Kardinale Klimax, die Zweite

Nicht gut ist, dass sich alles erfüllt, was du wünschest: Durch Krankheit erkennst du den Wert der Gesundheit, am Bösen den Wert des Guten, durch Hunger die Sättigung, in der Anstrengung den Wert der Ruhe.
(Heraklit)

Nachdem uns im Jahr 2013 längere Zeit ein großes Trigon zwischen Neptun, Saturn und Jupiter begleitete und möglicherweise dafür sorgte, dass vieles nicht so schlimm kam, wie von manchen befürchtet, dürfte nun eine eher unruhigere Zeitperiode anbrechen.

Das Jahr 2014 beginnt mit einer außergewöhnlich spannungsgeladenen Konstellation, einem sogenannten großen Kreuz in kardinalen Zeichen. Damit wird die zweite Runde der Kardinalen Klimax eingeleitet, deren ersten Höhepunkt wir zwischen 2008 und 2010 erlebten.

Als kardinale Klimax wird das Zusammentreffen mehrerer großer Planeten in kardinalen Zeichen bezeichnet. 2010 waren das Uranus im kardinalen Feuer-Zeichen Widder, Saturn im kardinalen Luft-Zeichen Waage und Pluto im kardinalen Erd-Zeichen Steinbock.

2014 treffen nun Uranus in Widder, Jupiter im Krebs, Mars in Waage und Pluto in Steinbock aufeinander. Diese Konstellation begann bereits mit dem Neumond am 1. Jänner 2014, schwächt sich dann vorübergehend im Februar und März etwas ab, weil Mars sich außerhalb des Orbis befindet und erreicht am 22.4.2014 ihre maximale Spannung. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich alle vier genannten Planeten zwischen 13°34‘ und 13°56° kardinal, nämlich:

  • Pluto auf 13°34‘ Steinbock
  • Uranus auf 13°36‘ Widder
  • Jupiter auf 13°46‘ Krebs und
  • Mars auf 13°56° Waage

Jupiter bewegt sich dann relativ rasch aus dem Orbis einer Opposition mit Pluto und eines Quadrats mit Uranus und Mars. Mars, Uranus und Pluto bleiben aber noch bis Juli 2014 in einem Spannungsdreieck (Mars Opposition Uranus mit gemeinsamen Quadrat auf Pluto) oder T-Quadrat.

Uranus Pluto Quadrat

Das Uranus-Pluto-Quadrat beschäftigt uns ja schon geraume Zeit. Es wurde im Jahr 2010 erstmals annähernd exakt, in weiterer Folge bildeten sich bisher vier exakte Quadrate und zwar am:

  • 24.6.2012
  • 19.9.2012
  • 20.5.2013
  • 1.11.2013

Weitere drei Quadrate zwischen den beiden Planeten werden sich ereignen am:

  • 21.4.2014
  • 15.12.2014 und
  • 17.3.2015

Dieses Quadrat wird also insgesamt 7 Mal exakt. Nimmt man einen etwas größeren Orbis von 3 bis 5 Grad an, so kann man ohne weiteres sagen, dass diese Konstellation beginnend mit 2010 das ganze Jahrzehnt prägen wird.

Übrigens ist das auch das erste, also zunehmende, Quadrat der beiden Planeten nach der Konjunktion in den 1960-er-Jahren. Damals wichtige Themen waren: Friede, Bewusstseinserweiterung, sexuelle Befreiung, Vietnamkrieg, kalter Krieg und atomare Bedrohung.

In den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts liegen aber auch die Wurzeln der Technik, die wir heute verwenden. Computer hielten allmählich Einzug in die Büros und sorgten für wesentlich effizientere Arbeitsabläufe (übrigens eine recht passende Jungfrau-Entsprechung).

Uranus und Pluto trafen sich damals am:

  • 9.10.1965 auf 17°10‘ Jungfrau,
  • am 4.4.1966 auf 16°28‘ Jungfrau und
  • am 30.6.1966 auf 16°06‘ Jungfrau

In der Quadrat-Phase eines Aspektes kommt dasjenige zum Ausdruck, was in der Konjunktion gesät wurde. Im Falle der modernen Technik erleben wir jetzt zahlreiche Erleichterungen, effizientere und raschere Kommunikation, die Möglichkeit uns jederzeit weltweit auszutauschen, eine Maximierung der Möglichkeiten des Handels und nicht zuletzt auch wesentliche Fortschritte in der Wissenschaft.

Erst moderne Computer ermöglichten es überhaupt komplexe Theorien der modernen Physik oder der Meteorologie zu überprüfen. Es lassen sich mit zunehmender Präzision Klimamodelle berechnen, die uns erst bewusst machten, dass wir uns mitten in einem dramatischen Klimawandel befinden. Die Vorteile moderner Computer- und Kommunikationstechnik sind also zahlreich.

Aber wir wissen heute auch, dass die sogenannte digitale Revolution auch massive Schattenseiten aufweist. Riesige Produktionsstätten werden heute nur von wenigen Menschen per Computer bedient. Die Arbeit erledigen Roboter heute rascher, effizienter und fehlerfreier, als Menschen das könnten. Das hat zu andauernder hoher Arbeitslosigkeit in vielen Ländern dieser Erde geführt.

Der ununterbrochene Druck in Richtung mehr Effizienz hat die Wirtschaft an den Rand des Kollaps geführt und Staatsschulden explodieren lassen.

Die Möglichkeit mittels Computerprogrammen in minutenschnelle unfassbar viel Geld zu verschieben, führte zu einer sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich.

Auf der Strecke blieben auch die Moral und das Mitgefühl, die man als Entsprechung des Jungfrau-Gegenpols Fische auffassen könnte. Durch die Abstraktion vieler Verwaltungsabläufe, computerisierter Kriegsführung und auch modernen Tradings (High Speed Trading), fällt es sehr leicht, den Menschen, der oftmals Opfer derart anonymisierter und abstrakter Vorgänge wird, auszublenden.

Beispielsweise ist es sehr leicht, einen Abschiebebescheid am Computer auszufüllen und per Knopfdruck an den nächsten Drucker und die Versandabteilung weiterzuleiten. Ebenso leicht ist es, per Computersteuerung Menschen mit Drohnen ermorden zu lassen. Und dass beim High Speed Trading dafür gesorgt wird, dass Aktienkurse steigen und unter Umständen Tausende entlassen werden, stört die so Agierenden und sich Bereichernden nicht weiter. Denn sie kennen diese Menschen, die hier die Leidtragenden sind, ja nicht und sie werden sie auch nie kennenlernen.

Viele Staaten begannen sowohl ihre Bürger als auch die Bürger anderer Nationen zu bespitzeln und permanent zu überwachen, wie wir spätestens seit dem Sommer 2013 wissen. Die Schreckensszenarien des berühmten Buches „1984“ von George Orwell sind harmlos, gegen die tatsächlichen Vorgänge in unserer Zeit. Und seltsamerweise regt sich kaum jemand darüber auf. Sind wir alle schon so abgehärtet, narkotisiert oder in Trance, dass uns derlei Vorgänge nicht mehr stören?

Die ständige Erreichbarkeit mittels Handy, Email, Facebook und Co führte und führt bei immer mehr Menschen zu Erschöpfungszuständen. Burnout ist in aller Munde und kommt seit Jahren nicht aus den Schlagzeilen.

Mit Pluto in Steinbock ist es leider möglich, dass die Dinge noch viel schlimmer werden, ehe sie irgendwann tatsächlich besser werden.

Neumond vom 1.1.2014

Neumond 1. Jänner 2014

Abb. 1. Neumond 1. Jänner 2014, 12:14 MEZ, Wien.

Die spannungsgeladenen Konstellationen des ersten Halbjahres 2014 begannen bereits am Neujahrstag mit einem Neumond, der es wahrlich in sich hat. Aufgrund des Datum dieses Neumondes mutmaßt etwa Claude Weiss in der letzten Ausgabe von Astrologie heute, dass dieser das ganze Jahr prägen könnte. Dies folgt der üblichen Astro-Logik, dass sich am Beginn eines Lebens oder einer Sache bereits die ganze künftige Entwicklung enthüllt (Astrologie heute, Nr. 166, S. 16ff).

Der Neumond befand sich für Berlin, Wien und Zürich gleichermaßen annähernd am MC, da er um die Mittagszeit stattfand (vgl. Abb. 1, hier für Wien abgebildet; die Achsen für Berlin und Zürich sind geringfügig verschoben).

In Konjunktion mit diesem Neumond befinden sich Pluto und Merkur. Mars und Uranus bilden aus Waage und Widder ein Quadrat auf diesen Neumond und Jupiter befindet sich in weiter Opposition dazu im Krebs.

Mit dem Stellium von vier Himmelskörpern im Steinbock steht zwar einerseits Verantwortungsbewusstsein im Vordergrund und es wäre dies potenziell eine Konstellation für Pioniertaten und große Durchbrüche. Die impulsive, aggressive und kämpferische Haltung des Uranus im Widder, die alles abwägende, aufgeschlossene und vielleicht allzu diplomatische Haltung eines Mars in Waage könnten solche Großtaten allerdings unterwandern oder dafür sorgen, dass sehr viele verletzende Worte fallen und wirkliche Durchbrüche vereitelt werden.

Große Töne spuckte etwa Putin in Russland in seiner Neujahrsansprache, wenn er davon sprach, er werde „entschieden und unnachgiebig den Kampf gegen Terroristen bis zu deren vollständiger Ausradierung (!) fortsetzen“. (Quelle: orf.at)

Nordkoreas Kim Jong Un drohte einmal mehr mit einer atomaren Katastrophe auf der koreanischen Halbinsel und betonte, dass auch die USA nicht sicher seien. Der Diktator hatte offenbar in jüngster Zeit begonnen, missliebige Verwandte wie etwa seinen Onkel hinrichten zu lassen. (Quelle: orf.at)

Wir können nur hoffen, dass Mars in Waage dafür sorgt, dass die Diplomatie obsiegen wird oder dass zumindest Menschen sich ins Spiel bringen, die ein wenig zur Mäßigung beitragen.

Leider kann man sich unter derart gespannten Konstellationen auch vorstellen, dass die Konflikte in dieser Welt in diesem Jahr da und dort offen ausbrechen.

Jupiter könnte diese Konflikte sogar noch anheizen, wenn er dafür sorgt, dass viele das Gefühl haben, absolut im Recht zu sein und übertriebene Aktionen setzen.

Auch im wirtschaftlichen Bereich ist in den Jahren seit 2008 sehr wenig gelöst worden. Durch die Überflutung der Märkte mit frischem Geld wurde lediglich Zeit gewonnen. Keiner weiß heute allerdings, wann die Zinsen wieder steigen werden und was dann eigentlich geschehen wird. Auch die Beschäftigungszahlen sind in vielen Ländern alarmierend schlecht.

Es sieht fast ein wenig so aus, als würde Neptun in Fische uns alle einlullen oder hypnotisieren, sodass der Schmerz wirklich sehr groß sein muss, ehe wir endlich aufwachen!

Astro Landkarte

Neumond 1Jan2014 Landkarte

Abb. 2. Astro-Landkarte, Neumond, 1.1.2014, 11:14 UT.

Bei der Betrachtung der Astro Landkarte fallen vor allem zwei Kreuzungspunkte der spannungsgeladenen Konstellation auf, einerseits Südamerika, insbesondere Kolumbien, Peru und Ecuador, andererseits Malaysia und Indonesien.

An diesen Orten sind besonders deutliche Entsprechungen des Neumondes und in weiterer Folge der kardinalen Klimax möglich.

In jedem Fall steht uns ein spannungsgeladenes Jahr bevor, in dem Auseinandersetzungen weitaus heftiger geführt werden könnten als in vielen anderen Jahren. Fairness, Respekt und Aufrichtigkeit dürften ganz zentrale Werte (Mars in Waage) und die Schlüssel zur Lösung sein. Im Falle von Naturkatastrophen wird es wohl auch einmal mehr darum gehen, aufeinander zuzugehen, Vorurteile zu überwinden und rasch zu helfen.

Die Zeitqualität hat auch etwas von Abschied. Manches dürfte jetzt endgültig zu Ende gehen, Strukturen, Vereinbarungen, Kooperationen und Partnerschaften werden noch einmal auf ihre Brauchbarkeit und Zukunftsfähigkeit überprüft und Überholtes wird nun endgültig über Bord geworfen (u.a. bilden Jupiter und Pluto letztmalig eine Opposition am 31.1. und 21.4.2014, womit der Höhepunkt einer Entwicklung seit 2007, der letzten Konjunktion der beiden Planeten, überschritten wird).

Ganz besonders herausgefordert werden in diesem Jahr, das vor uns liegt, insbesondere die USA und der Euro. Der rückläufige Mars aktiviert in der ganzen ersten Jahreshälfte das Sonne-Saturn-Quadrat der USA. Obendrein bildet Pluto ab März 2014 die erste von insgesamt fünf Oppositionen auf die Sonne der USA.

Im Falle des Euro wurde Venus gerade erst im Dezember 2013 auf den Graden der Venus des Horoskops der Euro-Einführung rückläufig und auch Mars transitiert aufgrund seiner späteren Rückläufigkeit mehrmals die Grade des Mars im Euro-Horoskop. Bei der Rettung oder Stabilisierung der gemeinsamen Währung könnte es daher insbesondere in der ersten Jahreshälfte sehr heiß hergehen.

Weitere Artikel zum Jahr 2014

2014: Marmor, Stein und Eisen bricht… (Astrologie Zeitung Loop!)

4 thoughts on “Kardinale Klimax, die Zweite

  1. Pingback: Rückläufigkeiten | hofastro

  2. Pingback: Uranus Quadrat Pluto (5 von 7) | hofastro

  3. Pingback: Krisenzeit | hofastro

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s