Die Mondfinsternis vom 23. März 2016

Wir brauchen gute Beziehungen untereinander: von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch. (Dalai Lama)

Waage, Gerechtigkeit, Waage-VollmondNur drei Tage nach dem Eintritt der Sonne in den Widder, also dem astrologischen Frühlings- und Jahresbeginn, ereignet sich am 23.3.2016 eine Halbschatten-Mondfinsternis auf 3°17‘ Waage. Die Finsternis stellt als Vollmond den Höhepunkt des Zyklus dar, der mit dem Neumond, der Sonnenfinsternis vom 9.3.2016, begonnen hatte. Die Fische-Chiron-Thematik bleibt aktuell und wird auf einer anderen Ebene fortgeführt. Zugleich findet die Mondfinsternis im Waage-Zeichen statt, wo es primär um die Themen Begegnung, Beziehung und Austausch, aber auch um Bewertung, Sicherung und Abgrenzung geht.

Wir erleben jetzt täglich in den Medien das furchtbare Leid der Flüchtlinge etwa in Idomeni, die langsam im Schlamm versinken und jedwede Hoffnung verlieren. Nach den traumatischen Erfahrungen, die sie wohl vielfach schon gemacht hatten, dürfte das ein neuer schrecklicher Höhepunkt von Ohnmachtsgefühlen und Hilflosigkeit sein. – Eine Entsprechung der Finsternisstellung in den Fischen in Konjunktion mit Chiron. Unterdessen schachern trockene Bürokraten um diese Menschenleben, nach dem Motto: tausche Schulden gegen Flüchtlinge; ihr nehmt ein paar Tausend Flüchtlinge zurück und wir zahlen euch dafür ein paar Milliarden Euro. Was uns als gute politische Lösung verkauft wird, ist in Wahrheit geschmacklos, abgehoben und gefühlskalt. – Das wäre dann wohl Jupiter in der Jungfrau. Und nicht zuletzt wurden – um auch Saturn konkret zu identifizieren – am Tag der Sonnenfinsternis endgültig alle Grenzen in den Balkanländern geschlossen. Letzteres ist besonders interessant, wenn wir bedenken, dass die astrokartographische Saturn-AC Linie für das Horoskop des Totalitätsbeginns genau über den Balkan ging (vgl. Artikel „Die Sonnenfinsternis vom 9.3.2016„).

Insbesondere in Deutschland und Österreich erhalten die Rechten immer mehr Zulauf und halten mit ihrer Gesinnung immer weniger hinter dem Berg. Es scheint wieder okay zu sein, sich rassistisch, antisemitisch und antimuslimisch zu artikulieren. Es fehlte, so will es mir scheinen, nur noch eine neuerliche Weltwirtschaftskrise und wir wären wieder dort, wo wir in den 1930-er Jahren schon einmal waren. Aus astrologischer Sicht ist die Wahrscheinlichkeit dafür leider nicht zu unterschätzen. Vor allem, weil wir gegenwärtig ein Neptun-Saturn-Quadrat am Himmel haben, das im Juni und September wieder exakt werden wird. Außerdem weist sowohl die Sonnenfinsternis vom 9.3., als auch die Mondfinsternis vom 23.3.2016 Bezüge zum Gründungshoroskop der Börse New Yorks auf. Bei der Sonnenfinsternis war das die Finsternisstellung in Konjunktion mit dem Mars der Börse und bei der Mondfinsternis ist es die Konjunktion des verfinsterten Mondes mit dem aufsteigenden Mondknoten.

Halbschatten-Mondfinsternis 23. März 2016

Abb. 1. Halbschatten-Mondfinsternis, 23.3.2016, 12:01 Uhr UT.

Als Teil des gleichen Lunationszyklus ist die Mondfinsternis mit der Sonnenfinsternis vom 9.3.2016 eng verbunden. Bei dieser Finsternis ging es um transzendente Einsichten, schmerzhafte Erfahrungen sowie Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühle, die im realen Leben irgendwie gehandhabt werden wollen. Venus, als Dispositor der Finsternis, steht jetzt im Zeichen Fische und zusätzlich in Konjunktion mit Neptun. Sie bildet eine Opposition mit Jupiter und beide ein T-Quadrat auf Saturn, womit die Thematik der Sonnenfinsternis auf einer ähnliche Ebene fortwirkt.

Das Bedürfnis eines Waage-Mondes ist es, Dinge auszugleichen, Gerechtigkeit wiederherzustellen und ein Gleichgewicht, das nicht mehr gegeben war, wieder zu erreichen. Bisweilen geschieht das durch besonders gewalttätige Ereignisse, die wir gemeinhin nicht mit Waage in Verbindung bringen würden. Ein Beispiel dafür wären die Anschläge auf das World Trade Center im September 2001, mit einem AC nahe 15° Waage. Das Planetenthema auf 15° Waage ist laut Wolfgang Döbereiner übrigens Venus-Mars. Venus und Mars spielen auch bei der gegenwärtigen Mondfinsternis eine große Rolle. Zum einen weil der Mond im Zeichen der Venus steht und die Sonne im Zeichen des Mars. Zum anderen aber auch, weil Mars im Sextil mit dem Mond und im Trigon mit der Sonne steht. Der „Kampf der Geschlechter“, männlich und weiblich, Angriff und sich Einlassen dürften bei dieser Mondfinsternis zentrale Themen sein.

Laut Döbereiner findet die Finsternis außerdem in der Nähe eines kritischen Grades (4° Waage) mit dem Planetenthema Neptun-Venus statt. Damit ist Venus bei dieser Finsternis auf vielfältige Weise angesprochen. Zum einen über den kritischen Grad, zum anderen als Dispositor der Finsternis, zum dritten über ihre Konjunktion mit Neptun und zum vierten über ihre Einbindung in ein T-Quadrat, bestehend aus Venus-Neptun Opposition Jupiter, die alle im Quadrat mit Saturn im Schützen stehen. Venus bildet darüber hinaus noch eine Spiegelpunkt-Opposition mit Uranus und ein Spiegelpunkt-Quadrat mit Pluto. Mit ihrer Stellung in den Fischen gilt Venus in der traditionellen Astrologie außerdem als erhöht.

Der genaueste Aspekt bei der Mondfinsternis ist eine Opposition Merkurs mit dem Mond, der zusätzlich im Trigon mit dem Schütze-Mars steht. Hier geraten offenbar allzu temperamentvolles und vielleicht egoistisches Handeln in Konflikt mit den diplomatischen Ambitionen des Waage-Mondes.

Die Mondfinsternis greift auch den Jupiter-Saturn-Zyklus auf. Am selben Tag findet das zweite genaue Quadrat der beiden Planeten statt. Venus läuft zwei Tage später in die exakte Opposition und das exakte Quadrat mit den beiden gesellschaftlichen Planeten (exakt am 25.3.). Am selben Tag wird auch Saturn auf 16°24‘ Schütze rückläufig, eine Position, die er nach seiner neuerlichen Direktläufigkeit erst am 19.11.2016 wieder erreichen wird. Dieser Zyklus hat mit den Grenzen des Wachstums zu tun und das Quadrat von Jupiter und Saturn ist der letzte Hauptaspekt vor ihrer neuerlichen Konjunktion im Jahr 2020 (vgl. Artikel „Jupiter Quadrat Saturn„).

Finsternisse 2016

Nach der totalen Sonnenfinsternis vom 9. März ist die Mondfinsternis vom 23. März, die zweite Finsternis dieses Jahres. Weitere finden im August und September 2016 statt und zwar an folgenden Tagen:

  • eine Halbschatten-Mondfinsternis am 18.8.2016, 9:27 UT, auf 25°52‘ Wassermann
  • eine ringförmige Sonnenfinsternis am 1.9.2016, 9:03 UT, auf 9°21‘ Jungfrau
  • eine Halbschatten-Mondfinsternis am 16.9.2016, 19:05 UT, auf 24°20‘ Fische

Nachdem Halbschatten-Mondfinsternisse jene Finsternisse mit der geringsten Verdunklung des Mondes sind, sollte man annehmen, dass sie auch die geringste Wirkung haben. Claudia von Schierstedt schreibt jedoch in ihrem Buch „Finsternisse astrologisch deuten“, dass dem nicht so sei und gibt folgende Hierarchie bezüglich der Wirksamkeit von Finsternissen an:

  • Totale Sonnenfinsternis *****
  • Ringförmige Sonnenfinsternis ****
  • Partielle Sonnen-, totale Mondfinsternis, Halbschatten-Mondfinsternis **
  • Partielle Mondfinsternis *

Fünf Sterne entsprechen hier der stärksten und ein Stern der geringsten Wirksamkeit. Aspekte zum Finsternisgrad modulieren die Wirkungsstärke. Viele harte Hauptaspekte weisen auf bedeutendere und wirkungsvollere Finsternisse hin als solche ohne oder mit nur wenigen Hauptaspekten.

Meton Zyklus

Finsternisse sind in unterschiedliche Zyklen eingebunden, unter anderem in den Meton- und den Saros-Zyklus. Der Grieche Meton entdeckte im 5. vorchristlichen Jahrhundert, dass 19 Jahre exakt 235 Mondzyklen entsprechen. Aus diesem Grund finden Mondfinsternisse exakt alle 19 Jahre am annähernd gleichen Tierkreisgrad statt. Die Finsternis vom 23.3.2016 ist die letzte Finsternis dieses metonischen Zyklus, der 1940 begann. Folgende Finsternisse fanden auf dem gleichen Tierkreisgrad statt:

  • 23.3.1940, Halbschatten-Mondfinsternis (3°01‘ Waage)
  • 24.3.1959, partielle Mondfinsternis (3°26‘ Waage)
  • 24.3.1978, totale Mondfinsternis (3°40‘ Waage)
  • 24.3.1997, partielle Mondfinsternis (3°35‘ Waage)
  • 23.3.2016, Halbschatten-Mondfinsternis (3°17‘ Waage)

Historische Ereignisse im Umfeld der genannten Finsternisse dieses Meton-Zyklus waren unter anderem die Anordnung zur Errichtung von Auschwitz (1940), der Volksaufstand gegen die chinesische Besatzung von Tibet in Lhasa und die Flucht des Dalai Lama nach Indien (1959), der Sturz des Präsidenten Mohammed Daoud Khan während der Saur-Revolution (1978) und Evakuierungsmaßnahmen in Albanien (1997). Letzteres Ereignis könnte aber auch mit der Sonnenfinsternis vom 9.3.1997, die übrigens dem gleichen Meton-Zyklus angehört wie die Finsternis vom 9.3.2016, im Zusammenhang stehen. Die Auswahl von historischen Ereignissen ist selbstverständlich höchst subjektiv und erfolgte hier nur nach dem Kriterium der zeitlichen Nähe zur jeweiligen Mondfinsternis.

Für die astrologische Forschung sind konkrete Ereignisse rund um die Finsternisse auf dem gleichen Grad wie bei der Finsternis am 23.3.2016 bedeutsam, weil sie uns mögliche Hinweise liefern können, was diesmal geschehen wird oder kann. Besonders relevant für konkrete Ereignisse sind Transite über den Finsternisgrad (vgl. die Daten unter der Überschrift „Transite über den Finsternisgrad“ weiter unten).

Es wäre sehr wünschenswert, wenn wir immer genau angeben könnten, welches historische Ereignis mit welcher Finsternis in Beziehung steht. Im Einzelfall ist das aber nicht immer einfach. Zum einen sind immer zahlreiche Zyklen, Planetenstellungen und Aspekte gleichzeitig wirksam und es ist schwer genau anzugeben, welches Ereignis jetzt mit welchem Aspekt in Beziehung steht. Zum anderen gibt es historisch bedeutsame Ereignisse, die sehr unauffällig verlaufen und von der Öffentlichkeit zunächst in keiner Weise wahrgenommen werden, bis dann viele Jahre später klar wird, was diese Entscheidung eigentlich zu bedeuten hatte (Bsp.: Machtwechsel in Russland im Jahr 1999, praktisch zeitgleich mit der Sonnenfinsternis vom August).

Saros Serie 142

Die Mondfinsternis ist die 18. Finsternis des Saros-Zyklus mit der Nummer 142, der im September 1709 mit einer Halbschattenfinsternis begann und nach 72 Finsternissen im November 2989 enden wird. Die Finsternisse dieses Saros-Zyklus werden erst im frühen 23. Jahrhundert totale Mondfinsternisse.

Muttereklipse Saros 142 lunar

Abb. 2. Muttereklipse Saros 142 Lunar, 19.9.1709, 0:48 UT.

Die Muttereklipse dieser Saros-Serie fand auf 25°50‘ Fische statt. Auffallend ist die Merkur-Opposition zur Finsternis, wie in der Finsternis vom 23.3.2016. Aber auch Jupiter und Neptun standen damals wie heute in Opposition. Ebenso wie heute sind damals die Achsen Fische-Jungfrau sowie Widder-Waage betont.

Die gegenwärtige Finsternis löst insbesondere das Jupiter-Saturn-Quadrat aus, das am gleichen Tag exakt wird und zwei Tage später von Venus noch einmal aktiviert wird. Am 25.3. wird auch Saturn auf 16°24‘ Schütze rückläufig und wandert bis 13.8.2016 wieder auf 9°47‘ Schütze zurück, wo er dann wieder direktläufig wird.

Halbschatten-Mondfinsternis für Wien 23. März 2016

Abb. 3. Halbschatten-Mondfinsternis für Wien, 13:01 Uhr MEZ.

Mit seiner Station zur Rückläufigkeit bewegt sich Saturn wieder auf das Quadrat mit Neptun zu. Damit ist das zweite große Thema des Jahres angesprochen, welches thematisch auch in die Sonnenfinsternis vom 9.3.2016 verwoben war. Hier geht es um die Auflösung (Neptun) von Grenzen (Saturn) oder die Realisierung (Saturn) von Idealen, Wünschen und Träumen (Neptun). Der sogenannte „reale Sozialismus“, der bereits in der Begrifflichkeit, die Saturn- und Neptun-Thematik enthält, wird häufig mit diesem Zyklus in Verbindung gebracht.

1989, bei der Konjunktion des gegenwärtigen Neptun-Saturn-Zyklus, fiel die Berliner Mauer und der Eiserne Vorhang. Auch jetzt dürften Grenzen sich auflösen, obwohl es gegenwärtig so aussieht, als würden sie überall geschlossen werden. Im Sommer 2016 (neuerliche Exaktheit des Quadrats von Neptun und Saturn am 18.6. und 10.9.2016) könnte sich diese Entwicklung neuerlich deutlich ändern. Diese Vermutung erhärtet sich noch, wenn man weiß, dass Sonnenfinsternisse häufig mit Fehleinschätzungen verbunden sind.

Themen der Finsternis vom 23.3.2016

Durch die extrem starke Beteiligung der Venus bei dieser Mondfinsternis, dürften vor allem Beziehungs- und Abgrenzungsthemen zu klären sein. Venus steht ja als Dispositor der Finsternis nicht nur in Konjunktion mit Neptun, sondern auch im Quadrat mit Saturn und in Opposition mit Jupiter.

Die Venus ist bei der Finsternis vom 23.3.2016 eine Morgenvenus. Damit ist eher der Stier-Aspekt der Venus betont, wo es um Bewertung, Abgrenzung, Verteidigung, Bewahrung und Absicherung geht. Die damit verbundenen Werte Sicherheit, Besitz, Eigentum, Tradition und Behaglichkeit, scheinen bei der Mondfinsternis allerdings schwer gefährdet (Venus in Konjunktion mit Neptun, in Opposition mit Jupiter und im Quadrat mit Saturn).

Die Mondfinsternis enthält dreifach das Thema Venus-Neptun. Erstens, weil sie nahe dem kritischen Grad 4° Waage stattfindet, der nach Döbereiner das Planetenthema Venus-Neptun hat. Zweitens, weil Venus als Dispositor der Finsternis im Zeichen Fische steht und drittens weil sie in Konjunktion mit Neptun steht. Venus-Neptun hat als Thema mit der Loslösung von der Abgrenzung zu tun. Wir fühlen uns entwurzelt und heimatlos. Es fehlt der feste Halt und die Einbindung in die Gemeinschaft. Als Konsequenz ergeben sich oft Abgrenzungsschwierigkeiten und das Gefühl von Heimatlosigkeit. Als Schutz dafür entwickeln wir ein überaus starkes Gefühl für drohende Gefahren.

Diese Entsprechungen können wir auf beiden Seiten der gegenwärtigen Krise sehen. Flüchtlinge erleben die Heimatlosigkeit ganz real und überaus bedrohlich. Aber auch in den Zuwandererländern fühlen sich offenbar viele bedroht und ihrer eigenen Kultur und Zugehörigkeit beraubt. Manche fragen sich, wie tragfähig unsere sogenannte christliche Kultur noch ist und was überhaupt europäische Werte sind. Wir träumten vor nicht allzu langer Zeit von einem grenzenlosen Europa der Chancen und Möglichkeiten. Was wurde daraus? Wo sind die Menschen, die sich der Gemeinschaft von Menschen in Europa zugehörig fühlen? Sollte das am Ende nur ein Politikertraum gewesen sein? Und wenn ja, welchen Traum träumen dann die Bürger Europas, welche Visionen haben sie?

Die Finsternis findet übrigens in Opposition mit einem weiteren kritischen Grad – 4 Grad Widder – statt, der das Planetenthema Mars-Neptun hat. Hier geht es vor allem um fehlende Durchsetzungsfähigkeit und eine Handlungslähmung, die ich gegenwärtig vor allem bei vielen Politikern Europas verorten würde. Dieses Thema dürfte uns noch mindestens bis Mitte Oktober begleiten, da Mars am 17.4.2016 im Quadrat mit Neptun rückläufig wird und dieses erst Mitte Oktober endgültig verlassen wird.

Die gegenwärtige Mondfinsternis findet zusätzlich in Konjunktion mit dem Fixstern Asellus Primus (=Theta Bootis) und in Opposition mit Sheat statt. Ptolemäus schreibt Theta Bootis das Planetenthema Merkur/Saturn zu. Sheat wird von Bernadette Brady, insbesondere in Kombination mit Sonne und Merkur, mit innovativem Denken und einem Brechen mit Traditionen und traditionellen Philosophien in Zusammenhang gebracht. Nach klassisch-astrologischer Auffassung scheinen also beide Fixsterne irgendwie mit Intellekt und Denken in Verbindung zu stehen. Eine Auffassung, die in gewisser Weise auch die Waage-Stellung des Mondes wiederspiegelt, da der Archetyp Waage ja viel mit Vorstellungen, Ideen und Idealen zu tun hat.

Halbschatten-Mondfinsternis für USA

Abb. 4. Halbschatten-Mondfinsternis, 23.3.2016 für USA (4.7.1776, 17:10 Uhr LAT, Philadelphia).

Interessante Bezüge ergeben sich zum USA-Horoskop, in dem die Mondfinsternis exakt auf die MC/IC-Achse fällt, mit einem T-Quadrat auf Venus. Neptun steht zusätzlich im Quadrat mit dem Aszendenten und im Trigon mit der Sonne des Landes. Hier scheint es einerseits um das Thema Mann gegen Frau (Clinton gegen Trump?), andererseits möglicherweise auch um wirtschaftliche Bezüge und Veröffentlichungen zu gehen, die den Wahlkampf entscheidend beeinflussen könnten. Es ist für mich nicht ganz ausgeschlossen, dass die Präsidentenwahl einen ähnlichen Verlauf nimmt, wie die Wahl 2008, als die Pleite von Lehman-Brothers maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Obama zum Präsidenten gewählt wurde. Dass Stabilität, Besitz und Geld in der nahen Zukunft eine bedeutende Rolle spielen dürften, wird etwa auch vom Eintritt Plutos in das 2. Haus des USA-Horoskops angezeigt.

Allerdings könnte man diese Konstellationen auch noch ganz anders interpretieren. Nach klassisch-astrologischer Auffassung ist das 7. Haus das Haus der offenen Feinde und zusammen mit Pluto in 2 könnte Amerika seine Sicherheit bedroht wähnen. Die Bedrohung könnte hier maßgeblich von Nordkorea ausgehen, das ja von der Sonnenfinsternis am 9.3.2016 in besonderer Weise betroffen war.

Halbschatten-Mondfinsternis, 23. März 2016, Astrokartografie

Abb. 5. Halbschatten-Mondfinsternis, Astrokartografie.

Überhaupt scheint die Mondfinsternis für Amerika besonders relavant zu sein, da dort besonders viele der beteiligten Planeten an Achsen stehen (vgl. Abb. 5) und die Finsternis, wie erwähnt, auch im Landeshoroskop auf die MC/IC-Achse fällt.

Transite zum Finsternisgrad

Um festzustellen, wann die Finsternis konkrete Ereignisse auslösen könnte, ist es wichtig, die Tage zu betrachten, an denen Schnellläufer (Sonne, Merkur, Venus, Mars) den Finsternisgrad auslösen. Dies ist an folgenden Tagen der Fall:

  • 8.4.2016, Venus Opposition Finsternisgrad
  • 24.5.2016, Sonne Trigon Finsternisgrad
  • 27.5.2016, Venus Trigon Finsternisgrad
  • 15.6.2016, Merkur Trigon Finsternisgrad
  • 20.6.2016, Venus Quadrat Finsternisgrad
  • 24.6.2016, Sonne Quadrat Finsternisgrad
  • 1.7.2016, Merkur Quadrat Finsternisgrad
  • 14.7.2016, Venus Sextil Finsternisgrad
  • 15.7.2016, Merkur Sextil Finsternisgrad
  • 25.7.2017, Sonne Sextil Finsternisgrad

An all diesen Tagen können wir Ereignisse erwarten, die mit der Finsternis vom 23.3.2016 in Zusammenhang stehen. Wahrscheinlich am ehesten dann, wenn – hier fett markiert – mehrere Schnellläufer gleichzeitig den Finsternisgrad auslösen.

Finsternis im persönlichen Erleben

Im persönlichen Erleben dürften vor allem jene Personen die Finsternis am deutlichsten spüren, die Planetenstellungen im Bereich 2 bis 4° Waage (Widder, Steinbock, Krebs) aufweisen. Insbesondere wenn die AC/DC-Achse oder die MC/IC-Achse sowie die Sonne angesprochen werden, dürfte die Finsternis stark spürbar sein. Etwas schwächer dann, wenn die Finsternis im Aspekt mit diesen Achsen stattfindet.

Hilfreiche Fragen im Zusammenhang mit dieser Mondfinsternis könnten etwa sein:

  • Welche Beziehungen und Freundschaften bedürfen einer Klärung?
  • Wo ist mehr Abgrenzung in meinen persönlichen Beziehungen nötig?
  • In welchem Bereichen meines Lebens fühle ich mich heimatlos und entwurzelt?
  • Welchen Gemeinschaften würde ich selbst gerne angehören?
  • Wo möchte ich Beziehungen wieder ins Gleichgewicht bringen?
  • Welche Werte sind mir in meinen persönlichen Beziehungen wichtig?

Weitere Artikel

Die Terroranschläge von Brüssel und die Mondfinsternis vom 23. März 2016 (Astrologie heute)

Das Menschheitshoroskop für das Jahr 2016 (Astrologie heute)

Beratung

Wenn Sie wissen möchten, wie sich diese Mondfinsternis speziell auf Sie auswirkt und ob sie wichtige Stellungen Ihres Geburtshoroskops berührt, empfiehlt sich eine ausführliche persönliche Beratung. Weitere Informationen zu Ablauf und Rahmenbedingungen einer astrologischen Beratung finden Sie hier .

Bildnachweis

Das Bild stammt von Pixaby, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Historische Angaben: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

Brady, Bernadette (2008). Star and Planet Combinations. Wessex Astrologer.

Campion, Nicholas (1991). Das Buch der Welthoroskope. Alle wichtigen Daten und Quellen zu Ländern, Nationen und weltpolitischen Ereignissen. Edition Astrodata.

Schierstedt, Claudia von (1999). Finsternisse astrologisch deuten. Chiron Verlag.

 

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