Uranus Quadrat Pluto (3 von 7)

Der fallende Baum macht Krach. Der Wald wächst lautlos.

(tibetisches Sprichwort)

Das Quadrat zwischen Uranus und Pluto wird im Zeitraum von 2012 bis 2015 insgesamt sieben Mal exakt. Die ersten beiden Quadrate fanden im Juni und September 2012 statt, die nächsten beiden finden im Mai und November 2013 statt. Hier noch einmal die exakten Daten:

Uranus, Pluto – zunehmendes Quadrat:

  • 24.6.2012, 8°24’ Steinbock (Pluto)/Widder (Uranus)
  • 19.9.2012, 6°57‘ Steinbock/Widder
  • 20.5.2013, 11°14‘ Steinbock/Widder
  • 1.11.2013, 9°26‘ Steinbock/Widder
  • 21.4.2014, 13°34‘ Steinbock/Widder
  • 15.12.2014, 12°35‘ Steinbock/Widder
  • 17.3.2015, 15°17‘ Steinbock/Widder

Die Daten des gesamten Zyklus von der Konjunktion 1965/66 bis zur neuerlichen Konjunktion 2104 finden Sie im Artikel „Uranus Quadrat Pluto (1 von 7)“.

Nach wie vor steht der Gegensatz zwischen alten hierarchischen Strukturen (Steinbock) und jugendlicher Aufbruchsstimmung (Widder) im Vordergrund. Das, was in den 1960-er Jahren voller Begeisterung begann, erlebt jetzt seine Durchbruchskrise. Das bedeutet, dass sich jetzt erst zeigt, was von den damaligen Idealen wirklich umsetzbar ist und was endgültig gescheitert ist.

Uranus steht im Widder und Pluto im Steinbock. Rufen wir uns daher noch einmal in Erinnerung, wofür die beiden Zeichen stehen, durch die Uranus und Pluto transitieren.

Das Zeichen Widder

Widder ist der Pionier unter den Tierkreiszeichen, er steht für neues Leben, Geburt und Aufbruch. Im Märchen gibt es häufig das Motiv des Königssohns, der aufbrechen muss ins Unbekannte oder ein Heilelixier für den alternden König finden muss, dabei Mühsal und Gefahr auf sich nehmen muss, Schwierigkeiten und Prüfungen zu überwinden hat und schließlich siegreich zurückkehrt. Es geht also beim Zeichen Widder darum, das Alte zu überwinden und ins Neue aufzubrechen. Insofern hat das Zeichen Widder auch mit Abschied zu tun, Abschied vom Winter beispielsweise oder Abschied vom Alten, Abschied von der Familie. Diese Energie hat noch keine Festigkeit, sie ist nicht dazu geeignet, Wurzeln zu schlagen oder Häuser zu bauen. Dieser Impuls kommt erst im Zeichen Stier. Der Widder trifft eine Entscheidung und akzeptiert dann, was passiert, er geht mit aller Entschiedenheit an, was sein Herz ihm sagt. Der Widder rechnet nicht, er baut nicht auf Sicherheit, wägt nicht vorsichtig ab, er handelt einfach. Damit ist dieses Zeichen auch von einer gewissen Unschuld gekennzeichnet.

Das Zeichen Steinbock

Das Zeichen Steinbock beginnt zur Wintersonnenwende, am 21. Dezember. Ab diesem Datum werden die Tage wieder länger.  Das Zeichen Steinbock steht für Struktur, Disziplin, Ausdauer und Beharrlichkeit. Es trachtet danach hohe Ziele zu erreichen. Keinem Zeichen wird mehr Leistungsorientierung nachgesagt, denn der Steinbock verpflichtet sich ganz seiner Aufgabe. Steinbock wird häufig auf einem hohen Berggipfel dargestellt, von wo aus er einen sehr klaren, weiten Blick hat, wo er jedoch auch sehr einsam ist. Der Steinbock ist eines der entsagungsfähigsten Zeichen, das die Einfachheit und die Härte der Natur kennt und bisweilen auch schätzt. Hier haben wir es auch zu tun mit einer Energie, die sich auf das Wesentliche, absolut Notwendige besinnt.

Im Steinbock begegnen wir auch dem karmischen Gesetz und machen die Erfahrung, dass alles, was wir tun, Konsequenzen hat. Niemand, so könnte der Steinbock sagen, entkommt ungestraft seinem inneren Gesetz. Und das impliziert auch eine gewisse Demut, die das Knie beugt vor dem höheren kosmischen Gesetz. Das Knie ist übrigens auch die astro-medizinischen Entsprechung des Steinbocks.

Die dunkle Seite Saturns und Steinbocks sind jedoch Schuldgefühle, ein allzu großer Geiz und eine große Lebensfeindlichkeit. Im Mythos bekommt ja Kronos (römisch Saturn) von seiner Mutter eine Sichel, um seinen Vater Uranus zu entmannen, was er auch gehorsam tut. Allerdings fürchtet er als Konsequenz dieser Handlung, dass ihm von seinen Kindern das gleiche blühen wird. Deshalb verschlingt er sie bei lebendigem Leib, nur um sicher zu gehen (vgl. Artikel „Uranus und Pluto“), dass er nicht entthront wird.

„Alles, was das alte System, die Tradition, ablösen oder erneuern könnte, wird verschlungen und auf diese Weise unschädlich gemacht.“ (Riemann, 2007)

Saturn Symbol

Saturn Symbol

Steinbock und Saturn haben auch Bezug zu altem Wissen und Mythen und zu kosmischen Gesetzen, die sich nie ändern werden und die gegen alle Moden und Trends immun sind. Es handelt sich hier um Gesetze,  die unverrückbar sind, deren Übertretung Strafe nach sich zieht. Saturn ist der letzte sichtbare Planet unseres Sonnensystems und in der Symbolik Saturns steht ein Kreuz auf einem Halbkreis. Hier setzt also das Materielle (das Kreuz) dem Seelischen (der Halbkreis) eine Grenze. In der Terminologie Sigmund Freuds entspricht Saturn dem Über-Ich, demjenigen, was wir tun müssen.

Das hebräische Wort Saturn ist übrigens verwandt mit dem Wort Saton, das „der Verhinderte“ bedeutet. Von diesem Wort wiederum leitet sich auch das Wort Satan ab. Wir könnten das so verstehen, dass alles was nicht leben darf, böse wird. Im Jung-schen Sinne wird dadurch der Schatten geboren. Im Märchen wird etwa die dreizehnte Fee in Dornröschen nur deshalb böse und verflucht die Prinzessin, weil sie nicht zur Feier ihrer Geburt eingeladen worden war. Oder im Mythos von Ödipus läuft dieser gerade deshalb seinem Schicksal direkt in die Arme, weil er versucht, seinem Schicksal zu entfliehen. Das ist eine klassische Saturn-Entsprechung. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zu den Quellen unserer inneren Weisheit zurückzukehren, ob wir das nun wollen oder nicht.

Die Deutung von Uranus Quadrat Pluto

Im Aufeinandertreffen von Uranus in Widder und Pluto in Steinbock wird die konservative, alte Struktur vom jugendlich, wilden Prinzip herausgefordert. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit, denn beide Konstellationen für sich, sowohl Uranus im Widder als auch Pluto im Steinbock, beinhalten bereits viel revolutionäres Potenzial. Und daher verstärkt sich hier der Erneuerungsdruck ganz enorm. Es ist als würde die Struktur unserer gesamten Gesellschaft auf Herz und Nieren geprüft und alles hinweggefegt, was nicht mehr tragfähig ist.

Im Artikel „Uranus Quadrat Pluto (2 von 7)“ schrieb ich unter anderem:

„Ein aktuelles Beispiel dafür ist die sogenannte ‚Vatileaks‘ Affäre, die kleine Einblicke gewährt in das, was wirklich hinter den Mauern des Vatikan vorgeht. Pluto wird mit seiner Reise durch den Steinbock noch so manches dunkle Geheimnis der Mächtigen (Steinbock) aufdecken, andererseits aber auch gesellschaftliche Strukturen und Werte abklopfen, die nicht mehr tragfähig sind. Mit Uranus rückläufig könnte es sein, dass da und dort Dinge veröffentlicht werden, die uns zunächst gar nicht weiter beschäftigen und deren Tragweite wir erst im kommenden Frühjahr oder auch in den Jahren danach voll und ganz verstehen.“

Wahrscheinlich hat die hier erwähnte Vatileaks-Affäre auch dazu beigetragen, dass Papst Benedikt XVI im Februar 2013 zurückgetreten ist („zurückgetreten wurde“?). Und es bleibt die leise Hoffnung, dass der Blitz-Einschlag (Uranus) am Tag der Rücktrittsankündigung von Benedikt XVI ein Symbol ist für eine tiefgreifende Erneuerung dieser Kirche. Die Äußerung von Papst Franziskus, dass das II. Vatikanische Konzil immer noch nicht voll umgesetzt ist, gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung.

Andere Themen, die in den letzten Wochen in den Medien auftauchten, zeigten immer wieder Machenschaften der Mächtigen dieser Welt auf, die um jeden Preis ihre Machtpositionen festigen wollen (Steinbock). Ein paar aktuelle Beispiele:

  • die EU verfolgt die Absicht, mittels Saatgutverordnung die Agrarkonzerne zu privilegieren.
  • der österreichische Landwirtschaftsminister, lässt sich mittels Studien bestätigen, dass Pestizide für Bienen ungefährlich sind. Finanziert wurden diese Studien laut aktuellem Profil-Bericht unter anderem von Agrochemiekonzernen.
  • Monsanto baut seine Allmacht immer weiter aus und Behörden ist es de facto unmöglich, auch nur mitzureden.
  • Zahlreiche Lebensmittelskandale im ersten Quartal 2013 (Pferdefleischskandal, Antibiotika in Putenbrust, Gammelfleisch, falsch deklarierte „Bioeier“) werfen Licht auf die Betrügereien der Lebensmittelindustrie.
  • Gleichzeitig bringen die Reichsten ihre Gelder in Steuerparadiesen in Sicherheit (Offshore Leaks) und immer mehr Gutverdiener straucheln über ungenaue oder falsche Steuererklärungen.
  • Elektroschrott unserer Wohlstandsgesellschaft („Wirf weg, kauf neu“ statt reparieren) landet in Afrika, wo er verbrannt wird, um Kupfer zu gewinnen. Er vergiftet damit Kinder und sorgt für eine ständig sinkende Lebenserwartung, verpestete Luft und Gift im Wasser (wohl auch eine Entsprechung von Chiron in Fische).
  • Die eingestürzte Kleiderfabrik in Bangladesch bringt ans Licht, wie viele große Konzerne dort zu Hungerlöhnen arbeiten lassen und macht sichtbar, wie unmenschlich die Arbeitsbedingungen in solchen Fabriken häufig sind.

Essen, Nahrung, Saatgut, Wasser, Kleidung etc. waren damit in den vergangenen Wochen besonders häufig in den Schlagzeilen. Sie stellen das Wesentlichste dar, im Sinne des Steinbock-Prinzips. Und genau dort werden geheime Absprachen, Bestechung und Korruption (Pluto in Steinbock) aufgedeckt. Die Schnelligkeit moderner Medien und die da und dort mündiger werdenden Bürger (Uranus in Widder) versalzen dem sogenannten Establishment aber immer wieder die Suppe. Und dieser Prozess wird anhalten, vermutlich bis Ende des Jahrzehnts oder sogar darüber hinaus.

Alleine die Idee, Lebendiges zu patentieren und damit etwas Natürliches, das wir sowieso in unserer Welt vorfinden, grenzt an ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und es bleibt zu hoffen, dass die biblische Geschichte von David gegen Goliath sich wiederholen möge.

Das dritte Uranus-Pluto-Quadrat

Im letzten Artikel zum Uranus-Pluto Quadrat schrieb ich ausführlich über die Uranus-Pluto-Konjunktion von 1965/66 (vgl. Artikel „Uranus Quadrat Pluto (2 von 7)“). Dies vor allem deshalb, weil damals gesät wurde, was heute zum Durchbruch kommt.

Wie wir oben gesehen haben, spiegelt sich die Steinbock-Energie vor allem in den Gesetzen des Establishments wieder, das eine geordnete Gesellschaft erschaffen will. Die Widder-Energie wiederum drückt sich vor allem durch den Aufbruch ins Neue aus, um dem Lebendigen zu dienen. Noch scheinen in unserer Gesellschaft aber die konservativen Kräfte stärker zu sein, wie wir an den Beispielen oben sehen können. Ein ganz aktueller Artikel in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Der Standard (vgl. Artikel „Würden ohne Öl und Gas auf extreme Verarmung zusteuern.„) verdeutlicht, was ich damit meine. In dem Artikel wird ausführlich dargelegt, dass wir auf Erdöl setzen müssen, weil wir sonst verarmen würden. Das zeigt genau die Ängste (Saturn) des Establishments (Pluto), das irgendwie spürt, dass es ihm an den Kragen geht. Aber noch ist es nicht so weit. Noch sind die neuen Strömungen, Denkansätze und Technologien sehr zarte Pflänzchen, die von wenigen ernst genommen werden.

Ein anderer Punkt, der allmählich auch immer stärker in die Wissenschaften einzufließen beginnt, ist der, dass unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten, vielleicht sogar schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend egoistischer geworden ist. Es scheint momentan nur mehr Individualismus und das Glück des Einzelnen zu zählen. Und da und dort beginnen die Weisesten unter uns zu bemerken, dass wir die großen Probleme der Menschheit nicht werden lösen können, wenn wir weiter auf Einzelkämpfertum setzen. Nur ein Beispiel: sind die Pole unserer Erde erst einmal geschmolzen, steigt der Meeresspiegel nicht nur um bis zu 6 Metern, wir kommen dann auch in einen Point of No Return, ab dem es auf der Erde unaufhörlich heißer wird (vgl. z.B. „Klimawandel ohne Umkehr„).

Der Nobelpreisträger Hans-Peter Dürr sagt dazu: „Der Heilungsprozess der Welt erfordert daher die beständige Kooperation und Ausbalancierung von instabilen Systemen. Unsere Aufgabe als Mensch ist es, deren Zusammenwirken unablässig zu erproben und immer wieder aufs Neue zu wagen. Gelingt uns dieser kreative Akt, das Leben in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit mit all seinen dynamischen Kräften und Gegenkräften auszubalancieren, dann bewahren wir nicht nur das Leben, sondern bringen zugleich die Evolution des Lebendigen einen Schritt voran.“ (Dürr, 2012)

Genau das scheint mir der wesentlichste Punkt der Dynamik von Pluto in Steinbock und Uranus im Widder zu sein. Pluto macht bestehende System instabil, dort wo sie sich überlebt haben, wo Strukturen der Gegenwart nicht mehr angepasst sind und Widder bringt Kreativität und Neuerungen, im Hinblick auf Lebendigkeit und (R)Evolution. Ein altes tibetisches Sprichwort sagt: Der fallende Baum macht Krach, der Wald wächst lautlos. Und dieser Satz passt perfekt auf die Entwicklungen, die derzeit im Gange sind. Vieles stürzt ein, ein Skandal reiht sich an den nächsten. Aber das ist nur der Krach des Alten, das nicht mehr lebensfähig ist. Daneben wächst lautlos das Neue, das wir nur dann erkennen können, wenn wir ganz genau hinsehen.

Uranus Quadrat Pluto 3 von 7

Uranus Quadrat Pluto, 20.5.2013

Wie auch schon bei den letzten beiden exakten Uranus-Pluto-Quadraten stehen Neptun und Chiron nach wie vor im Zeichen Fische. Zusätzlich steht jetzt auch Saturn im Skorpion, was übrigens eine Parallele zu den Jahren 1965 und 1966 darstellt. Denn damals stand Chiron ebenfalls in den Fischen und Saturn stand in den Fischen sowie Neptun im Skorpion, also genau umgekehrt zur heutigen Stellung. Saturn und Neptun bildeten damals ein Trigon am 27.3.1966 auf 21°53‘ Fische (Saturn)/Skorpion (Neptun). Das aktuelle Trigon zwischen Neptun und Saturn war erstmals exakt am 11.10.2012  auf 0°37‘ Skorpion (Saturn)/Fische (Neptun) und wird neuerlich exakt sein am 11.6.2013 auf 5°22‘ Skorpion/Fische und am 19.7.2013 auf 4°55‘ Skorpion/Fische.

Saturn und Neptun im Trigon könnten auf eine tiefe Sehnsucht hindeuten, eine große Vision (Neptun) zu verwirklichen (Saturn). So wie 2013 trat auch 1966 Jupiter schließlich in den Krebs ein. Allerdings war damals das große Wassertrigon nicht so exakt wie es das im Jahr 2013 sein wird. So standen damals zwar Jupiter und Neptun im Sommer 1966 im Trigon, aber Saturn war bereits außerhalb eines Orbis von 8 Grad. Im Februar/März 1967 war das Trigon dann aber fast exakt.

Insbesondere in den USA entstand in dieser Zeit eine tiefe Sehnsucht nach einem Ende der Kriege und der Rassendiskriminierung. Ohne die Bürgerrechtsbewegung von damals wäre ein Präsident Obama wohl heute noch undenkbar, wortwörtlich. Eine wichtige Rolle in dieser zunehmenden Kriegsopposition waren die unzensierten Fernsehberichte, die Bilder des Vietnamkrieges allabendlich live ins Wohnzimmer lieferten. Heute versuchen Staaten die Medien zu kontrollieren, werden jedoch von Gruppen wie Anonymus oder Wikileaks immer wieder unterlaufen.

Es wird spannend sein, die sich manifestierenden Sehnsüchte anlässlich des heurigen großen Wassertrigons (Juni/Juli 2013) zu beobachten. Über diese Konstellation werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher schreiben.

Eine weitere Parallele der Konstellationen von 1965/66 zum aktuellen Uranus-Pluto-Quadrat ist die  Mondknotenachse, die sich damals wie heute auf der Achse Skorpion/Stier befindet. Daher fanden auch damals zwischen 4.5.1966 und 9.5.1967 mehrere Finsternisse auf dieser Achse statt. Darunter eine totale Sonnenfinsternis am 12.11.1966, auf 19°45 Skorpion und eine partielle Sonnenfinsternis am 9.5.1967 auf 18°17‘ Stier und somit auf den gleichen Tierkreisgraden wie die aktuelle Finsternis vom 10.5.2013 (vgl. Artikel „Sonnenfinsternis, 10.5.2013“).

Während des aktuell exakt werdenden Quadrats von Uranus und Pluto am 20./21.5.2013 befinden sich alle persönlichen Planeten bis auf Mars, der noch durch das Stierzeichen wandert, in Luftzeichen. Sonne, Venus, Merkur in den Zwillingen und der Mond in Waage. Obendrein befinden sich auch Jupiter und Lilith noch im Zeichen Zwillinge.

So viele Planeten im Zeichen Zwillinge könnten auf heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit aber auch eine gewisse Unentschlossenheit hinweisen. Das Zeichen Zwillinge ist aber auch sehr erfinderisch und mag zu kreativen neuen Lösungen beitragen. Möglich ist auch, dass wir den Veränderungsdruck des aktuellen Quadrats erst bei den Auslösungen in den darauffolgenden Wochen so richtig zu spüren bekommen.

Auslösungen des aktuellen Uranus Pluto Quadrats

Da es sich beim Uranus-Pluto-Quadrat um eine sehr langfristig wirksame Konstellation handelt, die im Zeitraum von 2012 bis 2015 insgesamt sieben Mal exakt wird, unter Berücksichtigung eines Orbis von 5 Grad jedoch von Mai 2010 bis Februar 2018 wirksam ist, lohnt es sich, die Auslösungen schnell laufender Planeten anzusehen, um Zeitpunkte einzugrenzen, wann wir vermutlich mit medial rezipierten Entsprechungen und Auswirkungen rechnen können und wann wir auch die Wirkungen des aktuellen Quadrats im persönlichen Erleben am deutlichsten spüren werden. Alle Menschen mit Planetenstellungen im Bereich von 8 bis 14 Grad kardinal (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) dürften das Quadrat in diesem Jahr besonders deutlich spüren.

Hier die Auslösungen der nächsten Monate:

  • Mond: 21.5.2013, 27.5.2013, 3.6.2013, 10.6.2013
  • Merkur: 3.6.2013 bis 11.6.2013 (Opposition Pluto exakt am 7.6.2013, Quadrat Uranus exakt am 8.6.2013)
  • Venus: 7.6. bis 14.6.2013 (Opposition Pluto exakt am 11.6.2013, Quadrat Uranus exakt am 12.6.2013) –> beide, Merkur und Venus konstellieren auch ein Wassertrigon von Neptun, Saturn, Merkur/Venus
  • Sonne: 26.6. bis 5.7.2013 (Opposition Pluto exakt am 2.7., Quadrat Uranus exakt am 4.7. 2013)
  • Lilith-Jupiter-Konjunktion im Krebs am 11.7.2013
  • Jupiter: 17.7. bis 21.8.2013 (Opposition Pluto exakt am 7.8., Quadrat Uranus exakt am 21.8. 2013)
  • Lilith: 22.7. bis 14.10.2013 (Opposition Pluto exakt am 30.8.2013, Quadrat Uranus exakt am 17.9.2013)

Astro-Landkarte

Nachdem es nicht möglich ist, den genauen Zeitpunkt des neuerlichen Uranus-Pluto-Quadrats zu bestimmen (dafür reicht die Genauigkeit aktueller Bahnberechnungen der Langsamläufer nicht aus), erscheint es sinnvoll die zeitlich benachbarte Sonnenfinsternis vom 10.5.2013 heranzuziehen und die Uranus und Pluto-Linien dieser Sonnenfinsternis zu betrachten.

Sonnenfinsternis 10. Mai 2013

Sonnenfinsternis 10.5.2013, Uranus und Pluto Linien

Pluto am AC geht dabei durch Skandinavien und durch den Osten Südamerikas, insbesondere durch weite Teile Brasiliens. Dort befindet sich auch ein Schnittpunkt der Pluto-AC-Linie und der Uranus-IC-Linie. Das bedeutet, dass im Norden Brasiliens der Pluto in der Sonnenfinsternis vom 10.5.2013 auf den Aszendenten und der Uranus auf das Imum coeli (Himmelstiefe) fällt. Eine ziemlich gefährliche Stellung, die u.a. mit Erdbeben oder Vulkanausbrüchen in dieser Region zu tun haben könnte.

Die Pluto-MC-Linie geht durch Russland, Aserbaidschan, Iran, Irak, Saudiarabien, Somalia, und Madagaskar. Auf Madagaskar kreuzen sich auch die Pluto-MC-Linie und die Uranus-AC-Linie.

Die Uranus-MC-Linie geht durch den Nordosten Russlands, durch Japan, durch Indonesien und durch Australien. Sie kreuzt sich wiederum mit der Pluto-DC-Linie nördlich von Indonesien und Papua-Neuguiena.

Die Wirksamkeit von Finsternissen erstreckt sich ungefähr einen Monat vor der Finsternis bis zu fünf Monate nach der Finsternis und wird häufig dann in konkreten politischen Ereignissen oder Naturkatastrophen sichtbar, wenn Schnelläufer (Mond, Merkur, Venus, Mars und Sonne) die Finsternisstellungen oder in diesem Fall auch die Uranus- und Pluto-Stellungen auslösen. Dies ist beispielsweise von 16.5. bis 17.5.2013 der Fall, wenn Mars und Mond eine Konjunktion bzw. ein Quadrat zu den Graden der Sonnenfinsternis bilden. Der Mond bildet naturgemäß etwa alle 7 Tage einen harten Aspekt (Quadrat, Opposition, Konjunktion) mit den Stellungen der Sonnenfinsternis. Die Auslösungen des Uranus-Pluto-Quadrats sind im vorigen Abschnitt angeführt.

Weitere Artikel zu den genannten Themen

Literatur

Dürr, Hans-Peter (2012). In Connectedness. Warum wir ein neues Weltbild brauchen. Hrsg. Gerald Hüther und Christa Spannbauer, Verlag Hogrefe, Bern.

Riemann, Claus (2007). Der tiefe Brunnen. Astrologie und Märchen, Goldmann Arkana, München

2 thoughts on “Uranus Quadrat Pluto (3 von 7)

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