Steinbock-Zeit

Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich ein Gewissen hat, einen Arzt, der für mich Diät beurteilt, und so weiter, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. (Immanuel Kant)

Yin Yang

Abb. 1. Yin-Yang Zeichen.

Am 22. Dezember 2015 ging die Sonne wie jedes Jahr um diese Zeit in den Steinbock, ein kardinales, weibliches Erdzeichen. Der Eintritt der Sonne in den Steinbock ist in unseren Breiten zugleich die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Ein Wendepunkt, der von den Menschen seit Jahrtausenden als Wiederkehr des Lichts gefeiert wurde und vom Christentum als Christi Geburt umgedeutet wurde. Der dunkelste Tag des Jahres ist zugleich der Tag der Wiedergeburt des Lichts, wie es auch dem daoistischen Yin-Yang-Symbol entspricht. Die Energie geht nach innen zu unserer größten Dunkelheit und unseren stärksten Ängsten. Denn nur dort finden wir unser hellstes Licht.

Neumond 10.1.2016

Insgesamt ist die aktuelle Zeitqualität sehr erdig. Von allen Planeten befinden sich aktuell fünf in Erdzeichen, drei in Feuerzeichen, zwei in Wasserzeichen und keiner in einem Luftzeichen. Damit ist die Zeit von Langsamkeit, Unbeweglichkeit und Pragmatismus geprägt. Dies trifft auch auf den Neumond vom 10.1.2016 zu, der in Konjunktion mit Pluto und in sehr weiter Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur stattfindet.

Neumond, 10. Jänner 2016

Abb. 2. Neumond 10.1.2016, 1:31 Uhr UT.

Der Neumond aktiviert das Uranus-Pluto-Quadrat, das uns schon seit 2012 beschäftigt. Die Neumondkonstellation in Konjunktion mit Pluto und zusätzlich in Spiegelpunkt-Konjunktion mit Saturn und Venus scheint hier für sehr starke Beharrungstendenzen zu stehen. Hier sollen verbindliche Werte am liebsten „einzementiert“ werden. Uranus hingegen will das Neue um jeden Preis. Für Berlin, Wien und Zürich ist Pluto auch der Herrscher eines Skorpion-Aszendenten, mit der Neumondkonstellation entweder im 3. Haus oder Spitze 3. Hier werden Informationen offenbar auf sehr kontrollierte Weise und überaus gefiltert weitergegeben. Während Uranus im Quadrat zu dieser Stellung und vielleicht auch Jupiter am aufsteigenden Mondknoten im 11. Haus die Revolution planen.

Auch der Uranus-Saturn-Aspekt (Spiegelpunkt-Quadrat und weites Trigon) weist auf Pioniergeist hin, der trotz allem Wandel ermöglichen könnte. Wir können jetzt auf das aufbauen, was sich bewährt hat und die nötigen Anpassungen vornehmen, um es weiterhin lebendig zu halten. Dieser Aspekt der die Überschrift „Beständigkeit durch Wandel“ tragen könnte, prägt insbesondere die Monate Februar und März, bewegt sich dann aus dem Orbis und wird dann zwischen Ende Dezember 2016 und Mitte November 2017 drei mal exakt (Jehle, 2015).

Für feurige und luftige Temperamente, also Menschen mit vielen Feuer- und Luft-Planeten, dürfte diese Zeitqualität sich etwas bedrückend und schwer anfühlen. Die Rede ist allerorten von Pragmatismus, praktischen Lösungen, praktikablen Wegen und Alltagstauglichkeit. Und diejenigen mit den Visionen werden nicht nur nicht gehört, es besteht sogar die Versuchung, sie zum Arzt zu schicken. Letzteres ist eine Anspielung auf das Zitat von Helmut Schmidt („Wer Visionen hat, soll einen Arzt aufsuchen!“), der ja ein sehr erdbetonter Mann war (AC und Mond in Jungfrau, Sonne und Venus in Steinbock).

Steinbock

Was uns im Steinbock vor allem bewusst werden soll, ist unsere Verantwortung, aber auch unsere eigenen Rechte. In der unentwickelten oder gehemmten Form dieses Prinzips erleben wir uns ständig als Opfer der Umstände, der Behörden, des Staates oder der Mächtigen. Wir haben häufig Schuldgefühle, sind unfähig Verantwortung zu übernehmen, sind unkonzentriert, ohne Ehrgeiz, werden von unserer Umwelt häufig ermahnt und gemaßregelt oder gar bestraft und neigen dazu, besonders keusch zu sein. Psychologisch würden wir einen solchen Menschen einen Kinderrollenspieler nennen. Er braucht immer andere, die ihm zeigen, was zu tun ist und die ihn an der Hand nehmen.

In der etwas entwickelteren oder kompensierten Form übernimmt ein Mensch hier die konventionelle Moral, lebt die Normen der Gesellschaft, strebt nach Anerkennung und einer steilen Karriere, ist sehr belehrend, maßregelnd, strafend und als Vater besonders streng. Psychologisch ist er ein Elternrollenspieler, der anderen ununterbrochen sagen muss, was die Regeln, Gesetze und Normen sind und wie die Dinge auf die einzig richtige Weise zu tun sind. Häufig zieht ein solcher Mensch unbewusst Kinderrollenspieler an, die kaum Verantwortung übernehmen können und jemanden brauchen, der ihnen sagt, was das Richtige ist.

Erst der erwachsen gewordene Steinbock ist fähig, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen und beansprucht alle seine Rechte. Da er seine eigenen Rechte kennt und beansprucht, gesteht er sie auch anderen zu und hat nicht mehr das Bedürfnis sie zu maßregeln. Er hat sein allzu strenges Über-Ich durch eine innere Ethik ersetzt, die begriffen hat, dass dasjenige gut ist, was dem Leben dient. Er muss sich nicht mehr an konventionelle Moralvorstellungen halten, sondern kann jetzt Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden, versteht es, sich zu konzentrieren und ist in Platons Sinn zu einer Schönen Seele geworden, bei der alle Gefühle und sittlichen Kräfte in einem harmonischen und ausgeglichenen Verhältnis stehen (Meyer, 2006).

Planet Saturn

Saturn handelt strukturiert, diszipliniert und konzentriert. Er steht im Horoskop für Klarheit, Objektivität, Disziplin, Ernsthaftigkeit und das rechte Maß.

Menschen, die saturnbetont sind, vertreten Werte, die sich an Gesetzen, Regeln, der Gesellschaft, dem Wesentlichen und dem Schicksal orientieren. Als „saturnbetont“ kann man Menschen bezeichnen, die die Sonne im Steinbock haben, deren Aszendent in Steinbock steht oder die mehrere Planeten im 10. Haus aufweisen. Unter Umständen kann auch ein harter Saturn-Aspekt zur Sonne einen Menschen sehr saturnisch erscheinen lassen.

Saturnier, wie man saturnbetonte Menschen auch nennt, identifizieren sich gerne mit der Rolle des Meisters, Erziehers, Richters, Gesetzeshüters oder des alten weisen Mannes. Bisweilen brauchen saturngeprägte Menschen sehr lange, um ihre Energie zu entfalten. Sie sind manchmal Spätentwickler, um dann aber umso mehr zu einer Autorität zu werden.

Mythologie von Kronos/Saturn

Mythologisch war Kronos (röm. Saturn) der Sohn von Uranus. Uranus schuf ständig neue Geschöpfe, die ihm dann nicht vollkommen genug waren, weshalb er sie wieder in den Leib von Gaia zurücksteckte. Weil Gaia sich dafür rächen wollte, überredete sie ihren Sohn Kronos dazu, seinen Vater mit einer Sichel zu entmannen. Daraufhin war Kronos/Saturn der höchste Gott und Herrscher des mystischen goldenen Zeitalters.

Eine Prophezeiung sagte ihm jedoch voraus, dass auch er eines Tages von seinem Sohn gestürzt würde. Aus diesem Grund verschlang er „sicherheitshalber“ alle seine Kinder, sobald sie geboren waren. Ein Kind jedoch, nämlich Zeus (röm. Jupiter), konnte seine Gattin Rhea vor ihm in Sicherheit bringen. Statt seines Sohnes gab sie ihm einen, in ein Tuch gewickelten, Stein, den Saturn sogleich verschlang.

Schließlich entmachtete Jupiter seinen Vater Saturn und verbannte ihn nach Latium (Italien), wo er ein neues Weltreich gründete. Den beschaulichen, friedlichen Eigenschaften des Kronos entspricht Saturnus, ursprünglich der Gott des Ackerbaus, im alten Italien. Er war zudem ein weiser Lehrer, denn er brachte den Menschen die Landwirtschaft und die Errungenschaften der Zivilisation. In Erinnerung an ihn feierten die Römer alljährlich am 17. Dezember die ausgelassenen Saturnalien, Feste, bei denen man einander beschenkte und wie beim heutigen Fasching die Konventionen auf den Kopf gestellt wurden. Wir sollten in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass Saturn, bis zur Entdeckung von Uranus auch über das Zeichen Wassermann herrschte!

In der mittelalterlichen Astrologie stand Saturn für Unglück, Sorgen, Melancholie, Krankheiten und harte Arbeit, jedoch auch für Ordnung und Maß. Nach der Entdeckung der drei Planeten Uranus, Neptun und Saturn, kommt Saturn heute wahrscheinlich eine andere Rolle zu. Bei all den transpersonalen Ideen und Visionen von Uranus, Neptun und Pluto, ist Saturn heute wohl vor allem dafür zuständig, uns auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen und die Schicksalsgesetze nicht aus den Augen zu verlieren.

Vergegenwärtigen wir uns die Geschehnisse des Mythos, so kann Saturn seinem unvermeidlichen Schicksal, gestürzt zu werden, trotz enormer und grausamer Vorsichtsmaßnahmen, nicht entrinnen. Ein ähnliches Motiv begegnet uns im Mythos von Ödipus, dem geweissagt wird, er werde seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Auch er versucht diesem Schicksal zu entfliehen und läuft ihm dadurch direkt in die Arme. Es kam schließlich genau wie ihm vorausgesagt wurde.

Möglicherweise enthält diese Geschichte auch eine Warnung an uns Astrologen. Es könnte nämlich sein, dass wir durch manche unserer (unbedachten) Aussagen ein grausames Schicksal oder zumindest überflüssige Ängste im Klienten erst heraufbeschwören. Psychologisch könnte man ja durchaus darüber spekulieren, wie Ödipus´ Leben wohl verlaufen wäre, hätte man ihm sein Schicksal nicht vorausgesagt. Egal, ob wir als Astrologen professionell arbeiten oder einfach nur einem Bekannten mal ein paar Worte über sein Horoskop sagen, wir tragen Verantwortung für unser Tun und sollten uns nicht leichtfertig zu Aussagen hinreißen lassen, die Menschen ängstigen, entmutigen oder verwirren.

Anders betrachtet, können wir unserem Schicksal wohl nicht ausweichen. Und vielleicht entstehen Schmerz und Leid gerade erst dadurch, dass wir ständig die Gesetze von anderen erfüllen wollen, aber uns zu wenig fragen, was unser eigenes inneres Gesetz ist, wofür wir eigentlich gemacht sind. Ich wage zu behaupten, dass derjenige, der tief in seinem Inneren nach seiner ur-eigenen Anlage sucht, nach seinen Fähigkeiten und seinem individuellen Sinn, weniger leiden wird als derjenige, der sich ununterbrochen gegen das Schicksal stemmt und so sein möchte wie alle anderen. Als ob das jemals gelingen könnte oder gelungen wäre!

Untersuchung des individuellen Steinbock-Archetyps

Im individuellen Horoskop zeigt sich der Steinbock-Archetyp und seine individuelle Ausprägung an der Stellung Saturns und seiner Aspekte, aber auch am Tierkreiszeichen am MC, den Planeten im 10. Haus sowie an der Spitze desjenigen Hauses, das Steinbock anschneidet.

Nützliche Fragen, um den Steinbock-Archetyp im eigenen Radix zu untersuchen, kreisen um Fragen, die mit den Themen Einschränkungen und Ängsten, Struktur und Sicherheit, Kompetenzen, Umgang mit Gesetzen und Regeln sowie Verantwortung und Pflichten zu tun haben. Auch wie diszipliniert wir sind, ob wir verzichten können und wie wir mit unserer inneren Weisheit und nicht zuletzt mit dem Tod umgehen, sind Steinbock-Fragen.

Mundanastrologische Betrachtungen

Wir befinden uns gegenwärtig in der End-Phase von sechs großen Zyklen. Der Saturn-Neptun-Zyklus befindet sich im abnehmenden Quadrat, der Saturn-Pluto-Zyklus geht bereits ins abnehmende Halb-Sextil. Auch Jupiter und Saturn befinden sich im abnehmenden Quadrat, Jupiter und Pluto im abnehmenden Trigon, Jupiter und Neptun haben die Opposition gerade überschritten und Saturn-Uranus befinden sich ebenfalls im abnehmenden Trigon. Damit erleben wir gegenwärtig eine Zeitperiode der Reduktion und des Abschließens. In den Jahren 2020 bis 2026 werden alle hier genannten Zyklen mit einer Konjunktion neu beginnen und eine neue Phase des Wachstums einleiten.

Ganz grundsätzlich ist unsere Zeit (2008 bis 2024) sehr von Pluto in Steinbock geprägt. Eine Konstellation, die mit staatlicher Kontrolle und vielen Einschränkungen unserer Freiheiten aufgrund seltsamer Vorstellungen von Politikern zu tun hat. Unsere Bürgerrechte werden ständig weiter eingeschränkt, im Namen der Terrorbekämpfung. Überwachungsmethoden wie allgegenwärtige Videokameras, Telefon- und Internetüberwachung sowie Datensammlungen im Dienste der Werbeindustrie (z.B.: Kundenkarten) sind inzwischen so weit verbreitet, dass sie die Orwellsche Vision von 1984 noch übertreffen.

Wie verzerrt die Darstellungen der offiziellen Behörden und Staaten sind, zeigt sich beispielsweise daran, dass allein in den USA jedes Jahr 10.000 bis 12.000 Menschen durch Schusswaffen sterben und höchstens ein paar Dutzend (selten wenige hundert) bei Terroranschlägen. Warum Menschen soweit kommen, Terroranschläge zu verüben und was sie für religiöse Fanatismen anfällig macht, wird aber nie gefragt. Von weißen Polizisten werden laufend Schwarze auf offener Straße erschossen und in vielen Fällen nicht einmal angeklagt. Die USA suchen aber trotzdem die Terroristen im Ausland. Der „War on Drugs“ hat alleine in Mexiko seit 2006 wahrscheinlich mehr als 70.000 Todesopfer gefordert. Doch niemand stellt die Frage, was das Leben in den USA derart unerträglich macht, dass so viele Menschen meinen, zu Drogen greifen zu müssen. Bedauerlicherweise orientieren wir Europäer uns ständig nur an den USA, als ob sie irgendwie eine höherwertige oder wichtigere Kultur darstellten.

Wo immer wir auch hinsehen, es werden immer nur Symptome bekämpft. Es wird nie nach den Ursachen gefragt. Im Bankenbereich erleben wir ganz ähnliches. Hier werden Milliardenbeträge in die Rettung von Banken gesteckt, dass aber eben diese Banken und die sogenannten Bankster das Ungleichgewicht in der Welt überhaupt erst erschaffen haben, wird selten thematisiert. Schafften wir noch heute die Banken und die Fiat-Währungen ab, würde die Armut wahrscheinlich von selbst verschwinden. In seinem Buch „Das Ubuntu-Prinzip“ entwirft Michael Tellinger sogar eine Vision von einer Welt, die weitestgehend ohne Geld auskommen könnte (Tellinger, 2014).

Irgendein Astrologe, ich erinnere mich leider nicht wer, hat vor dem Eintritt von Pluto in Steinbock gesagt: die Verhältnisse müssen noch viel schlimmer werden, ehe es besser wird. Momentan ist der Leidensdruck auf Seiten der einfachen Bürger offenbar noch nicht groß genug. Niemand geht heute auf die Straße, wenn Vermögen, wie in Zypern geschehen, konfisziert werden. Und wenn auf Flughäfen und in Bahnhöfen immer weitere und schärfere Kontrollen eingeführt werden, scheint das niemanden zu kümmern.

Letzten Endes will Pluto aber eine Wandlung der Hierarchien und Machtverhältnisse herbeiführen. Und vielleicht sind all die Kontrollmaßnahmen, die wir aktuell erleben, ja auch ein Indiz dafür, dass die Mächtigen ihre Felle davonschwimmen sehen? So wie auch in der Wissenschaft sich jene im Moment besonders hervortun, die ein Weltbild des 18. Jahrhunderts vertreten und die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie und der Quantenmechanik geflissentlich ignorieren. Möglich, dass auch sie das nur deshalb tun, weil sie instinktiv spüren, wie morsch das materialistisch-naturwissenschaftliche Weltbild geworden ist?

Wollen wir, und das mag eine ganz zentrale Frage sein, die Pluto im Steinbock uns stellen will, uns wirklich kollektiv von Angst, Hass und Destruktivität beherrschen lassen? Wollen wir den wenigen Terroristen dieser Welt den Sieg überlassen? Oder könnte es sein, dass der Menschheit mit Neptun in Fische eine gänzlich neue, viel offenere und flexiblere Spiritualität geboren werden will, die durch Pluto in Steinbock schließlich kollektive Verbindlichkeit erlangt? Könnte es sein, dass wir mit dem Durchgang von Neptun und Chiron durch das Zeichen Fische, Hintergründe nun endlich verstehen? Wäre es möglich, dass wir es allmählich schaffen, Materie und Geist auf völlig neue Art und Weise zusammenzubringen und Erkenntnisse der Wissenschaften und spiritueller Traditionen zu verbinden?

Beratung

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Jahr 2016 aussehen könnte, ist eine persönliche Beratung für Sie vielleicht nützlich.  Weitere Informationen dazu finden Sie hier .

Bildnachweis

Das Bild stammt von Pixaby, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Jehle, Markus (2015). Himmlische Konstellationen 2016. Leben und Handeln im Einklang mit dem Kosmos. Marius Verlag.

Meyer, Hermann (2006). Das Grundlagenwerk der psychologischen Astrologie. Erkenne deine Licht- und Schattenseiten und die deiner Mitmenschen. Trigon-Verlag.

Tellinger, Michael (2014). Das Ubuntu-Prinzip. Ein revolutionärer Plan für gerechteren Wohlstand. Die Enthüllung des globalen Bankenbetrugs. Hesper-Verlag.

 

 

2 thoughts on “Steinbock-Zeit

  1. Hallo Herr Hofbauer,
    habe noch gar nicht all Ihre Texte gelesen, geschweige denn „verdaut“. Mir fiel aber gleich zu Beginn auf, dass Sie gar keinen AC berechnen für ein mundanes Jahreshoroskop? Ist das üblich? Wenn ja, warum?
    London, Frankfurt oder Wien, da läge der AC zwischen Ende Waage und Beginn Skorpion – spielt das gar keine Rolle?
    Vielleicht bin ich ja nicht die einzige, die das interessiert.

    Herzliche Grüße aus den Taunushügeln
    Regina von Hillebrandt

    • Liebe Frau von Hillebrandt,

      den Neumond vom 10.1.2016 betrachte ich nicht als Jahreshoroskop, sondern als einfachen Neumond. Aus astrologischer Sicht beginnt weder mit dem 1.1. noch mit diesem Neumond irgend etwas. Wenn überhaupt, könnte man für den 21.3. eines Jahres (Widder-Ingress) ein Jahreshoroskop berechnen. Manche Astrologen berechnen Jahreshoroskope auch für den 1.1. eines Jahres um Mitternacht. Aber auch dabei fragt sich, ob eine Aszendenten-Berechnung sinnvoll ist, weil diese in jedem Jahr, bis auf wenige Bogenminuten Abweichung, für einen bestimmten Ort immer gleich bleibt.

      Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, auch für einen Neumond einen Aszendenten zu berechnen. Dass ich das hier nicht mache, hat rein praktische Gründe. Wie viele Städte soll ich berechnen? Wien, Berlin und Zürich? Oder sämtliche großen Städte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz? Und warum nicht auch London, Moskau und Washington? Ich will damit sagen: bei unklarem Ort oder unklarer Zeit, arbeite ich grundsätzlich ohne Häuser. Darüber hinaus wollte ich in meinem Artikel eigentlich nur auf die großen mundanen Zyklen eingehen und habe den Neumond hier als Beispiel und markanten Zeitpunkt angeführt, ohne ihn für irgendwie besonders zu halten.

      Im Falle von wichtigen Neumonden, dazu zähle ich vor allem Sonnenfinsternisse, würde ich mir mit der Astrokartographie behelfen, um die Aszendenten und MCs der ganzen Welt abbilden zu können.

      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

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