Merkur rückläufig (Mai/Juni 2015)

Aber ich glaube vielleicht, dass die Menschen in einiger Zeit einesteils sehr intelligent, andernteils Mystiker sein werden. Vielleicht geschieht es, daß sich unsere Moral bereits heute in diese zwei Bestandteile zerlegt. Ich könnte auch sagen: in Mathematik und Mystik. (Robert Musil)

Merkur rückläufig

Merkur rückläufig in den Zwillingen

Am 19. Mai 2015 wird Merkur wieder rückläufig und es bietet sich uns die Gelegenheit all jene Dinge einer vertieften Prüfung zu unterziehen, die mit Kommunikation, Handel und Verkehr zu tun haben.

Merkur wird im Jahr 2015 ausschließlich in Luftzeichen rückläufig (im Jänner auf 17° Wassermann, im Mai auf 13° Zwillinge und im September auf 16° Waage). Damit geht es in diesem Jahr in den Phasen von Merkurs Rückläufigkeit um soziale Beziehungen, Kommunikation, Kontakt mit anderen Menschen, Freiheit und Ungebundenheit, Wissensinhalte, Beweglichkeit und eine eher objektive Herangehensweise an Inhalte. Bei Konstellationen in den Luftzeichen ist es allerdings immer möglich, dass Inhalte dem Test an der Realität nicht standhalten („viel Luft – wenig dahinter“). Manchmal können Inhalte, Ideen und Inspirationen erst dann konkret werden, wenn sich Planeten später in Erdzeichen bewegen oder wenn sie einen Hauptaspekt mit Saturn oder einem Planeten in einem Erdzeichen bilden.

Im Zeichen Zwillinge ist der Intellekt, die Kommunikation, die Funktion und das objektive, technische Herangehen an Inhalte besonders betont. Sinnfragen oder das größere Ganze kommen hier weniger in den Blick, das wären eher Themen des gegenüberliegenden Zeichens Schütze.

Rückläufiger Merkur im persönlichen Erleben

Vielleicht sind Dinge in den letzten Wochen und Monaten ungesagt geblieben oder wir haben Teilbereiche bewusst oder unbewusst aus der Kommunikation ausgespart. Jetzt ist die Gelegenheit, diese Dinge an die Oberfläche zu holen, auszusprechen oder erneut zu prüfen.

In der Zeit von Merkurs Rückläufigkeit wird von vielen Astrologen vermutet, dass die Kommunikation sich etwas schwierig gestalte, Geschäftspartner wichtige Rückrufe vergäßen, Briefe nicht ankämen, Rechnungen übersehen würden und ganz allgemein mehr Missverständnisse aufträten als sonst. Ob diese allgemein verbreitete Annahme einer Überprüfung standhielte, bezweifle ich. Persönlich konnte ich in Zeiten eines rückläufigen Merkurs ebenso viele Missverständnisse beobachten wie bei direktläufigem Merkur. Auch eine von mir selbst aufgestellte Hypothese, dass insbesondere in Zeiten eines stationären Merkur (der Tag an dem Merkur seine Richtung, von direkt nach rückläufig oder umgekehrt, wechselt) deutlich mehr Anrufe und Emails hereinkämen, hielt der Überprüfung nicht stand.

Fakt ist jedoch, dass sich ein Merkur, der im betreffenden Zeichen rückläufig wird, deutlich länger in einem Zeichen aufhält als wenn er ausschließlich direktläufig ist. Üblicherweise durchquert Merkur in einem Kalendermonat zwei volle Zeichen (60 Grad) des Tierkreises. In den Zeichen, wo er rückläufig wird, verweilt er jedoch mehr als zwei Monate. Der Unterschied ist also, dass wir mehr Zeit haben. Tierkreisbereiche, wo Merkur rückläufig wird, nämlich die Position seiner späteren Direktläufigkeit bis zu der Position seiner späteren Rückläufigkeit werden als Rückläufigkeitsschlaufe bezeichnet. Innerhalb dieser Rückläufigkeitsschlaufe berührt Merkur jeden einzelnen Tierkreisgrad insgesamt drei Mal, einmal direktläufig, dann rückläufig und schließlich noch einmal direktläufig.

Deshalb ist diese Zeitperiode gut dazu geeignet, Bestehendes zu prüfen und sich vertieft mit den Themen, die auf diesen Graden des Tierkreises auftauchen, auseinanderzusetzen. In der persönlichen Deutung wird es darauf ankommen, welche Aspekte Merkur in der Zeit seiner Rückläufigkeit bildet. Bildet er zum Beispiel eine Opposition mit der Sonne, so wird er diese insgesamt drei Mal bilden. Es mag vielleicht auch noch darauf ankommen, welche Rolle Merkur überhaupt im individuellen Radix spielt. Über welches Haus herrscht er? Ist er womöglich sogar der Herrscher des Aszendenten? Bildet er wichtige Aspekte mit der Sonne oder mit dem Herrscher von 1? Steht er womöglich an einer Achse des Horoskops (AC/DC oder MC/IC)?

Von der Rückläufigkeit direkt betroffen sind alle Menschen mit Planeten- oder Achsenstellungen im Bereich von 4 bis 13 Grad Zwillinge, aber ebenso jene mit Stellungen auf den gleichen Graden in Schütze, Jungfrau und Fische. Das Merkur-Neptun-Quadrat bei der gegenwärtigen Rückläufigkeit ist vor allem für Menschen spürbar, die Planten oder Achsen im Bereich von 9 bis 11 Grad Zwillinge, Jungfrau, Schütze oder Fische haben. Menschen, die nicht ohnehin einen starken Neptun in ihrem Radix haben, könnten vermehrt Gefühle der Verwirrung, Unklarheit oder Ohnmacht erleben. Auf der positiven Seite ermöglicht uns Neptun einen umfassenderen, ganzheitlicheren Blick und neue Einsichten in globale und spirituelle Zusammenhänge.

Daten der nächsten Rückläufigkeit Merkurs

Merkur wird regelmäßig etwa alle 4 Monate rückläufig. Das bedeutet, dass er sich von der Erde aus gesehen im Tierkreis scheinbar rückwärts bewegt. Das hat nicht etwa damit zu tun, dass der Planet Merkur selbst seine Richtung ändern würde, was astronomisch unmöglich ist. Vielmehr ist es so, dass die Erde sich relativ zu Merkur schneller bewegt, ähnlich einem Auto, das mit 130 km/h an einem Auto mit 100 km/h vorbeifährt.

Die nächste Rückläufigkeit Merkurs beginnt am 19.5.2015 und endet am 11.6.2015 im Zeichen Zwillinge.

  • 4.5.2015: Merkur überquert 4°34‘ Zwillinge
  • 19.5.2015: Merkur wird rückläufig auf 13°09‘ Zwillinge
  • 11.6.2015: Merkur wird direktläufig auf 4°34‘ Zwillinge
  • 27.6.2015: Merkur überquert letztmalig 13°09‘ Zwillinge

Merkur wird also den ganzen Bereich von 4°34‘ Zwillinge bis 13°09‘ Zwillinge insgesamt drei Mal durchqueren, einmal direktläufig bis 19.5., dann rückläufig bis 11.6. und schließlich noch einmal direktläufig von 11.6. bis 27.6.2015. Damit befindet sich Merkur von 4.5. bis 27.6.2015 in seiner Rückläufigkeitsschlaufe.

Viele Ereignisse in der Zeit von 4.5. bis 27.6.2015., ganz besonders aber zwischen 19.5. und 11.6.2015, haben daher vorläufigen Charakter. In dieser ganzen Zeitperiode ist es ratsam, Vorsicht walten zu lassen und langsamer vorzugehen als sonst. Der Himmel gibt uns die Gelegenheit, die Dinge genauer zu prüfen als sonst. Unter Umständen kann diese Zeitperiode auch hervorragend dazu genutzt werden, wichtige Verträge und Übereinkünfte noch einmal einer vertieften Prüfung zu unterziehen und Fehler, die sich möglicherweise eingeschlichen haben, auszumerzen. Im Hinblick auf Neptun sollten wir vermehrt auf sogenannte Zufälle, Synchronizitäten und kommunikative Fehlleistungen (sogn. „freud´sche Versprecher“) achten. Es könnte nämlich sein, dass diese uns tiefer blicken lassen als wir zunächst für möglich halten.

Zeitperiode von Merkurs Rückläufigkeit

Präzise am 1. Mai wechselt Merkur in das Zeichen Zwillinge und trifft dort zuerst auf Saturn (Merkur-Saturn Opposition am 3.5.2015). Ab 4.5.2015 bildet er dann ein Quadrat mit Neptun. So gesehen nimmt Merkur jetzt schon die Energien des Neptun-Saturn-Quadrats auf, das uns insbesondere ab November sehr stark beschäftigen wird. Merkur bleibt volle zwei Monate im Quadrat mit Neptun und zwar in der gesamten Phase, wo er sich in seiner Rückläufigkeitsschlaufe (4°34′ bis 13°09′ Zwillinge) befindet.

Am 26.5. löst Mars dieses Merkur-Neptun-Quadrat (Mars Quadrat Neptun am 26.5. und Mars Konjunktion Merkur am 27.5.) aus. Die Sonne aktiviert dieses Quadrat in den letzten Maitagen über eine Konjunktion mit Merkur am 30.5. und ein Quadrat mit Neptun am 31.5.

Zusätzlich bildet Merkur während seiner Rückläufigkeitsschlaufe auch ein Quadrat mit Lilith, ein Spiegelpunkt-Quadrat mit Uranus, eine Spiegelpunkt-Opposition mit Pluto sowie die ganze Zeit ein Trigon mit dem aufsteigenden Mondknoten.

Damit nimmt Merkur in dieser Phase seiner Rückläufigkeit nicht nur die Energien des Neptun-Saturn-Quadrats, sondern auch die Energien des Uranus-Pluto-Quadrats noch einmal auf und ermöglicht uns, vieles auch gedanklich zu verarbeiten, was in den letzten Monaten und Jahren geschehen ist.

Wir dürften auch, da mir das Quadrat zwischen Merkur und Neptun stark im Vordergrund zu stehen scheint, und auch weil Merkur und Neptun beide in ihrem eigenen Domizil stehen (Merkur herrscht ja über die Zwillinge und Neptun über die Fische) mit dem Gegensatz zwischen Wissenschaft und Mystik konfrontiert werden.

Merkur möchte ganz rational und wissenschaftlich argumentieren, er will verstehen, beschreiben, denken, wissen, forschen, ergründen, wahrnehmen und bewegen, wohingegen Neptun sich hingeben möchte, sich vom Planbaren und Nützlichen loslösen möchte und die Erleuchtung sucht, gleichsam das Erkennen jenseits des Verstandes.

Das Planetenthema Merkur-Neptun hat auch damit zu tun, dass wir uns losgelöst fühlen von der Integration. Es stellen sich Fremdheitsgefühle ein. Das berühmte „ich glaube, ich bin im falschen Film“ dürfte genau diese Gefühle beschreiben. Die Umgebung verunsichert uns, irritiert uns und das Greifbare entzieht sich uns. Denkbar ist auch, dass auf der politischen Ebene das Flüchtlingsthema wieder stark im Fokus sein wird, da Merkur-Neptun häufig auch mit Entwurzelungsgefühlen, Fremdheit, Irritation und fehlender Orientierung zu tun hat.

Ein Wort noch zur Irritation. Wir neigen dazu, dieses Wort negativ zu konnotieren. Allerdings sollten wir bedenken, dass Irritation uns auch wachrüttelt. Etwas läuft nicht wie gewohnt, etwas irritiert uns. Und genau das ist der Same für tiefgreifende Erkenntnisprozesse, neuropsychologisch ausgedrückt, für neue Vernetzungen in unserem Gehirn. In diesem Sinne könnten wir sagen: „Gott sei Dank sind wir irritiert!“ Denn sonst hätten wir das Gewohnte, das vielleicht längst nicht mehr an die Realität angepasst war, noch jahrelang beibehalten ohne irgendetwas zu lernen. Das Potenzial von Merkur-Neptun ist eine hohe Liebesfähigkeit und die Möglichkeit, diese zu kommunizieren. Ein Merkur in der Verbindung mit Neptun hat die Chance, aus reiner Liebe zu reden.

Neumond, 18.5.2015 und Vollmond, 2.6.2015

Neumond 18. Mai 2015

Abb. 1. Neumond 18.5.2015, 6:13 MEZ/S, Berlin.

Beim Neumond (Abb. 1) am 18.5.2015, 6:13 MEZ, steht übrigens Merkur für Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Albanien und Griechenland genau auf dem Aszendenten, der damit zusätzlich das Merkur-Neptun-Quadrat aktiviert. Etwas östlich der Ukraine steht für diesen Neumond Neptun direkt am MC. Gut möglich, dass wir aus dieser „Ecke“ mit allerlei Falschinformationen oder verwirrenden Ereignissen rechnen müssen. Bereits am nächsten Tag wird Merkur dann rückläufig.

Ein Kollege hat mich darauf hingewiesen, dass der Neumond vom 18.5.2015 in Konjunktion mit dem Fixstern Algol (26°23′ Stier) stattfinden wird. Bernadette Brady schreibt über diesen Stern:

„Algol hieß bei den Arabern Ras al Ghul (der Kopf des Dämons), und sie glaubten, dass dieser Dämon die Frau des Teufels sei. Die Chinesen nannten den Stern Tseih She, das bedeutet aufgetürmte Leichen. Im talmudischen Gesetz entspricht der Stern der Lilith, der ersten Frau von Adam. Lilith hat Adam verlassen, weil sie sich nicht unterwerfen lassen wollte und sich seinen Bedürfnissen verweigerte. Lilith floh dann das Paradies und wurde ein Dämon des Windes. Sie galt als ein Fluch, weil sie der Inbegriff sexueller Lust war und als die Ursache aller männlichen feuchten Träume galt. Algol verkörpert alles, was Männer im Weiblichen fürchten. Sie ist nicht das mütterliche Gesicht der Göttin, sondern eher die leidenschaftliche Liebhaberin oder die Hure. Sie ist weibliche Kundalini-Energie. Dieser Stern enthält immense weibliche Leidenschaft und Macht, oder die potenzielle Macht von Mutter Natur, stark, aber nicht böse (Brady, 2008; meine Übersetzung).“

Ganz besonders im Zusammenhang mit dem derzeit am Himmel befindlichen Lilith-Pluto-Trigon ist dieser Zusammenhang hoch interessant. Womöglich dürfen wir für den kommenden Mondzyklus mit kräftigen Lebenszeichen von starken Frauen, möglicherweise aber auch von Mutter Natur rechnen.

Vollmond 2. Juni 2015

Abb. 2. Vollmond 2.6.2015, 16:19 UT, ohne Häuser.

Der Vollmond (Abb. 2) vom 2.6.2015 aktiviert ebenfalls das Merkur-Neptun-Quadrat. Neptun steht dann für die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Weißrußland, Lettland, Litauen und Estland sowie für den östlichsten Teil Griechenlands und Zyperns genau auf dem IC. Die Vollmondkonstellation selbst bildet ein T-Quadrat auf Neptun. Orientierung zu finden und die Übersicht über allzu viele und zu verwirrende Ereignisse zu behalten, dürfte in diesen Tagen schwieriger sein als sonst.

Multidimensionales Denken

Im Jahr 1992 sagte der Dalai Lama über den Untersberg in Salzburg, er sei das Herzchakra Europas. Überhaupt ranken sich um diesen Berg zahlreiche Mythen. Auch seltsame Zeitphänomene sollen dort auftreten und regelmäßig Menschen verschwinden. Seit dem Erdbeben in Nepal „blutet“ der Berg (Quelle: http://www.mountainfloat-bad-reichenhall.de/2015/05/05/der-untersberg-blutet). Manche erachten das offenbar als böses Omen im Zusammenhang mit einem großen Krieg, da unmittelbar vor dem 2. Weltkrieg ebenfalls seltsame Phänomene um den Berg aufgetreten sein sollen.

Man mag davon halten, was man will. Ich erwähne das nur deshalb, weil es für die Thematik Neptun-Merkur höchst aufschlussreich ist. Ununterbrochen geschehen irgendwo in der Welt seltsame Dinge, die sich unser rationaler Verstand nicht erklären kann. Sehr rasch ist dann die Naturwissenschaft mit endgültigen Erklärungen zur Hand. Und ich finde es schön, dass die Wissenschaft Erklärungen findet. Schade finde ich nur, dass sie die Sache dann für erledigt erachtet. Könnte es nicht sein, dass es auf der konkreten äußeren Ebene eine (natur)wissenschaftliche Erklärung gibt und auf der inneren, psychischen und geistigen Ebene, zusätzlich noch andere Erklärungen? Schließen Wissenschaft und Mystik einander wirklich aus? Ich meine nicht! Unsere dreidimensionalen Ausschließlichkeitserklärungen sind einer immer intelligenter und bewusster werdenden Menschheit nicht würdig, wir sollten anfangen multidimensional in einem „Sowohl-als-auch“ zu denken. Ich meine, dass das genau die Botschaft der gegenwärtigen Merkurschleife in Kontakt mit Neptun sein könnte.

Literatur

Brady, Bernadette (2008). Star and Planet Combinations. The Wessex Astrologer.

Bildnachweis: Die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

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3 thoughts on “Merkur rückläufig (Mai/Juni 2015)

  1. Danke für diese Ausführungen – sie sind sehr interessant!
    Und sie lassen hoffen!
    Seit 25 Jahren (sowie in meinen beiden voran gegangenen Leben) versuche ich ein Bewussstsein zu schaffen dafür, dass das rationale Denken alleine nicht ausreicht, um das Leben zu erfassen – und schon gar nicht, um es zu führen.

    Unsere Einseitigkeit ist eine Folge des Patriarchats (wenn die Eier klüger sein wollen, als die Hennen – dann ist Patriarchat…) in dem das linkshemisphärisch dominante Denken, das in unserer Erziehung & Ausbildung stark gefordert und gefördert wird – alle für richtig halten und selbstverständlich benutzen. (Durch Gebrauch und Training bilden sich unsere Gehirnvernetzungen aus.) Diese Bevorzugung des linkshemisphärisch dominanten Denkstils hat wiederum auch etwas mit der im Patriarchat angesagten Rechtshändigkeit zu tun. Tiefenpsychologisch gesehen ist diese Bevorzugung einem unbewussten Sicherheits- und Kontrollbedürfnis (also auch Jungfrau-Merkur, und, da unbewusst, auf niedriger Ebene!) geschuldet.

    Nur die rechte Gehirnhemisphäre ist in der Lage, die linke zu integrieren – bei umgekehrter Dominanz wird analysiert, also getrennt und „berechnet“ = also einerseits Wissenschaft – und eben andererseits z. B. Phantasie, Kunst, Soziales, und auch Mystik, etc.
    Die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens (das alles umfasst und berücksichtigt) ist also ein integriertes Denken, das nur mit rechter Gehirnhemisphärendominaz zu erreichen ist. Diese Art Denken ist die, zu der die Menschheit finden muss, wenn sie sich nicht selbst zerstören will – wie es seit langem in Gang ist …
    In 27 Jahren fand ich heraus, was Menschen bisher noch daran hindert. (Näheres auf meiner Webseite.)

    Nach IHREN Ausführungen schätze ich nun, dass das Potential, dass dieser Zusammenhang nun endlich von mehr Menschen begriffen wird – bei dieser Merkur-Rückläufigkeit und den von Ihnen heraus gearbeiteten Aspekten und Bedeutungen – hoch ist!

    Das Neptun-Pluto-Sextil, dieser Generationenaspekt, stellt einerseits die Bremse – und bei BEWUSSTHEIT aber auch die Potentiale für diesen Bewusstseins-Schritt dar – eben je nachdem, auf welcher Ebene dieses Sextil BEWUSST gelebt wird.
    Ich hatte zu diesem Neptun-Pluto-Sextil 1991 eine Vision, die mich damals zur Ausbildung in Psychologischer Astrologie heraus forderte.
    In der Vision heißt es, dass die ENERGIE des Neptun-Pluto-Sextils FALSCH HERUM fliesse – was mit den Problemen der Menschheit zu tun habe, und dass diese mit: SEX – KRIEG – SEKTEN & GURUS zu tun haben. Sie verweist auf die Linkshänder (die ja angeboren eine rechte Gehirnhemisphärendominanz haben – diese aber im Patriarchat nicht von klein auf nutzen durften und so nicht lernten, damit bewusst um zu gehen = Gehirnvernetzungen bilden sich durch Gebrauch aus).

    Ich fand dann (mit jenseitiger Führung) heraus, dass dem allem ein der Menschheit noch unbewusstes Trauma zu Grunde liegt – das Trauma der Geburt, das UNBEWUSST in jedem (also quasi kollektiv) die existentielle Angst vor dem Verlust von Ernährung – von Geborgenheit – von Anerkennung konstelliert, da diese Grundbedürfnisse im Mutterleib noch automatisch erfüllt wurden. Sie werden uns erst bei / nach der Geburt durch das FEHLEN bewusst! DAS ist eigentlich unsere (kollektive) Erfahrung von PARADISE LOST !
    Indem dann der Pluto (im Patriarchat) dominant im Sextil als MACHT (der Eier über die Hennen) gelebt wurde, kam es zu der Auslegung, dass „das Weibliche“ (die Frauen = Eva) am Rauswurf aus dem Paradies Schuld trügen (was natürlich wiederum der kollektiven UNBEWUSSTEN Erfahrung entspricht, dass die Geburt in das irdische Leben (= unsere Paradis-lost-Erfahrung) „von einer Frau (eben der Mutter) verursacht“ wurde. (Nur so ist auch zu verstehen, wieso Eva aus einer Rippe von Adam gemacht werden musste … und nicht natürlich geboren werden durfte – denn sonst hätte man ihr die Schuld nicht zuschieben können.)
    Da weibliche wie männliche Nachkommen diese unbewusste „Ursache“ für Paradise-lost erfahren und in sich tragen, war es möglich, dass „ALLE“ mehr oder weniger von Anfang an in diesem „Glauben“ mitmachten …

    Dieses Trauma der Geburt kann jeder selbst und mit entsprechender Anleitung lösen.

    Wer sich durch meine „Eier-Hennen“-Auslegung provoziert fühlt, den kann ich sicher befrieden mit der Aussage, dass es NATÜRLICH nun um eine BEWUSSTE Gleichwertigkeit vom Weiblichen wie Männlichen geht (aber nicht wie derzeit versucht, indem die Frauen wie die Männer werden …) wodurch dann auch die Konflikte zwischen Mann und Frau – aber auch die Ausbeutung von „Mutter Erde“ durch BEWUSSTHEIT überwunden werden kann!

    Gerne mehr darüber – wenn das gewünscht wird!

    Danke noch mal & Grüße!

  2. Pingback: Unruhige Zeiten | hofastro

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