Bundespräsidentenwahl 2016

Hofburg WienAm 24.4.2016 wählt Österreich eine neue Bundespräsidentin oder einen neuen Bundespräsidenten. Das Amt des Bundespräsidenten wurde durch die Bundesverfassung vom 1. Oktober 1920 geschaffen. Eine Verfassungsrechtsnovelle im Jahr 1929 legte fest, dass der Bundespräsident vom Volk zu wählen ist. Aus astrologischer Sicht wäre es daher zunächst einmal spannend, wer dieses Volk der Österreicher ist und was es will oder braucht.

Das Horoskop Österreichs

Republik Österreich I 1918

Abb. 1. Republik Österreich, 12.11.1918, 16:00 Uhr MEZ (15:00 UT), Wien.

Die heutige Republik Österreich entstand 1918, unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Die damals geltende Verfassung gilt noch heute, weshalb ich dieses Gründungshoroskop als das relevante erachte. Mit dem Staatsvertrag 1955 wurde die Verfassung um das Neutralitätsgesetz erweitert, allerdings änderte sich dadurch weder das Staatsgebiet noch die Verfassung. Hinsichtlich der genauen Geburtszeit wird unter anderem von Nicolas Campion und Liz Greene 16:00 Uhr als Moment der Proklamation der Republik durch Karl Renner verwendet.

Rebublik Österreich Staatsvertrag 1955

Abb. 2. Österreich, Staatsvertragsunterzeichnung, 15.5.1955, 11:31 Uhr MEZ (10:31 UT), Wien.

Lediglich zum Vergleich möchte ich auch das Staatsvertragshoroskop von 1955 anführen, das für den Zeitpunkt der Unterzeichnung des Vertrages erstellt ist. Der genaue Zeitpunkt wird hier üblicherweise mit 11:31 Uhr am 15.5.1955 angegeben. Dieses Horoskop weist einen Löwe-Aszendenten auf und die Sonne im Zeichen Stier.

Wie bei vielen Ländern ergeben sich über die Zeit hinweg unterschiedliche Horoskope, je nach Regierungsform und territorialen Grenzen. Üblicherweise können wir aber Parallelen in den einzelnen Horoskopen von Staaten entdecken, die offenbar die Entwicklung dieses Staates wiederspiegeln.

So befindet sich im Horoskop von 1955 die Sonne im Stier, wie zuvor der Aszendent des Gründungshoroskops der Republik. Das MC befindet sich sogar relativ nahe am Aszendenten der Republiksgründung. Stand die Sonne im Horoskop von 1918 im Skorpion, so finden wir im Staatsvertragshoroskop ein Sonne-Pluto-Quadrat. Der Mond befand sich 1918 knapp im Zeichen Fische und in weiter Konjunktion mit Uranus. 1955 stand er im Wassermann.

Damit haben wir drei wichtige Punkte, die offenbar für den Staat Österreich bedeutsam sind. Einerseits die venusische Qualität dieser Republik (Stier-Aszendent und Sonne-Venus-Konjunktion im 7. Haus 1918 und Stier-Sonne 1955). Zum zweiten erkennen wir einen starken Skorpion- bzw. Pluto-Bezug (Sonne in Skorpion 1918 und Sonne Quadrat Pluto 1955), der vermutlich auf die enorme Regenerationsfähigkeit dieses Staates schließen lässt. Und zum dritten finden wir in beiden Fällen ein sehr idealistisches, freiheitsliebendes Volk (Mond in den Fischen, Mond Konjunktion Uranus sowie Mond im 11. Haus 1918, Mond in Wassermann 1955).

Ich habe mich öfters gefragt, ob dieses österreichische Volk möglicherweise viel visionärer ist, als die meisten Politiker glauben. Vor allem scheint der allgemeine Tenor in der Bevölkerung der zu sein, dass Erstarrung, festgefahrene Strukturen und Stillstand abgelehnt werden. Andererseits sind wir auch ein Volk, das sich gerne abgrenzt (Stier-Aszendent) und Klarheit und Fokussierung auf wichtige Themen (Mond Opposition Saturn) Uneindeutigkeit und undurchsichtigen Machenschaften vorzieht. Der Mond in den Fischen, in weiter Konjunktion mit Uranus und im 11. Haus könnte für die Bundenspräsidentenwahl auch ein Hinweis darauf sein, dass eine unabhängige Kandidatin oder ein unabhängiger Kandidat vom Volk vorgezogen wird.

Zwischen den beiden Horoskopen von 1918 und 1955 gibt es noch weitere Parallelen, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. So finden wir beispielsweise Jupiter in beiden Horoskopen im Krebs und im Aspekt zur Venus. Zusätzlich steht die Venus 1918 im Skorpion und bildet 1955 ein Trigon mit Pluto.

Pluto wird auch in naher Zukunft ein wichtiges Thema für Österreich sein, erreicht er doch 2018/19 die exakte Konjunktion mit dem MC der Republik. Dies könnte die Ziele und Ideale dieses Landes grundlegend verändern und möglicherweise auch zu einer veränderten Wahrnehmung Österreichs in der Welt führen.

Bisherige Bundespräsidenten Österreichs

Um herauszufinden, welcher der aktuellen Präsidentschaftskandidaten die größten Chancen hat gewählt zu werden, könnten wir beispielsweise die bisherigen Bundespräsidenten betrachten, um zu sehen, wie diese sich in das Horoskop Österreichs einfügen. Leider habe ich, mit der Ausnahme Kurt Waldheims, weder zu bisherigen Bundespräsidenten, noch zu den aktuellen Kandidaten eine Geburtszeit. Ich muss mich also mit den jeweiligen Tageskonstellationen am Tag ihrer Geburt begnügen (Anmerkung: wenn ich im Folgenden das Wort „vermutlich“ benutze, bezieht sich das sehr häufig auf die Stellung des Mondes, die bei nicht bekannter Geburtszeit in jede Richtung etwa 6-7° abweichen kann).

Folgende Präsidenten gab es seit 1918:

  • 1918-1920: Karl Seitz (Jungfrau), geboren am 4.9.1869 in Wien
  • 1920-1928: Michael Hainisch (Löwe), geboren am 15.8.1858 in Aue bei Schottwien
  • 1928-1938: Wilhelm Miklas (Waage), geboren am 15.10.1872 in Krems an der Donau
  • 1945-1950: Karl Renner (Schütze), geboren am 14.12.1870 in Unter-Tannowitz/Mähren
  • 1951-1957: Theodor Körner (Stier), geboren am 24.4.1873 in Új Szőny/Komorn
  • 1957-1965: Adolf Schärf (Widder oder Stier), geboren am 20.4.1890 in Nikolsburg/Südmähren
  • 1965-1974: Franz Jonas (Waage), geboren am 4.10.1899 in Wien
  • 1974-1986: Rudolf Kirchschläger (Fische), geboren am 20.3.1915 in Niederkappel
  • 1986-1992: Kurt Waldheim (Schütze), geboren am 21.12.1918, 0:25 Uhr, in St. Andrä-Wördern
  • 1992-2004: Thomas Klestil (Skorpion), geboren am 4.11.1932 in Wien
  • 2004-2016: Heinz Fischer (Waage), geboren am 8.10.1938 in Graz

Die Geburtsdaten habe ich dieser Seite entnommen: Bundespräsidenten der Republik Österreich (Wikipedia).

Radix Kurt Waldheim

Abb. 3. Kurt Waldheim, 21.12.1918, 0:25 Uhr MET (23:25 Uhr UT Vortag), St. Andrä Wördern.

Bei Adolf Schärf gibt es eine Unsicherheit hinsichtlich des Tierkreiszeichens, weil er am 20.4.1890 geboren wurde. Sofern er vor 4:42 Uhr geboren wurde, wäre er Sonnenzeichen Widder. Jede Geburtszeit nach 4:42 Uhr ergäbe eine Stellung der Sonne im Zeichen Stier. Rein rechnerisch ist die Wahrscheinlichkeit daher etwas größer, dass er im Tierkreiszeichen Stier geboren wurde. Auch Kirchschläger wurde an einem Tag geboren, der theoretisch zwei Zeichen erlaubte, nämlich am 20.3.1915. Eine Überprüfung ergab jedoch, dass die Sonne in diesem Jahr erst am 21.3. in den Widder wechselte. Des weiteren wurde Kurt Waldheim am 21.12.1918 geboren, also ebenfalls an einem Zeichenübergang. Auch hier wechselte die Sonne allerdings erst am 22.12. in den Steinbock.

Bei Waldheim fällt vor allem der starke Pluto-Bezug auf. Zum einen hatte er Pluto in seinem Radix exakt am MC. Sein Aszendent bildete ein Quadrat nicht nur zu seinem eigenen Pluto, sondern auch zur Pluto-Stellung der Republik. Außerdem fallen seine Sonne und sein rückläufiger Merkur (eine Konstellation, die Van der Bellen teilt) ins 8. Haus der Republik. Insbesondere aber das exakte Zusammenfallen der Mondknotenachsen der beiden Horoskope ist auffällig. Waldheim wurde vor allem dafür bekannt, dass er seine Kriegsvergangenheit zu verbergen oder schön zu reden versuchte.

Wir könnten uns noch fragen, ob es bloß Zufall ist, dass in einer sehr kleinen Abfolge von lediglich 11 Präsidenten gleich drei an einem Tag geboren wurden, an dem die Sonne kurz darauf oder kurz davor das Zeichen wechselte. Dazu gibt es ein uraltes System, das auf die Ägypter zurückgeht. Sie definierten sogenannte Grenzen oder Horien. Dabei haben die letzten Grade der Tierkreiszeichen eine besondere Bedeutung und stellen einen Gradbereich dar, der dem betreffenden Planeten eine besondere Würde verleiht. Meiner Beobachtung nach sind es oft Menschen, die eine besondere Bedeutung für andere erlangen und mehr Verantwortung als andere zu übernehmen bereit sind, die solche Grenz-Stellungen aufweisen. Auch im englischen Königshaus sind Geburten an Zeichenübergängen keine Seltenheit (z.B.: Königin Elisabeth II, Sonne auf 0°21′ Stier, Prinz Willam, Sonne auf 0°06′ Krebs).

Betrachten wir nur die Tierkreiszeichen der bisherigen Präsidenten, so ergibt sich die nachfolgende Statistik:

  • Widder: 0 (1?)
  • Stier: 2 (1?)
  • Zwillinge: 0
  • Krebs: 0
  • Löwe: 1
  • Jungfrau: 1
  • Waage: 3
  • Skorpion: 1
  • Schütze: 2
  • Steinbock: 0
  • Wassermann: 0
  • Fische: 1

Unter 11 Bundespräsidenten seit 1918 haben also fünf einen Bezug zu Venus, da sie im Tierkreiszeichen Stier oder Waage geboren wurden. Die Auftretenswahrscheinlichkeit für jedes einzelne Zeichen beträgt 8,33% (100/12=8,33). Demnach wäre die Auftretenswahrscheinlichkeit für beide Venus-Zeichen Stier und Waage 16,66%. Sofern auch Adolf Schärf im Tierkreiszeichen Stier geboren wäre, hätten hier aber bereits 45,5% aller Bundespräsidenten einen Venusbezug. Aufgrund der geringen Grundgesamtheit der Präsidenten ist das statistisch vorerst nicht aussagekräftig. Es zeigt sich aber sehr wohl ein Trend.

Wenn wir das Staatshoroskop von 1918 betrachten, überrascht es uns nicht, dass die Zeichen Stier und Waage sich häufen. Zum einen liegt der Aszendent Österreichs im Zeichen Stier und zum anderen sowohl der Herrscher von 1 (Venus) als auch die Sonne im 7. Haus. Obendrein steht Venus auch in Konjunktion mit der Sonne des Landes. Hier sind also auf mehrfache Weise die Archetypen Stier und Waage angesprochen. Nehmen wir das Zeichen Skorpion noch als erwartbares Zeichen für einen Bundespräsidenten dazu, weil die Sonne Österreichs im Skorpion steht, so finden wir 6 von 11 Präsidenten in jenen Zeichen, die wir gemäß astrologischer Voraussage erwarten könnten. Das sind 54,5%, obwohl wir statistisch nur 25% erwarten würden.

Versuch einer astrologischen Wahlprognose

Wir können also festhalten, dass zumindest zwei, wahrscheinlich sogar drei Tierkreiszeichen, nämlich Stier, Waage und eventuell auch Skorpion einen besonderen Bezug zum Österreich-Horoskop haben dürften. Wir könnten auch sagen, dass diese Zeichen am ehesten mit dem Horoskop der Republik in Resonanz treten. Weiters würden wir, da es sich um das höchste Amt im Staat handelt, direkte Aspekte eines Präsidenten zur Sonne des Landes erwarten. Eventuell auch einen Bezug zur Mondknotenachse Österreichs, da wir hier karmische oder schicksalshafte Bezüge annehmen, die eine Einzelperson auf besondere Weise mit dem Land verbinden.

Folgende bisherige Bundespräsidenten wiesen derartige Bezüge auf:

  • Karl Seitz: Pluto/Jupiter Opposition zur Sonne des Landes, Saturn am aufsteigenden Mondknoten der Republik
  • Michael Hainisch: Mond vermutlich in Konjunktion mit der Sonne Österreichs, Jupiter am absteigenden Mondknoten
  • Wilhelm Miklas: Venus Konjunktion Venus/Sonne, annähernde Mondknotenumkehr (Mondknotenachsen genau vertauscht und in Konjunktion mit der Mondknotenachse Österreichs)
  • Karl Renner: Pluto/Lilith Opposition Venus/Sonne, kein Mondknotenbezug
  • Theodor Körner: Venus/Pluto Opposition Sonne, kein Mondknotenbezug
  • Adolf Schärf: Venus Opposition Venus/Sonne Österreichs, Mars am aufsteigenden Mondknoten Österreichs
  • Franz Jonas: Jupiter nahe Deszendent, Pluto am absteigenden Mondknoten, Chiron nahe aufsteigender Mondknoten
  • Rudolf Kirchschläger: Mond wahrscheinlich in Opposition mit Sonne Österreichs, kein Mondknotenbezug
  • Kurt Waldheim: identische Mondknotenachsen (wenige Bogenminuten Abweichung). Kurt Waldheim ist etwa 40 Tage nach der Republiksgründung geboren und nimmt damit die damalige Zeitqualität vollkommen auf!
  • Thomas Klestil: Sonne am Deszendenten Österreichs, kein Mondknotenbezug
  • Heinz Fischer: Uranus Opposition Sonne Österreichs, Mondknotenachse auf Sonne/Venus Konjunktion Österreichs

Wir finden also fast immer einen klaren Bezug zur Sonne des Landes und/oder eine Berührung der Mondknotenachse des Österreich-Horoskopes. Wahrscheinlich gibt es noch weitere Bezüge, die hier den Rahmen sprengen würden. Dass einige Präsidenten keinen Mondknotenbezug aufweisen, könnte einerseits daran liegen, dass meine Theorie falsch ist. Zum anderen wäre es aber auch möglich, dass die betreffenden Präsidenten ihren Aszendenten oder ihr Medium coeli (MC) in der Nähe der Mondknotenachse Österreichs hatten. Wie schon erwähnt, ist mir leider nur von einem einzigen Präsidenten die Geburtszeit bekannt, weshalb ich über die Achsen- und Häuserverteilung ihrer Horoskope auch keine Kenntnis habe. Aus diesem Grund ist meine Wahlprognose mit einem bedeutenden Unsicherheitsfaktor behaftet!

Aktuellen KandidatInnen für das Amt des Bundespräsidenten

In alphabetischer Reihenfolge kandidieren für das Amt des Bundespräsidenten folgende sechs KandidatInnen:

  • Dr. Irmgard Griss (13.10.1946, Waage)
  • Ing. Norbert Hofer (2.3.1971, Fische)
  • Rudolf Hundsdorfer (19.9.1951, Jungfrau)
  • Dr. Andreas Khol (14.7.1941, Krebs)
  • Ing. Richard Lugner (11.10.1932, Waage)
  • Dr. Alexander Van der Bellen (18.1.1944, Steinbock)

Konzentrieren wir uns lediglich auf die Bezüge zum Österreich-Horoskop so ergibt sich folgendes Bild:

  • Irmgard Griss: Mond vermutlich in Opposition mit der Sonne Österreichs, Mars am Deszendenten der Republik, genaue Mondknotenumkehr
  • Norbert Hofer: Saturn/Mond Opposition Venus/Sonne des Österreichhoroskops, keine Mondknotenberührung
  • Rudolf Hundsdorfer: Mond vermutlich in Opposition mit der Sonne Österreichs, ev. auch in Konjunktion mit dem Aszendenten, keine Mondknotenberührung
  • Andreas Khol: Sonne Trigon Sonne, Jupiter am absteigenden Mondknoten
  • Richard Lugner: kein Bezug zur Sonne Österreichs, Jupiter und Neptun (möglicherweise auch Mond) im Quadrat mit der Mondknotenachse
  • Alexander Van der Bellen: kein Bezug zur Sonne Österreichs, sehr weite Konjunktion der Venus auf den aufsteigenden Mondknoten

Ziehen wir nur die oben genannten drei Faktoren heran, die für das Amt des Bundespräsidenten entscheidend sein könnten, nämlich die Stellung der Sonne im Zeichen, einen Aspekt zur Sonne Österreichs und einen Aspekt zur Mondknotenachse Österreichs, so könnten wir gewisse Wahrscheinlichkeiten für die Wahl am 24.4.2016 ableiten.

Zur Erinnerung: die Zeichen Stier, Waage und Skorpion waren bei vergangenen Präsidenten am häufigsten  zu finden. Den Bezug zur Sonne Österreichs halte ich deshalb für bedeutsam, weil es sich beim Amt des Bundespräsidenten um das höchste Amt im Staat handelt. Dieses wird mundanastrologisch jeweils von der Sonne repräsentiert. Die Berührung der Mondknotenachse halte ich deshalb für wichtig, da sie eine besondere Beziehung der Person zu diesem Land wiederspiegelt und außerdem etwas mit Bestimmung und schicksalshafter Verknüpfung mit dem Land zu tun hat.

Es ergäbe sich folgende Reihenfolge gemäß astrologischer Wahrscheinlichkeit. Die Zahlen in Klammern weisen auf die Zahl der zutreffenden Faktoren hin; alle drei Faktoren in Übereinstimmung weisen auf eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit für die betreffende Kadidatin/den betreffenden Kandidaten hin:

  • Irmgard Griss ist Waage (1), hat möglicherweise den Mond im Aspekt mit der Sonne Österreichs (2?) und weist einen klaren Bezug zur Mondknotenachse Österreichs auf (3)
  • Andreas Khol ist im Krebs geboren, hat die Sonne im Trigon mit dem Horoskop Österreichs (1) und Jupiter am absteigenden Mondknoten (2)
  • Richard Luger ist Waage (1) und hat Jupiter und Neptun, möglicherweise auch den Mond im Quadrat mit der Mondknotenachse (2)
  • Norbert Hofer ist in den Fischen geboren, hat eine Saturn/Mond Opposition zur Sonne Österreichs (1)
  • Rudolf Hundsdorfer hat den Mond vermutlich in Opposition mit der Sonne Österreichs (1)
  • Alexander Van der Bellen hat eine weite Venus Mondknoten Konjunktion (1)

Für Irmgard Griss, Andreas Khol und Richard Lugner treffen hier jedenfalls zwei der genannten Faktoren zu, für Irmgard Griss eventuell sogar drei, falls ihr Mond in Opposition mit der Sonne Österreichs stünde. Für die anderen drei Kandidaten träfe jeweils nur ein Punkt zu.

Sollten die hier identifizierten astrologischen Faktoren korrekt sein und ich nichts Wichtiges vergessen haben, ergibt sich hier also ein vollkommen anderes Bild als in den publizierten Umfragen. Diese sehen derzeit Alexander Van der Bellen bei 25%, Norbert Hofer bei 24%, Irmgard Griss bei 22%, Rudolf Hundsdorfer bei 15%, Andreas Khol bei 11% und Richard Lugner bei 3%.

Wer mit Statistik vertraut ist, weiß aber, dass die üblichen Umfragen mit wenigen hunderten Befragten eine Schwankungsbreite von ca. 3% in jede Richtung aufweisen. Korrekterweise können wir also nur sagen, dass bei allen Befragten, die bereits eine Entscheidung getroffen haben UND, die sich auch deklarierten zwischen 22 und 28% Van der Bellen, zwischen 21 und 27% Hofer, zwischen 19 und 25% Griss, zwischen 12 und 18% Hundsdorfer und zwischen 8 und 14% Khol wählen wollen. Für Lugner ergäben sich zwischen 0 und 6%. Es ist also gemäß derzeitiger Umfragen völlig offen, wer in die Stichwahl kommen wird, wenngleich die drei KandidatInnen Griss, Van der Bellen und Hofer die größeren Chancen zu haben scheinen.

Die Prognosemethode von Heinz Antoni

Eine besonders interessante Prognose-Methode stellt die Methode des kanadischen Astrologen Heinz Antoni dar (Baigent, Campion, Harvey, 1989). Er hat eine Studie zur Trigonphase von Zyklen angestellt, die etwas mit dem Aufblühen und Früchte tragen zu tun haben, und stellte fest, dass das letzte Jupiter-Sonne-Trigon oder Saturn-Sonne-Trigon vor einer Präsidentenwahl, berechnet für den Ort der Geburt des betreffenden Kandidaten, eine Voraussage erlaubt, wer die Wahl gewinnen wird. Lägen also wichtige Planeten an einer Achse (AC/DC oder MC/IC) für den exakten Moment eines Sonne-Jupiter- oder Sonne-Saturn-Trigons und den betreffenden Geburtsort, ergäbe sich daraus die Gewinnerin oder der Gewinner der Wahl.

Nun muss allerdings eingeräumt werden, dass diese Methode für amerikanische Präsidentschaftskandidaten besser geeignet ist als für österreichische und zwar deshalb, weil wir in einem sehr kleinen Land leben und die verschiedenen Geburtsorte unseres Landes daher nur eine minimale Abweichung der Achsen ergäben. Eine Geburt in Los Angeles oder New York ergäbe daher mit dieser Methode eine Achsenabweichung von mehreren Zeichen, während die Achsenabweichung selbst für Dornbirn (ganz im Westen Österreichs) und Eisenstadt (ganz im Osten Österreichs) lediglich 4 bis 5° betrüge. Und darüber hinaus gibt es bei der aktuellen Bundespräsidentenwahl gleich drei Kandidaten aus Wien, nämlich Van der Bellen, Lugner und Hundsdorfer. Es fällt ein wenig schwer zu behaupten, dass diese drei Kandidaten allesamt die gleichen Chancen hätten.

Sonne-Saturn-Trigon, 5. April 2016

Abb. 4. Sonne-Saturn-Trigon am 5.4.2016, 18:09:06 MESZ, Bergen auf Rügen/Deutschland.

Konkret zog ich, um auch diese Methode auszuprobieren, das letzte Saturn-Sonne-Trigon am 5.4.2016, um 18:09:06 MESZ (16:09:06 UT) heran und berechnete es für die Geburtsorte der sechs Kandidaten, nämlich für Wien (Van der Bellen, Lugner und Hundsdorfer), Vorau (Hofer), Deutschlandsberg (Griss) und Bergen auf Rügen (Khol).

Die Venus bildet hier für alle Orte eine Konjunktion mit dem Deszendenten und zwar am genauesten für Bergen auf Rügen. Nach dieser Methode ergäben sich also folgende Wahrscheinlichkeiten für die Wahl zum Bundespräsidenten:

  • Khol (0°06′ Orbis) – Wahl gemäß der Antoni-Methode am wahrscheinlichsten
  • Griss (1°26′ Orbis)
  • Hofer (1°55′ Orbis)
  • Van der Bellen, Lugner, Hundsdorfer (2°15′ Orbis) – Wahl gemäß der Antoni-Methode am unwahrscheinlichsten

Aus meiner Sicht ist es fraglich, ob diese Methode zuverlässig ist. Wenn wir die Ergebnisse der oben genannten Untersuchungen zu den hier gefundenen ergänzen, liegen interessanter Weise aber auch hier Griss und Khol besonders weit vorne und Van der Bellen und Hundsdorfer auf den letzten Plätzen. Ich möchte aber auch an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass direkte Achsenbezüge (Aszendent oder MC eines Kandidaten im Aspekt mit dem Österreich-Horoskop) das Bild noch einmal deutlich verändern könnten. Bedauerlicherweise liegen mir jedoch keine Geburtszeiten der Kandidaten vor.

Aspekte am Wahltag

Das Mittagshoroskop des Wahltages weist jedenfalls eine recht genaue Venus-Uranus Konjunktion genau am MC auf. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass wir mit Überraschungen rechnen dürfen.

Folgende Aspekte ergeben sich für die KandidatInnen am Wahltag (24.4.2016):

  • Griss: Uranus/Venus Opposition Sonne, Sonne Opposition Jupiter, Jupiter Quadrat Mondknoten
  • Hofer: Jupiter Opposition Sonne, Neptun Konjunktion Sonne, Pluto Trigon Saturn (auf 2 Bogenminuten genau!) Uranus/Venus Trigon Mars
  • Hundsdorfer: vermutlich Jupiter Trigon Mond, Uranus/Venus Trigon Mars, Mars Quadrat Mondknoten/Merkur
  • Khol: Uranus/Venus Quadrat Sonne, Mond Opposition Uranus, Neptun Quadrat Jupiter, Mars Trigon Mars
  • Lugner: Pluto Quadrat Sonne, Jupiter Konjunktion Jupiter, Sonne Trigon Venus und Saturn Quadrat Jupiter
  • Van der Bellen: Uranus/Venus vermutlich Opposition Mond und Trigon Jupiter, Mars Trigon Mondknoten/Pluto

Am relevantesten dürften auch hier Aspekte von Langsamläufern zu Achsen und zur Sonne der einzelnen KandidatInnen sein. Aufgrund der fehlenden Geburtszeiten kenne ich diese Achsen jedoch nicht. Sollte auch ein Bezug zur Sonne des Kandidaten/der Kandidatin für die Wahl relevant sein, ergäben sich aus den obigen Konstellationen am Wahltag deutlich bessere Chancen für die Kandidaten Griss und Hofer, Khol und Lugner. Wobei wahrscheinlich eine Venus-Uranus Opposition (Griss) sowie eine Jupiter-Opposition zur Sonne  (Hofer) deutlich günstiger sein dürften als ein Venus-Uranus-Quadrat (Khol) oder ein Pluto-Quadrat zur Sonne (Lugner).

Wenn ich eine vorsichtige Wahlprognose wagen dürfte, würde ich aufgrund der deutlichsten Bezüge ihres Horoskops zum Horoskop der Republik Österreich auf Irmgard Griss als aussichtsreichste Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten schließen.

Ergänzung am 26.4.2016: Kollege Harald Lebherz (www.astrologie-zeitung.de) wies mich auf eine Konstellation hin, die ich übersehen hatte, nämlich das bogenminutengenaue Trigon Plutos zum Saturn von Norbert Hofer. Dieses Trigon findet sich sehr häufig beim Gewinn von Meisterschaften und anderen Wettkämpfen. Neben der Jupiter-Opposition und der Neptun-Konjunktion zu seiner Sonne, weist er also gleich drei sehr markante Aspekte auf, die einen Wahlsieg hätten vermuten lassen. Allerdings muss ich einräumen, dass wohl kaum ein Astrologe einen Wahlsieg für einen Kandidaten prognostiziert hätte, der seinen Saturn in Opposition mit der Sonne des betreffenden Landes aufweist.

Persönliche Beratung

Astrologische Beratung Stefan HofbauerFalls auch Sie von einer persönlichen Beratung profitieren wollen, rufen Sie mich einfach an oder schicken mir ein Email, um einen Termin zu vereinbaren. Weitere Informationen zu Ablauf und Rahmenbedingungen einer astrologischen Beratung finden Sie hier .

Bildnachweis

Die Bilder stammen von Pixaby, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Baigent, M., Campion, N. & Harvey, C. (1989). Mundan-Astrologie. Handbuch der Astrologie des Weltgeschehens. Edition Astrodata.

Campion, Nicholas (1991). Das Buch der Welthoroskope. Alle wichtigen Daten und Quellen zu Ländern, Nationen und weltpolitischen Ereignissen. Edition Astrodata.

3 thoughts on “Bundespräsidentenwahl 2016

  1. Und wieder einmal hat sich eine alte Weisheit bewahrheitet: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen 😉

    Zwar hatte ich in meiner Analyse mehrmals betont, dass mir für die einzelnen PräsidentschaftskandidatInnen keine Geburtszeiten vorliegen und daher meine astrologischen Interpretationen ihrer Geburtskonstellationen mit einem bedeutenden Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Ein derart fulminantes Ergebnis für Norbert Hofer hatte ich aber in keinster Weise vorausgesehen.

    Interessant ist jetzt, dass sich hier ein Fische-Geborener (Hofer) und ein Steinbock-Geborener (Van der Bellen) in der Stichwahl gegenüberstehen werden. Und dies ist deshalb von Bedeutung, weil im Mai das Neptun-Saturn-Quadrat immer genauer wird. Neptun und Saturn sind ja die Herrscher-Planeten der Fische und des Steinbocks. Dabei wird Saturn bei der Stichwahl am 22.5.2016 gradgenau auf dem aufsteigenden Mondknoten der Republik zu liegen kommen. Ob das allerdings bessere Chancen für Van der Bellen verheißt, wage ich nicht zu prognostizieren.

    Wollen wir hoffen, dass ORF Chefredakteur Fritz Dittlbacher mit seiner heutigen Prognose (ZIB 1 vom 24.4.2016, 19:30 Uhr) nicht recht behält, wenn er sagte: „Wir erleben hier wahrscheinlich den Anfang vom Ende der 2. Republik, jedenfalls so wie wir sie kennen…“

    Stefan Hofbauer

  2. Pingback: Bundespräsidetenwahl, die Dritte | hofastro

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