt der Kirchengeschichte darstellt.

Der Zeitpunkt des Einzugs der Kardinäle in die Sixtinische Kapelle zeigt einen Jungfrau-Aszendenten. Es geht also um Analyse, um kritische Beurteilung und Selbstreflexion. Der Jungfrau-Aszendent selbst könnte dafür sprechen, dass die Kardinäle sich die Aufgabe der Wahl des neuen Papstes nicht leicht machen. Sie dürften alle möglichen Überlegungen anstellen, den besten Krisenmanager (was für ein Jungfrau-Wort!) auf den Papstthron zu wählen.

Betrachtet man allerdings den Herrscher dieses Jungfrau-Aszendenten, Merkur, so ist dieser sehr ungünstig positioniert. Merkur steht im Exil (a), ist rückläufig (b) und weist außerdem noch eine Konjunktion mit Neptun (c) auf. Neptun selbst steht direkt am Deszendenten in Fische. Das (katholische) Christentum ist ja eine Fische-Religion, in der es mehr um das Jenseits (Fische) als um das Diesseits (Jungfrau) geht. Und es sieht in diesem Ereignishoroskop so aus, als würden sich die wählenden Kardinäle ganz dem größeren Ganzen, also Gott und dem heiligen Geist überantworten. Was dabei herauskommt, könnte für die säkularisierte Welt Europas und Amerikas nicht gerade als „vernünftige“ Entscheidung erscheinen. Außerdem dürfte die Wahl angesichts der so unvorteilhaften Merkur-Stellung diesmal besonders lange dauern oder aber sie stellt sich, wie das unter rückläufigem Merkur auch vorkommt, hinterher als krasse Fehlentscheidung heraus.

Die Wahl wird wohl auch beeinflusst von alten Fehlern und Schulden (Merkur Trigon Saturn im Skorpion) und von Überlegungen, wer machtvoll und führungsstark genug ist (Pluto in Steinbock), um das Schlamassel der letzten Jahre (Missbrauchsfälle, Vatileaks, Differenzen mit dem Islam, etc.) aufzuräumen und den Reformstau abzubauen (Mond, Mars, Uranus in 8 in Widder).

Nachdem Saturn und Pluto im Sextil stehen und beide ein Quinkunx auf Jupiter in den Zwillingen (in der Grafik nicht eingezeichnet) bilden, ergibt sich ein sogenanntes Yod („Finger Gottes“) mit dem Schlüsselplaneten Jupiter, der sozusagen „die Suppe auslöffeln“ darf. Jupiter in den Zwillingen in 10 dürfte den künftigen Papst charakterisieren. Auch Jupiter steht in den Zwillingen eher ungünstig, da er über das gegenüberliegende Zeichen Schütze herrscht, also ebenfalls, wie Merkur, im Exil steht. Jupiter, dem es auf die großen Sinnzusammenhänge ankommt, verliert sich in den Zwillingen gerne in Details, redet zu viel und macht eher einen unentschlossenen als souveränen, über den Dingen stehenden, Eindruck. Das Quadrat mit Merkur und Chiron in den Fischen verstärkt noch diesen Eindruck.

Immerhin stehen zahlreiche Planeten (Sonne, Venus, Merkur, Chiron und Neptun) im 7. Haus, weshalb es den Kardinälen und vielleicht auch dem späteren Papst wohl besonders stark um Dialogfähigkeit zu tun ist. Unterstrichen wird dieser Eindruck noch vom nördlichen Mondknoten im 3. Haus (Kommunikation, Beweglichkeit), der mir anzudeuten scheint, dass es um mehr Kommunikation und Offenheit nach außen geht und die teilweise sehr elitär daherkommende Geheimniskrämerei der Kurie überwunden werden sollte.

Der Pferdefuß bei der Wahl und vielleicht der katholischen Kirche überhaupt dürfte das Thema Aggression (Mars, Mond und Uranus in Widder in 8) sein, das hier offenbar abgespalten wird. Als Konsequenz fühlt man sich dann üblicherweise verfolgt und wittert überall böse Feinde. Dies führt wohl in gewissen Kreisen des Klerus zu einer „Bunker-Mentalität“, die sich als „Jetzt-erst-recht-Konservativismus“ zeigt. Anstatt notwendige Reformen anzugehen, wird dann gerne von Neu-Evangelisierung gesprochen und die moderne Welt, wie sie sich heute in Europa und Amerika zeigt, noch stärker ver-TEUFEL-t (was für ein 8-Haus-Wort!) als zuvor. Vielleicht mag es eine Unterstellung sein, aber ich glaube, dass in höchsten Kirchenkreisen durchaus der eine oder andere von der „guten alten Zeit“ der Scheiterhaufen träumt, wo man Kritiker noch ganz leicht loswerden konnte. Diese Möglichkeit besteht aber nicht mehr und es täte wirklich Not, nach innen zu gehen und die tiefsten, schwärzesten Schatten zu konfrontieren, die diese Kirche angehäuft hat. Ansonsten könnte sie in diesen Schatten ertrinken oder gänzlich untergehen. Zwar glaube ich nicht, dass das Christentum endgültig von dieser Welt verschwinden wird, aber soweit es die katholische Kirche als Institution betrifft, könnte das sehr wohl geschehen.

Wer wird neuer Papst?

Aus Zeitgründen kann ich mich selbst mit dieser Frage leider nicht auseinandersetzen. Lesen Sie dazu mehr in dem ausgezeichneten Artikel auf der Seite Loop! Astrologie Zeitung:

Habemus Papam – wer wird neuer Papst?

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