Jahresvorschau 2016

Horoskop Astrologie BeratungDas Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefaßt sein. (Johann Wolfgang Goethe)

Das Jahr 2016 beinhaltet aus astrologischer Sicht große Herausforderungen. Neben dem immer noch aktiven Uranus-Pluto-Quadrat, haben wir es auch mit einem Saturn-Neptun- und einem Jupiter-Saturn-Quadrat zu tun. Im April und Mai bilden Jupiter, Neptun und Saturn ein T-Quadrat, das auch als Spannungsdreieck bezeichnet wird.

Die Langsamläufer Jupiter und Saturn transitieren durch Jungfrau und Waage bzw. Schütze und dürften uns einige Anpassungsprozesse abverlangen. Zugleich wandern Neptun und Chiron nach wie vor durch das Zeichen Fische und offenbaren nach und nach Hintergründe, die die Welt erschüttern könnten, uns aber auch alternative Wege und Möglichkeiten der Heilkunst, der Energiegewinnung und der Wirtschaft aufzeigen könnten. Überhaupt könnte es im kommenden Jahr viel um Bewusstwerdungsprozesse gehen, da Jupiter bis September im Zeichen Jungfrau steht und mehrere Oppositionen mit Neptun und Chiron bildet. Zugleich befinden sich Anfang des Jahres Jupiter und Ende des Jahres Neptun auf der Mondknotenachse.

Immer noch ist unsere Welt mit Plutos Durchgang durch den Steinbock stark von Angst und staatlicher Kontrolle bestimmt. Teilweise nehmen wir Einschränkungen der individuellen Freiheit einfach mit einem Achselzucken hin, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, zu protestieren. Mit Neptun und Chiron in den Fischen dürften aber im Hintergrund immer mehr neue und bewusstere Ansätze sichtbar werden, deren eigentlicher Durchbruch vielleicht erst mit den Eintritten von Pluto in Wassermann (2024) und Neptun in Widder (2025/26) erreicht werden wird. In der Zwischenzeit könnte es sein, dass es mit den staatlichen Kontrollen noch schlimmer wird, ehe sich die Menschen das irgendwann nicht mehr gefallen lassen.

Neben den herausfordernden Aspekten beschert uns das Jahr 2016 aber auch ein Jupiter-Pluto- und ein Uranus-Saturn-Trigon. Das Jupiter-Pluto-Trigon geht im Juli 2016 zu Ende und wird Ende des Jahres von einem Jupiter-Pluto-Quadrat abgelöst. Zumindest Anfang des Jahres dürften damit Erfolge vor allem dann möglich sein, wenn wir auch in Krisenzeiten unseren Werten treu bleiben. Das Uranus-Saturn-Trigon bleibt uns noch bis Dezember 2017 erhalten. Mit Pioniergeist sind jetzt wirksame Reformen möglich und wir können überholte Grenzen und Begrenzungen hinter uns lassen. Anders herum betrachtet, könnte jetzt sogar die verrückteste Idee realisiert werden.

Auch die Chiron-Jupiter-Opposition begleitet uns bis Ende August 2016. Chiron steht während der Opposition mit Jupiter im Zeichen Fische und Jupiter im Zeichen Jungfrau. Als Gestalttherapeut würde ich sagen, es geht hier um Vordergrund (Jungfrau) und Hintergrund (Fische). Vordergründig sind wir alle sehr geschäftig, fleißig, ordentlich und bemüht. Im Hintergrund zeigt sich aber, dass mit dieser Welt etwas grundsätzlich nicht in Ordnung ist. Diese Unordnung (Fische), dürfte ganz zentral mit dem Geld zu tun haben. Überhaupt bin ich schon länger der Meinung, dass Geld sehr viel mehr mit dem Fische-Prinzip als mit dem Stier/Venus-Prinzip zu tun hat und das nicht nur deshalb, weil jemand, dessen Geschäft rund läuft, liquide (=flüssig) ist.

Um die Zeit der Opposition von Jupiter und Chiron wurde in Österreich bekannt, dass die Uni Credit sämtliche Bank Austria Filialen verkaufen möchte. Schlagartig waren fast 7000 Arbeitsplätze in Gefahr und das obwohl in den Jahren zuvor zahlreiche Banken mit Milliardenkrediten gerettet worden waren. Dieser Verkauf scheint jetzt so nicht umgesetzt zu werden, aber allein die Absicht zeigt, was wirklich wichtig ist in dieser Welt: Banken und Geld. Menschen sind vollkommen egal. Sie werden wie Schachfiguren herumgeschoben und wenn da und dort jemand ausrastet, wird er für immer weggesperrt. Die Ursachen dafür interessieren niemanden.

Das Gleiche passiert in der Diskussion im Zusammenhang mit Terroranschlägen. Für Terroranschläge ist vordergründig die gefährliche IS verantwortlich. Aber wie es kommen kann, dass bis vor kurzem unauffällige Jugendliche bereit sind, sich mitten in Paris auf Zuruf in die Luft zu sprengen, interessiert niemanden. Wie in der Schulmedizin auch, werden nach wie vor nur Symptome bekämpft. Nach Ursachen forscht niemand.

Mit diesen wenigen Schlaglichtern der aktuellen Schlagzeilen sind wir bereits mitten im Thema von 2016. Es wird einmal mehr um Werte gehen. Jupiter ist nicht nur der Herrscher des Sonne-Mond-Zyklus, mit dem das Jahr beginnt, sondern er herrscht auch über das Zeichen Schütze und (als alter Herrscher) über das Zeichen Fische. Damit kommt ihm wahrscheinlich im kommenden Jahr die wichtigste Rolle zu, zumal Neptun, Jupiter und Saturn im Mai 2016 ein T-Quadrat bilden mit Saturn an der Spitze im Zeichen Schütze und Neptun in Opposition zu Jupiter im Zeichen Fische.

Saturn in Schütze überprüft unsere Werte, unsere Perspektiven, unsere zukünftigen Ziele. Implizit scheint damit auch die Frage verbunden zu sein, wie tragfähig unsere christlichen Werte noch sind, wenn wir uns offenbar vom Islam dermaßen bedroht fühlen. Der Islam ist ja bestimmt keine schlechtere Religion als das Christentum. Im Moment scheint nur der Eindruck zu entstehen, dass die Fanatiker in dieser Religion etwas zahlreicher sind als im Christentum. Aber, um diesen Eindruck zu widerlegen, brauchen wir bloß ein paar Jahrhunderte zurückgehen und die Schlachtorgien der Kreuzritter anzusehen. Vor Fanatismus ist leider keine Religion gefeit!

Innerhalb der Wissenschaften spielt sich ebenfalls ein immer brutaler werdender Kampf und Wertewandel ab. Auf der einen Seite die materialistischen Naturwissenschaftler mit ihrem Weltbild aus dem 18. Jahrhundert und auf der anderen Seite diejenigen, die, mitbedingt durch die Erkenntnisse der Quantenmechanik, die Spiritualität und geistige Heilweisen in die Wissenschaft integrieren wollen. Für mich zeichnet sich ab, dass es sich um ein aussichtsloses Rückzugsgefecht der materialistischen Naturwissenschaft handelt. Momentan ist aber jeder, der die Worte Spiritualität, Seele oder Geist in den Mund nimmt, noch stark gefährdet, der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden, wie das uns Astrologen andauernd passiert und um den Jahreswechsel traditionell einen Höhepunkt erreicht. Schlecht ausgebildete, ethisch fragwürdige Astrologen tun dann ein übriges, um den Eindruck zu erhärten, dass die Astrologie reiner Unsinn sei.

Zyklen der Langsamläufer

Betrachten wir die Zyklen der Langsamläufer Jupiter bis Pluto untereinander, so gab es im September 2015 eine Veränderung. Bis September 2015 waren fünf Zyklen der Langsamläufer zunehmend und fünf Zyklen abnehmend. Mit der Jupiter-Neptun-Opposition im September waren dann bereits sechs Zyklen abnehmend und nur mehr vier zunehmend. Im Jahr 2017 wird dann auch der Jupiter-Uranus-Zyklus abnehmend werden und damit stehen dann 7 abnehmende nur 3 zunehmenden Zyklen gegenüber. Dies wird bis Ende 2019 so bleiben. Und erst im Jänner 2021 werden die zunehmenden Zyklen wieder überwiegen.

Wir befinden uns gegenwärtig in einer Phase mehrheitlich abnehmender Zyklen und damit einer Schrumpfungs- und Reduktionsphase.

Phasen der gegenwärtigen Zyklen

Betrachten wir sämtliche oben genannte Zyklen der Langsamläufer ab Jupiter, so befinden sich diese gegenwärtig in folgenden Zyklusphasen (grün = zunehmender Zyklus, rot = abnehmender Zyklus):

  • Neptun-Pluto-Zyklus: 1. Viertel (zunehmendes Sextil)
  • Uranus-Pluto-Zyklus: 1. Viertel (zunehmendes Quadrat)
  • Uranus-Neptun-Zyklus: 1. Viertel (Halbsextil)
  • Saturn-Pluto-Zyklus: 4. Viertel (abnehmendes Halbsextil)
  • Saturn-Uranus-Zyklus: 3. Viertel (abnehmendes Trigon)
  • Saturn-Neptun-Zyklus: 3. Viertel (abnehmendes Quadrat)
  • Jupiter-Pluto-Zyklus: 3. Viertel (abnehmendes Trigon)
  • Jupiter-Neptun-Zyklus: 3. Viertel (Opposition am 17.9.2015)
  • Jupiter-Uranus-Zyklus: 2. Viertel (auf Opposition zugehend, Herbst 2016)
  • Jupiter-Saturn-Zyklus: 3. Viertel (abnehmendes Quadrat)

Mundanastrologen spekulieren darüber, ob ein Überhang von zunehmenden Zyklen (hier grün markiert) Zeiten von Wachstum, positiven Entwicklungen und Optimismus anzeigt und ein Überhang von abnehmenden Zyklen (hier rot markiert) Zeiten von Depression, Niedergang und Pessimismus anzeigt.

Zyklischer Index, Datenbasis

Abb. 1. Zyklischer Index, Datenbasis.

Die folgende Grafik zeigt einen vereinfachten zyklischen Index von 2000 bis 2050. Diese Grafik kommt folgendermaßen zustande: Zunächst bewerte ich jeden zunehmenden Zyklus mit +1 und jeden abnehmenden Zyklus mit -1, wobei ich diese Zyklusphasen für jeden Monat vom 1.1.2000 bis 31.12.2050 eintrage. Es ergibt sich am Ende eine Summe der zu- und abnehmenden Zyklen, die zwischen -10 (alle Zyklen abnehmend) und +10 (alle Zyklen zunehmend) liegen kann.

Zyklischer Index 2000 bis 2050

Abb. 2. Vereinfachter zyklischer Index, 2000 bis 2050.

Eine Zahl von +10 in dieser Grafik bedeutet, dass alle 10 Zyklen, die ich oben angeführt habe, zunehmend sind. Ein Wert von -10 würde bedeuten, dass ausnahmslos alle Zyklen abnehmend sind. Mir fehlen leider die technischen Möglichkeiten zu überprüfen, wann in der Geschichte jemals alle 10 Zyklen abnehmend waren. Eine Zeit, in der alle 10 Zyklen zunehmend waren, liegt allerdings erst kurz zurück, nämlich im Zeitraum von Juni 2000 bis Mai 2001. Für den Jahreswechsel 2015/2016 ergibt sich, wie aus der Grafik ersichtlich, ein Wert von -2, weil 6 Zyklen abnehmen und 4 zunehmen (+4-6=-2). Im Jahr 2017 erreicht der Index noch tiefere Werte, dann, wenn auch der Jupiter-Uranus-Zyklus die Opposition überschritten hat.

Im Jahr 2020 schließlich gibt es drei Konjunktion der Langsamläufer, nämlich Jupiter-Pluto, Saturn-Pluto und Jupiter-Saturn. Damit wechseln gleich drei Zyklen in die zunehmende Phase und die Kurve des zyklischen Index beginnt wieder zu steigen. Die gute Nachricht ist also, dass wir die Talsohle bald erreicht haben und die Zyklen zumindest für die erste Hälfte des 21. Jahrhunderts ab 2020 im positiven Bereich bleiben. Erst in den späten 2070-er Jahren wird die Kurve dann wieder deutlich negativ.

Themen des Jahres 2016

Im Folgenden will ich einen Überblick über die wichtigsten Jahresthemen 2016 geben und lediglich in kurzen Sätzen anreißen, worum es dabei gehen könnte. Ich hoffe im Verlauf des nächsten Jahres zu vielen dieser Konstellationen ausführliche Artikel verfassen zu können und hier zu veröffentlichen.

Im Jahr 2016 wird das Uranus-Pluto-Quadrat nicht mehr exakt, es bleibt jedoch bis März 2018 in einem Orbis von 5 Grad und wird in seiner Wirksamkeit wohl erst endgültig vorbei sein, wenn Uranus in das Tierkreiszeichen Stier tritt (erstmaliger Eintritt am 15.5.2018 bis 6.11.2018, danach noch einmal Widder, neuerlicher und endgültiger Eintritt in den Stier am 6.3.2019).

Saturn und Neptun bilden bis 2016 noch einmal zwei exakte Quadrate. Dieses Quadrat endet mit Ende Oktober 2016. Jupiter und Saturn bilden ihr abnehmendes Quadrat und Jupiter bildet ein Trigon zu Pluto und außerdem noch bis zum Sommer eine Opposition zu Neptun.

Generell deuten wir in der Astrologie strukturell und nicht konkret. Als Astrologen wissen wir mit Sicherheit, dass sich die Planeten-Prinzipien in der Welt manifestieren werden, auf welche konkrete Weise sie das aber tun werden, ist reine Mutmassung. Nur durch sehr viel Erfahrung, genaueste Beobachtung der Vergangenheit und insbesondere Beobachtung von mundanen Ereignissen bei ähnlichen Konstellationen können wir mit einiger Zuverlässigkeit voraussagen, was vermutlich geschehen wird. Worüber wir sprechen können, sind die Themen, um die es gehen wird und genau das will ich im Folgenden versuchen.

Saturn-Neptun-Quadrat

In der Verbindung von Saturn und Neptun geht es um Ideale und Reife. Psychoanalytisch gesprochen, haben wir es hier mit dem Ich-Ideal (Neptun) und dem Über-Ich (Saturn) zu tun. Immer dann, wenn wir uns selbst zu sehr beschränkt und kasteit haben, ermöglicht uns Neptun, uns von diesen Verboten und selbstbeschränkenden Überzeugungen zu lösen. Umgekehrt prüft Saturn unsere hehren Ideale an der Wirklichkeit und enttäuscht sie, wo das nötig ist. Besonders bei Neptun sind wir ja häufig in Gefahr, uns zu täuschen, uns Illusionen zu machen, und uns die Zukunft allzu rosig auszumalen. Saturn schneidet weg, was nicht lebensfähig, nicht realistisch ist. Ganz einfach ausgedrückt begegnen sich in Neptun und Saturn, Ideal und Wirklichkeit.

Uranus-Pluto-Quadrat

Pluto in Steinbock repräsentiert die Strukturen und Hierarchien des Staates und Uranus in Widder die Kräfte der Erneuerung. Gegenwärtig leben wir in einer Zeit, in der gleichzeitig die staatliche Kontrolle immer mehr verstärkt wird, ohne dass das Volk allzuviele Einwände dagegen erhebt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Erfindungen im Energiesektor (z.B.: Sonnenenergie, Windenergie, Geothermik, Gezeitenkraftwerke), im Bereich der Fortbewegung (z.B.: Elektro-Autos, Solar-Flugzeuge), im Bereich Finanzen und Geld (z.B. Crowdfunding, lokale Währungen), im Bereich Gesundheit (z.B.: Schamanismus, Handauflegen, TCM, Homöopathie, Quantenheilung), im Bereich Bauwirtschaft (z.B.: Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser, natürliche Materialien) und auch im Bereich Demokratisierung (z.B.: Internetaufrufe, Spendenaktionen, shitstorms gegen ausbeuterische Unternehmen).

Es scheint derzeit so, als hätten alle diese neuen Initiativen noch nicht genug Kraft, um den harten Zugriff des Staates wirklich zu überwinden. Aber aus der Chaostheorie wissen wird, dass der Punkt kommen wird, wo eine kritische Masse erreicht ist, die das Bestehende und die menschenverachtenden Gesetze und Strukturen endgültig hinwegfegen werden.

Jupiter-Saturn-Quadrat

Beim Jupiter-Saturn-Zyklus geht es um Wachstum und seine Grenzen. Wir entwerfen eine Zukunftsvision (Jupiter) und prüfen sie auf ihre Machbarkeit (Saturn). Oder wir überwinden bestehende Grenzen und Gesetzmäßigkeiten (Saturn) und erweitern sie durch neue Horizonte, Anschauungen und Orientierungen (Jupiter). Ein prägnantes Wort für das Zusammenspiel von Jupiter und Saturn könnte “Formgebung” sein. Etwas will wachsen und hat doch eine Form.

Die Anzeichen mehren sich, dass unsere Vorstellungen von Wachstum, sinnvollem Umgang mit Ressourcen und Geld sowie unsere Theorien über die Welt selbst (materialistisches Weltbild) an ihre Grenzen gekommen sind. Spätestens seit 2008 schlägt sich die Welt mit einer Wirtschaftskrise herum, die nicht enden zu wollen scheint.

Daneben gibt es noch zahlreiche andere Konstellationen, auf die ich in der detaillierten Besprechung der einzelnen Monate näher eingehen werde.

Jänner

Im Jänner steht zunächst das Uranus-Pluto-Quadrat im Vordergrund, also jene Themen, die uns spätestens seit 2012 begleiten. Thematisch geht es um alte Strukturen und Hierarchien, die hier gewandelt werden wollen und gleichzeitig durch neue Innovationen, Erfindungen, Unabhängigkeitsstreben herausgefordert werden. Es ist jener Kampf der Jugend gegen das Establishment, der Mitte der 1960-er Jahre begonnen hat und dessen Samen dort gelegt wurde. Mit Uranus in Widder geht es auch ganz konkret um neue Antriebe, neue Energieformen und neue Kampfmethoden. Gerade was alternative Energiegewinnung angeht, sehen wir in den letzten Jahren viele Innovationen und teilweise auch den Ruf nach Dezentralisierung (ein wunderbares Uranus-Wort!) der gesamten Energiewirtschaft. Gewissermaßen ein Kraftwerk für jeden Häuserblock, statt ein Megakraftwerk für Millionenstädte. Auch das dürfte der Einfluss von Uranus in Widder sein.

Auf der anderen Seite erleben wir mit Pluto im Steinbock auch einen immer umfassender werdenden Zugriff des Staates, sodass die wahre Gefahr beim Durchgang Plutos durch den Steinbock nicht von den Religionen, sondern vom Staat kommt. Da und dort werden sicherlich auch Machenschaften der Mächtigen aufgedeckt. Oder es stellt sich heraus, wie viel Machtlosigkeit es dort gibt, wo wir sie nicht erwarten würden. Denken wir an die Flüchtlingskrise vom Sommer und Herbst 2015. Mir schien, dass die Menschen am meisten verunsichert waren von der Ohnmacht und Hilflosigkeit unserer Politiker. Keiner wusste so recht, was jetzt eigentlich zu geschehen hat. Ein Volk, das gerne Verantwortung abgibt, an „die da oben“ mag so etwas überhaupt nicht. Zugleich wird vielleicht mit Pluto im Steinbock auch das gewandelt, was wir unter Verantwortung verstehen und wir verstehen allmählich, dass auch die Demokratie nur eine andere Form der Unterdrückung ist und kein wirklich menschliches und gemeinschaftliches System. Wollten wir eine wirklich freie und gerechte Gesellschaft, dann müssten wir alle ständig mitreden und nicht nur einmal in fünf Jahren. Aber wie es scheint, nehmen die modernen Medien und das Internet den Politikern jetzt schon das Heft aus der Hand, wenn Bewegungen mittels Medienaufrufen, Crowdfunding-Kampagnen oder spontanen Hilfsaktionen oft innerhalb von Stunden entscheidende und mutige Schritte ermöglichen, wo Politiker nach wochenlangen Verhandlungen zu keinen Ergebnissen kämen.

Sonne und Mond  aktivieren das Uranus-Pluto-Quadrat am 2.1.2016. Auch der Neumond am 10.1.2016, auf 19° Steinbock, löst das Quadrat aus, das zusätzlich den ganzen Jänner über von Lilith aktiviert wird. Merkur ist von 5.1. bis 25.1. rückläufig und steht beim Vollmond vom 24.1.2016 fast exakt in Konjunktion mit Pluto, aktiviert das Quadrat also neuerlich. Am nächsten Tag wird er dann in Konjunktion mit Pluto (1 Grad Orbis) direktläufig.

Jupiter befindet sich den ganzen Jänner über auf dem aufsteigenden Mondknoten. Die Mondknotenachse befindet sich seit September 2015 auf der Achse Jungfrau/Fische, mit dem aufsteigenden Mondknoten in Jungfrau. Wir sind hier aufgefordert durch genaue Beobachtung, kritische Analyse und Differenzierung ein Unterscheidungsvermögen (Jungfrau) zu entwickeln ohne dabei die Hintergründe und das größere Ganze (Fische) aus den Augen zu verlieren. Für spirituelle Entwicklungsschritte ist jetzt Arbeit nötig, von Luft und Liebe zu träumen allein reicht nicht. Die Arbeit besteht darin, unsere Inspirationen und transzendenten Einsichten in das konkrete Leben zu bringen, gemäß – nicht nur – meiner tiefen Überzeugung, dass spirituelle Menschen immer politisch sind. Denn wie kann ich Hintergründe erkennen und tiefe spirituelle Einsichten haben und dabei gleichzeitig untätig bleiben angesichts der Ungerechtigkeit und brutalen Ausbeutung in dieser Welt? Jupiter am aufsteigenden Mondknoten unterstützt uns im Jänner dabei, kleine aber wichtige konkrete Schritte (Jupiter in Jungfrau) zu machen, um diese Welt zu verbessern.

Februar

Im Februar setzen sich die oben genannten Konstellationen im Wesentlichen fort. Nicht nur Merkur steht nahe Pluto und im Quadrat mit Uranus, auch die Venus und der Mond transitieren Pluto. Der Wassermann-Neumond vom 8.2.2016 findet im Quadrat mit Mars statt, der der Dispositor von Uranus ist. Für Mitteleuropa finden wir Uranus zusätzlich am MC. Überraschungen dürften bei dieser Konstellation nicht ausbleiben. Da Mars in dieser Zeit im Skorpion steht, könnten auch Geheimnisse offenbart werden, möglicherweise im Zusammenhang mit Pharamkonzernen oder Umweltverschmutzung (Mars Trigon Chiron in Fische). Mitte Jänner bis Mitte Februar stehen auch Saturn und Pluto auf Spiegelpunkten (beide sind annähernd gleich weit entfernt von der Achse 0° Krebes/Steinbock), was in der Deutung einer Saturn-Pluto-Konjunktion entspricht. Das Thema Saturn-Pluto ist damit gleich zwei Mal vorhanden. Für die Gemeinschaft könnte wieder einmal der deprimierende Eindruck entstehen, dass die Mächtigen ohnehin tun was sie wollen, ohne dass wir sehr viel dagegen tun können.

Auch das Jupiter-Pluto-Trigon wird im Februar immer genauer. Reformen mögen jetzt leichter von der Hand gehen als sonst. Wenn wir tief in unserem Inneren forschen, was unsere Werte und Überzeugungen sind und ihnen treu bleiben, können wir jetzt Großes erreichen. Es ist jetzt möglich, unsere Macht und unseren Einfluss zu nutzen und tiefgreifenden Wandel einzuleiten. Der Vollmond am 22.2.2016 in Jungfrau scheint diese Zeitqualität noch zu unterstützen.

Die Jupiter-Chiron-Opposition wird am 23. Februar zum zweiten Mal exakt. Mehr denn je erkennen wir, was so furchtbar schief läuft in unserer Welt, wo die wunden und schmerzhaften Punkte sind, die es zu heilen gilt. Vielleicht erkennen wir, auch mitverursacht durch Skandale, was nicht funktioniert im Gesundheitswesen und wie sehr es ein Fehler ist, uns von Religion und Spiritualität vollkommen zu distanzieren. Medizin, Psychologie und Psychotherapie werden dann nur noch Techniken, ohne jede Menschlichkeit, von denen die Menschen sich abwenden und in Scharen zu Energetikern, Heilern und Schamanen laufen, eben weil ihnen dort zugehört wird, auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird und sie wieder Sinn finden, wo der in den traditionellen Wissenschaften vollkommen verloren gegangen ist.

März

Sonnenfinsternis, 9. März 2016

Abb. 3. Sonnenfinsternis, 9.3.2016, 1:54 UT.

Am 9.3.2016 findet eine totale Sonnenfinsternis im Zeichen Fische statt. Die Finsternis selbst bildet eine Konjunktion mit Chiron, eine Opposition mit Jupiter und beide zusammen ein T-Quadrat auf Saturn im Schützen. In Mitteleuropa wird diese Sonnenfinsternis nicht sichtbar sein. Sie beginnt im Indischen Ozean und endet im Pazifik etwa 1800 km nordöstlich von Hawaii.

Die Sonnenfinsternis konfrontiert uns thematisch noch einmal mit der Spannung zwischen Chiron in den Fischen und Jupiter in Jungfrau. Wir dürften einmal mehr mit Fehlern, Versäumnissen und „Sünden“ der Vergangenheit konfrontiert werden, für die es jetzt gilt, neue Lösungen zu finden. Wahrscheinlich könnte die Thematik unmittelbar mit neuen Flüchtlingsströmen zusammenhängen und wir werden in der Folge auch mit einer Werte-Debatte konfrontiert sein, da Saturn im Schützen den Konflikt zwischen Chiron und Jupiter „auszubaden“ hat. Unterstützung bekommen aber sowohl Saturn als auch Jupiter. Ersterer von Uranus im Widder und letzterer von Pluto im Steinbock. Am 16.3.2016 wird das Jupiter-Pluto-Trigon zum zweiten Mal exakt.

Am 23.3.2016 findet eine Halbschatten-Mondfinsternis statt, die ebenfalls in Europa nicht sichtbar sein wird. Am gleichen Tag wird auch das zweite von drei Jupiter-Saturn-Quadraten exakt. Dabei geht es um Wachstum und die Grenzen von Wachstum (vgl. Artikel „Jupiter Quadrat Saturn„). Die Mondfinsternis selbst findet in Opposition mit Merkur und im Sextil mit Mars statt. Insgesamt ist sehr viel Feuer und vor allem kardinale Energie vorhanden. Wir dürfen also um diese Zeit hektische Betriebsamkeit erwarten.

April

Der Neumond vom 7.4.2016 nimmt das Thema der Uranus-Pluto-Quadratur wieder voll auf. Es ist der erste Neumond des astrologischen Jahres und er findet in Konjunktion mit Uranus auf 18° Widder statt. Uranus steht zu diesem Zeitpunkt auf 20°18‘ Widder und Pluto steht auf 17°27‘ Steinbock. Auch Saturn bildet ein Trigon zur Neumondkonstellation. Über Spiegelpunkte sind auch Jupiter, Mars und Neptun in die Neumondstellung involviert und zusätzlich bildet Priapus (=Mondperigäum) eine Konjunktion mit dem Neumond. Laut Döbereiner ist 17°30‘ Widder obendrein ein kritischer Grad mit der Bedeutung von Mars-Uranus. Wir können also eine überraschenden und sehr marsischen April erwarten. Jetzt ist enorm viel Energie vorhanden, um große Veränderungen und Reformen umzusetzen, sowohl das Uranus-Saturn-, als auch das Jupiter-Pluto-Trigon wirken begünstigend, für tiefgreifende Reformen.

10 Tage nach dem Neumond wird Mars nach 26 Monaten (zuletzt Anfang 2014) wieder rückläufig und zwar am 17.4.2016 auf 8°54‘ Schütze. Er wandert dann bis 30.6.2016 bis 23°04‘ Skorpion zurück. Mars beginnt seine Rückläufigkeit etwa 2 Grad vom exakten Quadrat mit Neptun entfernt. Das ist vor allem für altruistisches Handeln eine günstige Zeitqualität. Allzu selbstsüchtiges Handeln könnte jetzt, bedingt durch das Neptun-Quadrat und auch bedingt durch die Mars-Rückläufigkeit zum Scheitern verurteilt sein.

Die letzten beiden Mars-Rückläufigkeiten im Schützen waren jeweils im Frühsommer 1969 und 2001. In diese Zeit fiel unter anderem der sogenannte Stonewall-Aufstand der Schwulen in New York, der als Initialzündung der modernen Lesben- und Schwulenbewegung verstanden werden kann und noch heute in den sogennante CSD Paraden (CSD = Christopher Street Day) gefeiert wird.

Das T-Quadrat von Jupiter, Neptun und Saturn wird im April zunehmend exakter. Die Spannung von Ideal und Wirklichkeit wird jetzt vermutlich das bestimmende Thema der Nachrichten sein. Hilfsbereitschaft und Pragmatismus, beispielsweise in der Flüchtlingsfrage, könnten zu großen Konflikten führen und werden vermutlich eine Wertedebatte auslösen. Ein schönes Beispiel wie das konkret aussehen könnte, ist der vor kurzem vom österreichischen Innenministerium herausgegebene Refugee-Guide (als Download erhältlich auf der Seite: refugee-guide.at).

Der Vollmond im Skorpion, dessen Dispositor Pluto ist, lässt uns ein letztes Mal noch die Energien des Uranus-Pluto-Quadrats spüren, da Venus in Konjunktion mit Uranus und im Quadrat mit Pluto steht. Danach entfernen sich Uranus und Pluto wieder immer mehr voneinander. Erst in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 werden sie wieder innerhalb 3 Grad Orbis stehen.

Mai

Der Stier-Neumond vom 6.5.2016 findet im Trigon mit Pluto statt. Venus und Merkur stehen ebenfalls im Stier, wobei Merkur von 28.4. bis 22.5.2016 wieder rückläufig ist. Er bewegt sich damit dreimal durch die Gradbereiche 14° bis 23° Stier. Abgrenzung, Begrenzung, Schutz und der Ruf nach Autoritäten und maßgeblichen Lösungen dürften jetzt die bestimmenden Themen sein. Wobei auch die Jupiter-Neptun-Opposition und das Jupter-Saturn-Quadrat immer exakter werden und damit auch die oben erwähnte Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit spürbar werden wird.

Vollmond Mai 2016

Abb. 4. Vollmond 21.5.2016, 21:14 UT.

Das T-Quadrat von Neptun, Jupiter und Saturn erreicht im Mai seine größte Annäherung. Der Vollmond vom 21.5.2016 findet in sehr genauer Konjunktion mit dem rückläufigen Mars im Schützen statt. Beim Vollmond stehen Jupiter auf 13°29‘ Jungfrau, Neptun auf 11°54‘ Fische und Saturn auf 14°01‘ Schütze.

Werte stehen jetzt im Vordergrund. Wir fragen uns jetzt: Was ist wirklich wichtig? Wie viel kann unsere Gesellschaft verkraften? Was sind unsere langfristigen Ziele? Was genau ist uns wertvoll? Terroranschläge sind bei rückläufigem Mars etwas wahrscheinlicher.

Der Mond bewegt sich dann am nächsten Tag auf Saturn zu und löst am 22.5. das T-Quadrat von Jupiter, Neptun und Saturn über eine Konjunktion mit Saturn aus. Auch das Jupiter-Saturn-Quadrat wird am 26.5.2016 zum dritten Mal exakt. Auf der praktischen Ebene kann jetzt viel erreicht werden, da Jupiter, Merkur und Pluto in den Erdzeichen ein geschlossenes Trigon bilden. Pluto steht nahe 17°30‘ Steinbock, laut Döbereiner ein kritischer Grad mit dem Planetenthema Mars-Saturn. Eine Deutung, wenn auch nicht die einzige, könnte hier „harte Arbeit“ lauten.

Juni

Neumond Juni 2016

Abb. 5. Neumond 5.6.2016, 2:59 UT.

Der Neumond vom 5.6.2016 findet auf 14°53‘ Zwillinge statt und aktiviert damit noch einmal das Jupiter-Saturn-Quadrat (Opposition Saturn, Quadrat Jupiter). Er findet in Konjunktion mit Venus statt und ist außerdem in ein großes Quadrat in den veränderlichen Zeichen eingebunden. Damit nimmt der Neumond die Zeitqualität sowohl des Jupiter-Saturn-Quadrats, als auch des Neptun-Saturn-Quadrats auf. Er findet gewissermaßen am „Lösungspunkt“ dieser T-Quadrat-Spannung statt und fordert uns auf, flexibel zu sein und zu bleiben, alle Informationen einzuholen die nötig sind und uns nicht zu schnell festzulegen. Jupiter befindet sich nahe dem aufsteigenden Mondknoten und im Trigon mit Pluto. Jetzt sind gute Lösungen möglich, die auch praktisch durchführbar sind.

Am 18.6.2016 wird das Saturn-Neptun-Quadrat zum zweiten Mal exakt. Jupiter bildet nun neuerlich eine Konjunktion mit dem Mondknoten, wie bereits im Jänner.

Unmittelbar vor dem Ingress der Sonne in den Krebs findet ein Vollmond auf 29°33‘ Schütze statt. Der Vollmond befindet sich fast bogenminutengenau auf dem Halbdistanzpunkt von Pluto und Saturn. Die Wertedebatte könnte jetzt einen vorläufigen Höhepunkt erreichen und dabei gleichzeitig Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit bei den Mächtigen offenbaren (Saturn und Merkur bilden beim Vollmond ein T-Quadrat auf Neptun in den Fischen).

Am 26.6.2016 wird das Jupiter Pluto Trigon neuerlich exakt. Mit viel Anstrengung und Liebe zum Detail sind nun dauerhafte und gute Lösungen möglich.

Mars wird am 30.6.2016 auf 23°03′ Skorpion wieder direktläufig. Bis zum 22.8.2016 bewegt er sich zum dritten und letzten Mal in Gradbereichen, die er zuvor schon bis 17.4.2016 berührt hatte.

Juli

Am 4. Juli 2016 ist Neumond auf 12°54‘ Krebs. Er findet in weiter Opposition mit Pluto statt, zusätzlich bildet Neptun ein Trigon und Jupiter ein Sextil zu diesem Neumond. Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe stehen stark im Vordergrund und werden unterstützt von einem pragmatischen Jupiter in Jungfrau. Personen mit Helfersyndrom sind in ihrem Element. Der Vollmond am 20.7.2016 findet im Steinbock und im Sextil mit Mars und Chiron statt. Vermutlich wollen wir jetzt um jeden Preis „das Richtige“ tun.

Das Saturn-Jupiter-Quadrat löst sich nun endgültig auf. Saturn und Neptun befinden sich immer noch im Orbis eines Quadrats.

Mundan könnten sich Strukturen und Grenzen immer mehr auflösen, was Verunsicherung und Angst auslösen kann. Vertrauen in das größere Ganze könnte uns helfen, diese Zeit gut zu überstehen und vielleicht die eine oder andere Vision (Neptun) in die Tat (Saturn) umzusetzen.

August

Der Löwe-Neumond vom 2.8.2016 findet in recht genauem Trigon mit Saturn statt. Mars wechselt an diesem Tag auch endgültig in den Schützen und bleibt dort noch bis 27.9.2016. Am 24.8.2016 trifft Mars auf Saturn und bildet einmalig eine Konjunktion mit ihm. Lebensfreude und Lebendigkeit verbinden sich jetzt leicht mit klaren und eindeutigen Werten. Das Feurige ist fokussiert und genau auf dem Punkt. Unser Ausdruck ist konzentriert und wir vermögen spielerisch Neues zu lernen.

Neptun nähert sich im August dem absteigenden Mondknoten und am 13.8.2016 findet die dritte Jupiter-Chiron-Opposition statt. Anpassungprozesse stehen im Vordergrund, verwirrende Hintergrundinformationen wollen geklärt, geordnet und überprüft werden, ehe feststeht, was davon in den Alltag integriert werden kann und was als unrealistisch verworfen werden muss.

Am 18.8.2016 ist Vollmond im Wassermann, Mond steht zusätzlich im Sextil mit Uranus. Am 30.8. wird Merkur neuerlich bis 22.9.2016 rückläufig . Er transitiert in der Zeit drei Mal die Gradbereiche 15° bis 29° Jungfrau. Vielfältige Informationen, Innovationen und Einsichten wollen jetzt auf der praktischen Ebene verarbeitet („verdaut“) werden, ehe Jupiter sich im September aus der Jungfrau bewegt und in das Zeichen Waage eintritt.

September

Sonnenfinsternis 1. September 2016

Abb. 6. Sonnenfinsternis, 1.9.2016, 9:03 UT.

Am 1.9.2016 findet eine ringförmige Sonnenfinsternis auf 9°21‘ Jungfrau statt.

Die Zentralzone der Sonnenfinsternis am 01.09.2016 beginnt im mittleren Atlantik, knapp südlich des Äquators, zieht sich über den Indischen Ozean und endet gut 1000 Kilometer westlich von Australien (Quelle: http://www.sonnenfinsternis.org/sofi2016a/index.htm)

Die Sonnenfinsternis nimmt noch einmal die Energie des Neptun-Saturn-Quadrats auf, welches am 10.9.2016 zum dritten und letzten Mal exakt wird. Die Sonnenfinsternis findet in recht genauer Opposition mit Neptun und im Quadrat mit Saturn und Mars statt. Diese Sonnenfinsternis ist jener vom 13.9.2015 nicht unähnlich, dürfte aber in ihren Auswirkungen und harten Auseinandersetzungen um Werte und Zuwanderung noch viel schärfer geführt werden. Mars-Saturn ist eine kriegerische Konstellation, die mit einem Fuss auf dem Gaspedal und einem auf der Bremse zu illustrieren wäre. Die dabei auftretenden Spannungen sind nur sehr schwer verkraftbar oder konstruktiv lösbar.

Am 9.9.2016 wechselt Jupiter in das Tierkreiszeichen Waage, wo er bis 10.10.2017 bleiben wird. In Jungfrau verband sich Jupiters Sinn für Gerechtigkeit, Ethik, Moral und Werte, die Lust zu predigen und Anschauungen mitzuteilen mit dem Bedürfnis nach Beobachtung, Verwertung, Anpassung, Nutzbarmachung und praktischer Anwendbarkeit. In Waage geht es jetzt um Beziehungen und darum, die Dinge ins Gleichgewicht zu bringen, die aus dem Lot geraten sind. Waage ist ein geistiges Zeichen. Fairness und Gerechtigkeit stehen jetzt im Mittelpunkt. Allerdings sollten wir das Zeichen Waage nicht allzu sehr idealisieren, in gewisser Weise ist es das gewalttätigste Zeichen des Tierkreises (Zitat von Markus Jehle bei einem Vortrag im Herbst 2015 in Wien). Waage sucht nach Ausgleich und Gleichgewicht und verwendet dafür bisweilen drastische und gewalttätige Mittel. Ein Beispiel dafür wäre der Terroranschlag vom 11.9.2001 in New York, der einen Waage-Aszendenten hatte.

Am 16.9.2016 findet eine Halbschattenmondfinsternis in den Fischen, Konjunktion Chiron statt. Diese Mondfinsternis bildet auch ein T-Quadrat auf Mars im Schützen, womit sie ein Jahresthema von 2016 aufnimmt, nämlich das Werte-Thema, das Saturn mit seinem Durchgang durch den Schützen so penibel prüft.

Oktober

Der Waage-Neumond vom 1.10.2016 findet in weiter Konjunktion mit Jupiter statt. Beziehungen, Austausch und Fairness stehen für diesen Monat im Vordergrund. Wobei der Vollmond vom 16.10.2016 in Konjunktion mit Uranus und im Spiegelpunkt mit Neptun uns auch ziemlich viel Unruhe und Verunsicherung bescheren könnte.

Am 30.10.2016 gibt es einen weiteren Neumond im Skorpion, in Konjunktion mit Merkur und im Trigon mit Neptun. Idealismus und Spiritualität können jetzt schnell zu Fanatismus werden, zumal Pluto und Saturn im Oktober und November 2016 in einer Spiegelpunkt-Konjunktion stehen (Pluto und Saturn sind gleich weit von der Achse 0° Krebs/Steinbock entfernt). Diese Konstellation verstärkt vorübergehend die Wirkung von Pluto in Steinbock, weil das Planetenthema Pluto-Saturn jetzt gleich zweimal am Himmel zu finden ist. Macht, Kontrolle, Freiheitsbeschränkungen von Seiten des Staates sind jetzt wichtige Themen, die im Vordergrund stehen dürften.

Das Saturn-Neptun-Quadrat löst sich bis Ende des Monats endgültig auf.

November

Im November (für den wahren Mondknoten exakt am 17.11.2016) steht Neptun am absteigenden Mondknoten. Letztmalige Neptun-Mondknoten-Konjunktion fanden im Jänner 2000, März 1983, August 1966 und November 1949 statt. Gemäß der karmischen Deutung sind wir zu diesen Zeitpunkten in alte Verhaltensmuster verstrickt, Suchtverhalten, Abhängigkeiten und Automatismen, die wir eigentlich schon überwunden glaubten, kehren zurück.

Am 24.11.2016 findet das erste Jupiter-Pluto-Quadrat statt. Der Dispositor von Jupiter, die Venus, steht dabei gleichzeitig in Konjunktion mit Pluto. Hier könnte das Bedürfnis nach Kontakten, nach Austausch und Fairness in Konflikt geraten mit staatlicher Kontrolle und Einschränkung.

Der Neumond vom 29.11.2016 nimmt das Thema von Neptun am absteigenden Mondknoten auf, weil er an der Spitze eines T-Quadrats zwischen aufsteigendem Mondknoten und absteigendem Mondknoten mit Neptun stattfindet.

Hier haben wir es erneut mit Einsichten, Hintergründen und Intuitionen zu tun, die in den Alltag integriert werden wollen (aufsteigender Mondknoten in Jungfrau) und gleichzeitig zu einem Wertewandel (Neumond in Schütze) beitragen können.

Dezember

Der Dezember beginnt mit einem Jupiter-Mars-Trigon und einem zunehmend exakter werdenden Uranus-Saturn-Trigon. Am 25.12.2016 wird dieses erstmals exakt. Vielleicht gelingt es uns jetzt, uns von überholten Sicherheitsansprüchen frei zu machen, die Vergangenheit loszulassen und verkrustete Lebensstrukturen aufzubrechen. Pioniergeist ist jetzt gefragt und mutige neue Lösungen auf der Basis von soliden Werten. Das Uranus-Saturn-Trigon wird uns noch bis Ende 2017 begleiten.

Am 26.12.2016 wird auch die Jupiter-Uranus-Opposition exakt und am  28.12.2016 das Saturn-Chiron-Quadrat. Damit unterstützen vermutlich sowohl Jupiter als auch Chiron, über neue Einsichten, stukturierte und mutige Reformen und Weichenstellungen.

Ein sehr spannungsgeladenes Jahr endet damit mit vergleichsweise harmonischen Konstellationen, mit viel Optimismus und Hoffnung.

Wichtigste Konstellationen 2016

Die wichtigsten Konstellation des Jahres 2016 im Überblick:

  exakt Orbis 5 Grad
Uranus Quadrat Pluto 2012 – 2015 März 2018
Neptun Quadrat Saturn 18.6. und 10.9.2016 November 2016
Jupiter Quadrat Saturn 23.3. und 26.5.2016 Juni 2016
Jupiter Trigon Pluto 16.3. und 26.6.2016 Juli 2016
Jupiter Opposition Neptun
17.9.2015 Juni 2016
Jupiter Opposition Chiron
23.2. und 13.8.2016 August 2016
Jupiter Opposition Uranus
26.12.2016, 3.3. und 28.9.2017 Oktober 2017
Saturn Trigon Uranus 25.12.2016, 19.5. und 11.11.2017 Dezember 2017
Jupiter Quadrat Pluto 24.11.2016, 30.3. und 4.8.2017 September 2017

Beratung

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Jahr 2016 aussehen könnte, ist eine persönliche Beratung für Sie vielleicht nützlich.  Weitere Informationen dazu finden Sie hier .

Bildnachweis

Das Bild stammt von Pixaby, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Baigent, Michael, Campion, Nicholas und Harvey, Charles (1989). Mundan-Astrologie. Handbuch der Astrologie des Weltgeschehens. Edition Astrodata.

Jehle, Markus (2015). Himmliche Konstellationen. Leben und Handeln im Einklang mit dem Kosmos. Marius Verlag.

Rudhyar, Dane & Rael-Rudhyar, Leyla (1994). Der Sonne/Mond-Zyklus. Ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit. Edition Astrodata.

 

 

6 thoughts on “Jahresvorschau 2016

  1. Danke wie immer für den erneut sehr informativen und ansprechenden Beitrag und alles Gute fürs neue Jahr 2016 und insbesondere Gesundheit!

    Das kennen Sie wahrscheinlich – https://wfoster2011.wordpress.com/2013/07/02/ganeaus-index-of-cyclic-equilibrium-for-2010-to-2024/

    Festzuhalten ist noch, dass die meisten Langsamläufer in 2000 vom männlichen Prinzip [= Hoch in den Aktienmärkten] dominiert waren, während bis 2020/2021 die wichtigen Planeten in weibliche Zeichen wechselt und damit etwas mehr Schöpferisches zu erwarten ist und also u.a. auch schrittweise eine Neuordnung des Geldwesens / Geldsystems etc…

    Mehr mal bei Gelegenheit.

    MFG Wolfram Hasenkamp

    Dipl. – Volkswirt / Economist
    Marktstrasse 37
    60388 Frankfurt am Main
    Phone +49 6109 509048
    Mobil +49 171 280 3919

    • Hallo Herr Hasenkamp,

      ja, Ganeau´s Index des zyklischen Gleichgewichts kenne ich. Mittlerweile hab ich mich aber für die vereinfachte Version, wie in der Jahresvorschau 2016 vorgeschlagen, entschieden, weil es für mich inhaltlich wenig plausibel ist, wieso die Winkeldistanzen in den Index eingehen sollten. Das würde ja inhaltlich bedeuten, dass eine Opposition kurz vor ihrer Genauigkeit (z.B.: 178 Grad Distanz) extrem positiv zu bewerten wäre, während die Opposition kurz nach der Genauigkeit extrem negativ (z.B.: -178 Grad Distanz) wäre. Generell glaube ich, dass der Index nur ein Anhaltspunkt im Sinne einer „Hintergrundmusik“ ist, aber für sich nicht sehr viel aussagt. Länderhoroskope, Finsternishoroskope, weitere mundane Konstellationen, etc. sollten für eine genaue Deutung der Zeitqualität unbedingt berücksichtigt werden.
      Die Berücksichtigung der männlichen und weiblichen Zeichen halte ich für sehr sinnvoll!

      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

  2. Danke für die umfassende Vorschau!

    Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen:

    „Mit Neptun und Chiron in den Fischen dürften aber im Hintergrund immer mehr neue und bewusstere Ansätze sichtbar werden, deren eigentlicher Durchbruch vielleicht erst mit den Eintritten von Steinbock in Wassermann (2024)…“

    Das sollte „Saturn in Wassermann“ sein, oder?

    • Vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis! Gemeint war der Eintritt Plutos in den Wassermann…
      Ich habe den Fehler korrigiert.
      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

  3. Hallo, vielen Dank für diese sehr hilfreiche Vorschau. Ich habe eine Frage zum Monat März. „Am 16.3.2016 wird das Jupiter-Pluto-Trigon zum zweiten Mal exakt“
    Wann war es das erste mal exakt? Danke im Voraus. LG

    • Hallo,

      vielen Dank für Ihren Kommentar! Das Jupiter-Pluto-Trigon wurde zum ersten Mal am 11.10.2015 exakt, ein weiteres Mal am 16.3.2016 und ein letztes Mal am 26.6.2016. Am 24.11.2016 bilden die beiden Planeten dann ein Quadrat.

      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

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