Die Sonnenfinsternis vom 1. September 2016

Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als derjenige, der alle Antworten weiß. (Zhuangzi)

Sonnenfinsternis (Neumondeklipse) 1. September 2016Mit der ringförmigen Sonnenfinsternis vom 1. September 2016 nähern wir uns einem astrologischen Höhe- und Wendepunkt. Das Neptun-Saturn-Quadrat steht noch einmal im Mittelpunkt der Zeitqualität, bevor es im Herbst von einem gänzlich neuen Thema (kardinales T-Quadrat zwischen Jupiter, Uranus und Pluto) abgelöst wird. Die Themen kreisen weiterhin um sich auflösende Strukturen, begrenzte Visionen und extreme Polarisierung zwischen Weltbildern, bevor das Thema Ende Oktober langsam abklingt. Praktische Lösungen sind jetzt aber im Bereich des Möglichen.

Die Mars-Saturn-Konjunktion

Als Auftakt zu dieser Sonnenfinsternis ereignete sich am 24.8.2016 eine Mars-Saturn-Konjunktion genau auf dem Grad, auf dem eine Woche später die Sonnenfinsternis stattfinden wird. Saturn und Mars treffen einander etwa alle zwei Jahre zu einer Konjunktion. So zuletzt am 10.7.2008, am 31.7.2010, am 15.8.2012, am 25.8.2014 und am 24.8.2016. Dieses schwierige Zusammentreffen fühlt sich ein wenig so an, als ob wir Vollgas geben würden, bei gleichzeitig angezogener Handbremse. Dabei werden enorme Kräfte frei, die sich zum Beispiel – wie gerade in Italien und Myanmar geschehen – in einem Erdbeben entladen können. Anderer Deutungsvarianten wären, dass wir hier versuchen können mit harter Arbeit (Saturn) eine Menge zu erreichen (Mars) oder, anders ausgedrückt, große Ziele und verwegene Pläne (Mars) verwirklichen können, wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren (Saturn).

Antares und Aldebaran

Die Saturn-Mars-Konjunktion vom 24.8.2016 fand auf 9°53‘ Schütze statt, die spätere Sonnenfinsternis auf 9°21‘ Schütze. Auf diesem Tierkreisgrad befindet sich auch der Fixstern Antares (aktuelle Position 9°59′ Schütze). Antares ist der hellste Stern im Sternbild Skorpion und wird auch das Herz des Skorpions genannt. Dementsprechend hat er zu tun mit obsessiver Leidenschaft, Bosheit und Destruktivität. Etwas weniger negativ schreibt Bernadette Brady: „Dieser Stern ist das Herz des Skorpions und er gilt als einer der königlichen Sterne von Persien. Er ist der Wächter des Westens. Für die Perser war dieser Stern der Gott der Toten Yima. Und seine Stellung als einer ihrer königlichen Sterne verheißt eine Ahnung großen Erfolges,  weltlich oder anderweitig. Doch er zeigt auch, dass man die Ursache für sein eigenes Verhängnis sein könnte. Das natürliche Thema dieses Sterns ist, Erfolg zu erzeugen und zwar durch eine reinigende Stirb-und-werde-Erfahrung. Er kann nahelegen, dass jemand Intensität sucht, auch wenn diese nicht erforderlich ist. Mit seiner mythologischen Symbolik enthält er die Neigung zu Extremen. Die dunkle Seite des Antares ist, sich in der Besessenheit zu verlieren, ohne jede Hoffnung auf eine Lösung.“ (meine Übersetzung; Brady, 2008)

Vereinfacht ausgedrückt, haben wir es mit diesem Fixstern und damit auf dieser Tierkreisposition mit sehr großer Intensität zu tun. Die Verbindung zum Skorpionischen ist auch insofern interessant, als Saturn und Pluto fast das ganze Jahr 2016 in einer Spiegelpunkt-Konjunktion stehen (beide sind annähernd gleich weit von der Achse 0° Krebs/Steinbock entfernt). Der Zyklus von Saturn und Pluto wird häufig mit staatlichen Strukturen, neuen Machtverhältnissen und Sanierungsmaßnahmen in Verbindung gebracht. Insofern haben wir es gegenwärtig auf mehreren Ebenen mit sehr intensiven Wandlungsenergien zu tun, die gesellschaftlich und politisch zu Umbrüchen führen. Im Zusammentreffen von Saturn und Pluto sind jedoch auch die beharrenden Kräfte sehr stark, weshalb jedwede Veränderung momentan nicht leicht fällt. Gut möglich, dass sich das mit dem T-Quadrat von Jupiter, Uranus und Pluto im Zeitraum von Dezember 2016 und März 2017 vorübergehend ändern wird.

Antares gegenüberliegend ist Aldebaran, der gegenwärtig auf 10°01′ Zwillinge liegt. Er ist der hellste Stern im Sternbild Stier und wird ebenfalls von vielen Astrologen marsisch gedeutet. Brady schreibt über ihn: „Aldebaran ist einer der großen Sterne am Himmel. Er gilt als einer der königlichen Sterne von Persien und als Wächter des Ostens. Er markiert auch die Frühlingstagundnachtgleiche. In dieser Eigenschaft war Aldebaran der Gott Mithras oder Ahura Mazda, der Bezwinger des kosmischen Stiers. Mithras war ein Kriegsgott, der seinen Anhängern den Sieg gewährte, aber nur wenn sie den strengsten Regeln seiner Verehrung folgten. Aldebarans Verbindung zum Gott Mithras und dem Glauben und Bräuchen, die mit diesem Gott verbunden sind, impliziert, dass Erfolg nur dann kommt, wenn man strikten ethischen Regeln folgt. Mithras wurde auch als ‚Herr der Verträge‘ bezeichnet. Er verherrlichte alle Veränderungen als heilig und leitete die geschäftlichen Angelegenheiten seiner Anhänger, in dem er auf ihrer Reinheit und Ehrlichkeit beharrte. Gingen sie fehl, verdammte er sie zu einer Feuerprobe.“ (Brady, 2008)

An dieser Stelle ist eine wichtige Anmerkung notwendig: Die Astrologie beschäftigt sich grundsätzlich mit dem tropischen Tierkreis und hat mit den Sternbildern nichts zu tun. Im Rahmen der klassischen Astrologie werden aber bisweilen Fixsterne als zusätzliche Information in die Deutung mit einbezogen. Wichtig ist hier zu wissen, dass Sternbilder und Tierkreis zwei voneinander unabhängige Deutungsebenen sind. So finden wir etwa den Widder-Punkt (0° Widder am 20./21.3.) gegenwärtig am Übergang vom Sternbild Fische zum Sternbild Wassermann. Und so kommt es auch, dass ein Fixstern im Tierkreis auf 10° Schütze stehen kann, aber dennoch dem Sternbild Skorpion angehört. Eine schwierige Frage ist, ob Sternbilder und Tierkreiszeichen grundsätzlich gleich zu deuten sind. Aus meiner Sicht ist diese Frage offen.

Ich schreibe über diese beiden Fixsterne an dieser Stelle so ausführlich, weil die Sonnenfinsternis vom 1.9.2016 im Quadrat mit beiden stattfindet. Wir dürfen also mit einer besonders intensiven und energiegeladenen Finsternis-Qualität rechnen, nicht zuletzt auch, weil die Finsternis das Thema des Neptun-Saturn-Quadrats noch einmal voll aufnimmt. Dieses Quadrat wird am 10.9.2016 letztmalig exakt und Neptun und Saturn befinden sich am 1.9. nur noch wenige Bogenminuten vom exakten Quadrat entfernt. Die Finsternis selbst findet in genauer Opposition mit Neptun und im Quadrat mit Saturn statt.

Der Tierkreisgrad 10° Jungfrau

Das sabische Symbol für den 10-ten Grad Jungfrau lautet: „Zwei Köpfe schauen aus und hinter die Schatten.“ Dane Rudhyar (1993) beschreibt dieses Symbol als Ausdruck für die Überwindung der Dualität. Zusammen mit dem rückläufigen Merkur, als Dispositor der Finsternis und Jupiter in Jungfrau, scheint es so als ob wir jetzt Ordnung in das weltanschauliche Chaos der letzten Monate bringen könnten. Aber ich schreibe bewusst „scheint es“, denn wir dürfen nicht vergessen, dass bei Sonnenfinsternissen der Geist (Sonne) vom Gefühl (Mond) verfinstert wird und das führt häufig zu Fehleinschätzungen bezüglich Entscheidungen und Beurteilungen, die um eine Finsternis getroffen werden. Ein rückläufiger Merkur als Dispositor der Finsternis legt ohnehin nahe, etwas gründlicher und tiefer über eine Sache nachzudenken, weil im Zuge der Rückläufigkeit noch weitere, übersehene Faktoren auftauchen könnten.

Merkur wird am 30.8. rückläufig und bleibt es bis 22.9.2016. In dieser Zeit wandert er von 29°05′ Jungfrau noch einmal zurück auf 14°49′ Jungfrau, wo er dann wieder direktläufig wird. Nach dem neuerlichen Überschreiten von 29°05′ Jungfrau am 6.10.2016 verlässt er dann endgültig den Tierkreisbereich, den er insgesamt drei Mal durchmessen hatte.

Wegen der starken Aktivierung des Neptun-Saturn-Quadrats können wir sowohl saturnische als auch neptunische Überreaktionen erwarten. So hat sich der österreichische Innenminister kürzlich zu der Äußerung hinreißen lassen, alle Personen, die nicht vor Krieg oder Verfolgung fliehen, strafrechtlich verfolgen zu lassen. Offenbar möchte die ÖVP die FPÖ wieder einmal „rechts überholen“. Auch die aktuelle Diskussion über das Burka-Verbot trägt für mich die Signatur von Neptun und Saturn, denn hier wird die Verhüllung aus religiösen Gründen (Neptun) einfach verboten (Saturn). Nützlich und sinnvoll wäre es jetzt innezuhalten und gewahr zu werden, dass jeder Standpunkt auch einen Gegenstandpunkt hat und niemand die reine Wahrheit besitzt. Anders ausgedrückt, jede geschaute (Neptun) Wahrheit wird durch irdische Grenzen (Saturn) beschnitten und entstellt. Solange wir nicht erleuchtet sind, ist jede Wahrheit immer subjektiv. Aus dem Neptun-Pol heraus gesprochen, könnten wir auch sagen: „Manchmal ist es einfach gut, den Mund zu halten.“

Ich vermute, dass sich die neptunischen Nebel erst gegen Ende Oktober lichten werden, wenn das Neptun-Saturn-Quadrat aus dem Orbis läuft. Das Quadrat der beiden wird am 10.9. letztmalig exakt und am 31.10. den Orbis von 5° überschreiten. Einen Tag vor der letzten Exaktheit, am 9.9., wechselt übrigens Jupiter ins Waage-Zeichen, worüber ich in einem separaten Artikel schreiben werde. Astrologisch wird uns dann eine kurze Verschnaufpause gegönnt, ehe sich, beginnend mit Ende November, Jupiter, Uranus und Pluto zu einem T-Quadrat formieren, das diesmal ein kardinales T-Quadrat ist und uns jedenfalls bis Ende März 2017 beschäftigen wird.

Der zeitliche Ablauf dieses Quadrats:

  • Jupiter Quadrat Pluto (24.11.2016)
  • Jupiter Opposition Uranus (26.12.2016)
  • Jupiter Opposition Uranus (3.3.2017)
  • Jupiter Quadrat Pluto (30.3.2017)
  • Jupiter Quadrat Pluto (4.8.2017)
  • Jupiter Opposition Uranus (28.9.2017)

Die größte Annäherung an die Exaktheit erreichen alle drei Planeten von Dezember 2016 bis Ende März 2017, wenn auch das Uranus-Pluto-Quadrat sich noch einmal in einem Orbis von etwa 3 Grad befindet. Die diesbezüglichen Themen, die damit im Zusammenhang stehen und uns insbesondere 2012 bis 2015 beschäftigten, als das Quadrat von Uranus und Pluto sieben Mal exakt war, werden jetzt neuerlich von Jupiter angeheizt und es könnte sein, dass einige Themen von damals wieder hoch kommen und uns erneut beschäftigen werden.

Nicht nur gemäß dem sabischen Symbol für 10° Jungfrau haben wir die Gelegenheit, unsere Wahrnehmung in Frage zu stellen bzw. zu überprüfen. Die Frage: „Ist meine Sicht der Welt wirklich real“, sollten wir uns dieser Tage wieder und wieder stellen. „Kann es sein, dass ich mich irre?“, „habe ich möglicherweise nicht alle Informationen?“ oder „versucht hier jemand, mich bewusst in die Irre zu führen“, könnten weitere nützliche Fragen sein.

Es gibt ja drei Arten von Wahrnehmung. Die erste ist die objektive, die jeder überprüfen kann. Dieses Glas ist grün, es regnet, der Himmel ist blau… Jeder, dessen fünf Sinne voll funktionsfähig sind, kann überprüfen, ob das zutrifft. Schwierig ist nur, dass wir häufig nicht bei dieser Ebene der Wahrnehmung stehen bleiben, sondern sofort unsere Gedanken, bisherigen Erfahrungen und Gefühle in sie hinein mischen. Und dann geschieht es, dass wir eben nicht einen Mann mit braunen Augen, schwarzen Haaren und einem Vollbart vor einem beigen Hintergrund sehen, sondern je nach Weltanschauung und bisherigen Erfahrungen einen attraktiven, heißen Lover oder einen bösartigen Islamisten. Und das, obwohl das Foto für jeden, der es betrachtet, exakt gleich aussieht.

Diese Einschätzung hat bereits nichts mehr mit objektiver Wahrnehmung zu tun, sondern entspringt unserer Fantasie. Wir haben also drei Ebenen der Wahrnehmung: (1) die objektive, (2) jene, die sich darauf bezieht, was wir denken und (3) jene, die sich darauf bezieht, was wir fühlen. Ließen wir unsere ständigen Bewertungen weg, sähen wir einfach nur einen Menschen, der etwas Bestimmtes tut. Punkt. Aus. Legen wir jedoch den Filter unserer Voreingenommenheiten darüber, wird beim einen der Untergang des Abendlandes daraus und beim anderen eine begrüßenswerte Zuwanderung, die unsere Pensionen sichert.

Anders ausgedrückt: wenn ich eine rosarote Brille trage, sehe ich die Welt rosarot, wenn ich eine grüne trage, sehe ich sie grün und wenn ich eine braune trage, sehe ich sie braun. Das ist an sich kein Problem, solange ich weiß, dass ich eine Brille trage! Problematisch wird es erst, wenn ich darauf bestehe, keine Brille zu tragen und behaupte, meine Wahrnehmung sei die einzig richtige. Hier wird Wahrnehmung dann schrittweise pathologisch und irgendwann zur Paranoia.

Themen der Finsternis

Das Thema der Finsternis ist ein Jungfrau-Thema, es hat zu tun mit Anpassung, Vernunft, Reinigung, Heilung oder Aussteuerung, wie Döbereiner das genannt hat. Die Jungfrau ist Teil des 2. Quadranten, in dem wir uns der Gefühle und unseres inneren Wesens (Krebs) gewahr werden, diese auf lebendige und kreative sowie lautstarke Weise zum Ausdruck bringen (Löwe) und sie schließlich unserer Umgebung anpassen (Jungfrau). Die Jungfrau steht zwischen Löwe und Waage, also zwischen exzessivem Schwelgen in (egoistischem) Lebensgenuss und Bezogenheit auf das Du des Anderen. Im Zeichen Jungfrau finden wir ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Erfahrungen. Nicht völliger Egoismus und nicht völlige Selbstaufgabe, sondern ein gesundes Maß zwischen beiden Extremen. „Der mittlere Weg“, wie ihn die Buddhisten nennen. Dazu ist Vernunft notwendig, eine genaue Analyse und vor allem geduldige und kluge Beobachtung, eine der besten Eigenschaften der Jungfrau.

Die Energie der Finsternis steht nun in Spannung zu Neptun in den Fischen. Wir trinken hier aus einer transzendenten, überirdischen Quelle, sind über die Maßen inspiriert und voller Fantasie. Auf der Ebene des Alltags ist das wohl nicht alles machbar, wozu Neptun uns inspirieren möchte. Neptun ist reine, bedingungslose Liebe. Er fragt nicht nach den Notwendigkeiten und Bedingungen, er liebt einfach. Es entsteht hier also eine enorme Spannung zwischen bedingungsloser Liebe und den Notwendigkeiten des Alltags, dem sogenannten Machbaren. Saturn im Schützen soll dazu die Werte und Weltanschauungen bereitstellen, da er zur Fisternisstellung und zu Neptun in Spannung steht. Diese Werte sind vermutlich solche der Restriktion und Enge, der Verbote und Grenzen.

Die vierte Stelle dieses veränderlichen Kreuzes, die Position auf 10° Zwillinge, bleibt leer. Sie wäre vermutlich geeignet uns einer Lösung näher zu bringen. Der vierte Punkt in den Zwillingen unbesetzt könnte beispielsweise bedeuten, dass wir zu wenige Informationen haben oder für eine gute Beurteilung nicht flexibel genug sind. Der rückläufige Merkur in Konjunktion mit Jupiter gibt uns vielleicht den zusätzlichen Rat, gründlich und tief nachzudenken, bevor wir eine Entscheidung treffen. Vorschnelles und übereiltes Handeln ist ohnehin nicht Sache der Jungfrau. Im Zusammenhang mit einer Finsternis könnten wir uns aber dennoch dazu verleitet fühlen, zumal Saturn im Schützen erst vor kurzem direktläufig geworden ist und dort für rigorose Einschränkungen oder auch weltanschauliche Verengungen steht. Bleiben wir jedoch offen und flexibel, könnten sich im Laufe des Herbstes gute Lösungen quasi wie von selbst ergeben.

Finsternisse 2016

In diesem Jahr gab bzw. gibt es insgesamt fünf Finsternisse, zwei Sonnen- und drei Mondfinsternisse, die an folgenden Tagen stattfanden oder -finden:

  • eine totale Sonnenfinsternis am 9.3.2016, 1:54 Uhr UT, auf 18°56‘ Fische
  • eine Halbschatten-Mondfinsternis am 23.3.2016, 12:01 Uhr UT, auf 3°17‘ Waage
  • eine Halbschatten-Mondfinsternis am 18.8.2016, 9:27 UT, auf 25°52‘ Wassermann
  • eine ringförmige Sonnenfinsternis am 1.9.2016, 9:03 UT, auf 9°21‘ Jungfrau
  • eine Halbschatten-Mondfinsternis am 16.9.2016, 19:05 UT, auf 24°20‘ Fische

Im Allgemeinen werden Sonnenfinsternisse als wichtiger erachtet als Mondfinsternisse. Ganz generell wird Sonnenfinsternissen eine starke transformatorische Wirkung zugeschrieben, wobei im Vorhinein unklar bleibt, in welche Richtung diese gehen werden. Viele Astrologen vergleichen Sonnenfinsternisse ihrer Wirkung nach mit Pluto-Auslösungen und -Transiten. Nicht selten geschieht es, dass wir unter der Wirkung einer Sonnenfinsternis eine Sache völlig falsch einschätzen, wie sich leider oft erst hinterher herausstellt.

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 1.9.2016

Neumondeklipse 1.9.2016, Verlauf

Abb. 1. Verlauf der Sichtbarkeit der Neumondeklipse vom 1.9.2016.

Eine ringförmige Sonnenfinsternis ist eine Sonderform einer totalen Sonnenfinsternis. Astronomisch steht dabei der Mond in Erdferne, weshalb er am Himmel zu klein ist, um die Sonnenscheibe vollständig zu bedecken.

Die Sonnenfinsternis vom 1.9.2016 beginnt im mittleren Atlantik knapp südlich des Äquators. In Gabun erreicht sie den afrikanischen Kontinent, den sie in Südost-Richtung überquert. Im Süden Tanzanias wird das Maximum der Finsternis (Länge: 3m06s, Bedeckung: 95%) erreicht. Kurz danach zeigt sich der Feuerring über dem Norden von Moçambique, etwas später noch über Madagaskar und der französischen Ferieninsel La Réunion. Danach zieht sich die Zentralzone ohne weitere Landberührung noch einige tausend Kilometer über den Indischen Ozean, bevor die Finsternis bei Sonnenuntergang gut 1000 Kilometer westlich von Australien endet (Quelle: http://www.sofi2016.de).

Neumondeklipse 1..9.2016, ohne Häuser

Abb. 2. Neumondeklipse 1.9.2016, 9:03 Uhr UT (ohne Häuser).

Die Finsternis findet auf 9°21‘ Jungfrau statt und bildet zahlreiche Aspekte. Am markantesten sind die Opposition zu Neptun und das Quadrat zu Saturn, aber auch Mars steht innerhalb eines Orbis von 5 Grad im Quadrat mit der Finsternis. Darüber hinaus bildet Lilith ein Sextil mit der Finsternis und Pluto ein sehr weites (fast 6 Grad Orbis) Trigon. (Anmerkung: ich verwende die sogenannte „natürliche“ Lilith, deren Berechnung am genauesten sein soll. Sie steht bei der Finsternis auf 13°51‘ Skorpion, während die sogenannte mittlere Lilith auf 11°28‘ stehen würde). Nicht eingezeichnet sind die beiden Fixsterne Aldebaran und Antares auf annähernd 10° Zwillinge bzw. Schütze.

Meton Zyklus

Finsternisse lassen sich in größere Zyklen wie etwa den Meton-Zyklus und den Saros-Zyklus einteilen. Ein Meton-Zyklus umspannt je nach Zahl der Einzelglieder (möglich sind vier bis sechs Finsternisse) einen Zeitraum von 76 bis 95 Jahren. Exakt alle 19 Jahre oder alle 235 Mondzyklen findet eine Finsternis auf dem gleichen Tierkreisgrad statt. Die Finsternis vom 9.3.2016 ist die zweite dieses metonischen Zyklus, der bis 2054 reicht. Folgende Finsternisse fanden bzw. finden auf dem (annähernd) gleichen Tierkreisgrad statt:

  • 1.9.1997 (9°34‘ Jungfrau)
  • 1.9.2016 (9°21‘ Jungfrau)
  • 1.9.2035 (9°28‘ Jungfrau)
  • 1.9.2054 (9°49‘ Jungfrau)

Die Sonnenfinsternis vom 1997 war eine partielle Finsternis und fand in Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur statt. Sie bildete außerdem ein Sextil mit Mars, ein sehr weites Quadrat mit Pluto und ein Quinkunx mit Uranus. Nur einen Tag vor dieser Finsternis verunglückte Lady Diana, was weltweites Entsetzen auslöste. Rückblickend ging hier eine Welle von Emotionen und Trauer um den Globus, wie man sie beim Unfalltod einer einzelnen Person – auch wenn sie prominent ist – kaum für möglich gehalten hätte. Es schien fast so, als hätten die meisten der 7 Milliarden Erdbewohner höchstpersönlich einen geliebten Menschen verloren.

Möglicherweise spielt diese Parallele des rückläufigen Merkur eine Rolle bei der Deutung dieser Finsternis. Vielleicht in dem Sinne, dass Ereignisse im Zusammenhang mit Verkehr, Handel und Kommunikation zu erwarten sind?

Saros 135 (= Saros 19 Nord)

Jede Sonnenfinsternis gehört zu einer Serie, der sogenannten Saros-Serie. Diese bringen alle 18 Jahre plus 9 bis 11 Tage eine Sonnenfinsternis hervor. Saros-Zyklen beginnen und enden mit partiellen Finsternissen, in der Mitte ihres Zyklus finden totale Sonnenfinsternisse statt. Im Fall von Saros 135, zu dem die aktuelle Finsternis gehört, finden zwischen 21.10.1511 und 24.2.2305 ausschließlich ringförmige Sonnenfinsternisse statt. Nur von 2359 bis 2449 gibt es insgesamt sechs totale Finsternisse. Im 16. und 17. Jahrhundert fanden die längsten Finsternisse statt, mit jeweils fast 10 Minuten Dauer (vgl. Saros 135).

Die letzten fünf Finsternisse dieses Saros Zyklus ereigneten sich am 9.7.1926, am 20.7.1944, am 31.7.1962, am 10.8.1980 und am 22.8.1998. Zeitgleich mit der Sonnenfinsternis vom 20.7.1944 fand ein misslungenes Attentat auf Hitler statt. Das Jahr 1962 war geprägt von der Kuba-Krise, die die Welt an den Rand eines Atomkriegs brachte. Wie oft die Welt in der Zeit des Kalten Krieges tatsächlich am Rande eines Atomkrieges stand, erfahren wir aber erst nach und nach. So dürfte das beispielsweise auch im Sommer 1980 gleich mehrmals der Fall gewesen sein (vgl. Spiegel-Artikel), auch im Frühjahr 1967 gab es einen solchen Fehlalarm, der beinahe zur Atomkatastrophe geführt hätte. Und manches werden wir wohl nie erfahren. 1980 war darüber hinaus vom Beginn des 1. Golfkrieges und vom Einmarsch der UdSSR in Afghanistan geprägt. 1998 unterlag Helmut Kohl bei der Bundestagswahl Gerhard Schröder und in Amerika bahnte sich die Lewinsky-Affäre an. Selbstverständlich ist diese Auswahl höchst subjektiv. Es entsteht aber ein erster Eindruck, dass alle diese Ereignisse eine Mars-Signatur tragen.

Die Muttereklipse Saros 135

Muttereklipse Saros 135

Abb. 3. Muttereklipse Saros 135, 5.7.1331J, 22:57 Uhr UT (ohne Häuser).

Die Muttereklipse der Saros-Serie 135 fand am 5.7.1331 (julianischer Kalender) statt und ist in Abb. 3 abgebildet. Sonne und Mond stehen nahe Merkur, Neptun am absteigenden Mondknoten und Chiron in Fische.

Merkur scheint bei diesem Saros-Zyklus eine besondere Rolle zuzukommen. Vergleichen wir die aktuelle Finsternis mit der Muttereklipse, so fällt als weitere Parallele Neptun am absteigenden Mondknoten auf, weiters Chiron in den Fischen und das veränderliche Kreuz, das sich damals aus Venus, Mars, Chiron und Jupiter konstellierte, aber nicht direkt mit der Eklipse verbunden war.

Am 1.9.2016 ist das anders. Hier formieren sich Neptun, Saturn und die Finsternisstellung zu einem T-Quadrat mit einem engen Orbis, ebenfalls in den veränderlichen Zeichen. Die Finsternis nimmt auch die Energie der Saturn-Mars Konjunktion vom 24.8.2016 wieder auf.

Auch bei der Muttereklipse von Saros 135 standen Mars und Saturn noch knapp (9° Orbis) in Konjunktion.

Für das Kaiserreich China stand die Eklipse von 1331 direkt am Aszendenten. In diesem Jahr brach dort die Pest aus, die damals 65% der Bevölkerung (!) das Leben kostete. Nur 15 Jahre später brach sie erstmals auch in Europa aus und wütete dort zunächst vier Jahre lang.

Transite zum Finsternisgrad

Um festzustellen, wann die Finsternis konkrete Ereignisse auslösen könnte, ist es wichtig, die Tage zu betrachten, an denen Schnellläufer (Sonne, Merkur, Venus, Mars) den Finsternisgrad auslösen. Dies ist an folgenden Tagen der Fall:

  • 1.10.2016, Venus Sextil Finsternisgrad (FG)
  • 11.10.2016, Mars Trigon FG
  • 26.10.2016, Venus Quadrat FG
  • 30.10.2016, Merkur Sextil FG
  • 1.11.2016, Sonne Sextil FG
  • 18.11.2016, Merkur Quadrat FG
  • 20.11.2016, Venus Trigon FG
  • 1.12.2016, Sonne Quadrat FG
  • 10.12.2016, Merkur Trigon FG
  • 27.12.2016, Merkur Trigon FG
  • 30.12.2016, Sonne Trigon FG
  • 31.12.2016, Mars Opposition FG
  • 12.1.2017, Venus Opposition FG
  • 23.1.2017, Merkur Trigon FG

An all diesen Tagen können wir Ereignisse erwarten, die mit der Finsternis vom 1.9.2016 in Zusammenhang stehen. Am wahrscheinlichsten sind Ereignisse Ende Oktober und zum Jahreswechsel, da zu diesen Zeiten der Finsternisgrad von mehreren Planeten ausgelöst wird. Ende Oktober aktivieren Venus, Merkur und die Sonne den Finsternisgrad und zum Jahreswechsel dann Merkur, Sonne und Mars. Die Mars-Opposition halte ich dabei als Auslösung für besonders bedeutsam, zum einen weil es ein Spannungsaspekt ist und zum anderen, weil Mars dann auch in Opposition mit dem Konjunktionspunkt seines Zyklus mit Saturn (24.8.2016) steht.

Astrolandkarte und Mundanastrologie

Astrokartografie Neumondeklipse 1. September 2016

Abb. 4. Astrokartografie der Neumondeklipse vom 1.9.2016 (Sonne, Mond, Neptun, Saturn und Mars an Hauptachsen).

Die Astrokartografie zeigt uns, wo auf der Welt Ereignisse stattfinden könnten und zwar indem sie uns aufzeigt, wo die Finsternisstellung bzw. die relevanten Planeten, die zu ihr im Aspekt stehen auf Hauptachsen (AC/DC-, MC/IC-Achse) fallen. Wegen der größeren Übersichtlichkeit habe ich hier nur die Planeten eingeblendet, die Hauptaspekte mit der Finsternis bilden, nämlich Neptun, Saturn und Mars sowie Sonne und Mond, für die Finsternisstellung selbst.

Die gute Nachricht ist: innerhalb Europas fällt die Finsternis nirgendwo auf eine Hauptachse. Auf den Aszendenten fällt die Finsternis fast für die gesamte Ostküste Kanadas und Teile Brasiliens. Auf den MC fällt sie für Teile Russlands, Georgien, Armenien und verläuft dann fast genau an der Grenze zwischen Türkei und Iran, weiter durch den Irak, Saudi Arabien, Jemen, Somalia, Äthiopien und Madagaskar, wo die Finsternis übrigens auch sichtbar ist. Auf den Deszendenten fällt die Finsternis für Teile Australiens, Indonesiens und weite Teile Japans sowie den östlichsten Teil Russlands.

Darüber hinaus können wir jene Länder ausfindig machen, die wichtige Planeten- oder Achsenstellungen auf dem Finsternisgrad (9°21′ Jungfrau bzw. veränderlich) aufweisen. Das sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – unter anderem diese Länder:

  • China (Volksrepublik, Horoskop von 1949): Mond auf 8°53‘ Jungfrau
  • Irak (Unabhängigkeit 1932): Neptun auf 8°54‘ Jungfrau
  • Venezuela (Unabhängigkeit 1830): Mondknoten auf 9°00‘ Jungfrau
  • Tansania (Unabhängigkeit Tanganjikas 1961): AC auf 9°04‘ Jungfrau
  • Vietnam (Unabhängigkeitserklärung 1945): Sonne 9°21‘ Jungfrau
  • Türkei (1923): Mondknoten auf 9°42‘ Jungfrau
  • Südafrika (Republik 1961): AC auf 8°45‘ Fische
  • Schweiz (Verfassung 1848): Mond auf 8°52‘ Fische
  • Palästina: Mondknoten auf 10°14‘ Fische
  • OPEC, AC auf 9°09‘ Schütze
  • Dominikanische Republik: Sonne auf 9°14‘ Schütze
  • Vereinigte Arabische Emirate: Sonne auf 9°28‘ Schütze
  • USA: Uranus auf 8°55‘ Zwillinge
  • Südafrika (Republik 1961): Sonne auf 9°13‘ Zwillinge
  • Großbritannien VI (1922): AC auf 9°27‘ Zwillinge
  • Sri Lanka II (Republik 1972): MC auf 9°46‘ Zwillinge
  • Polen IV (1989): Mond auf 10°03‘ Zwillinge

Alle Angaben stammen aus dem Buch der Welthoroskope von Nicholas Campion (1991). Grundsätzlich sind alle Länder, Organisationen und Firmen betroffen, die Stellung im Bereich von 9°21‘ (+/- 1° Orbis) aufweisen. Am stärksten dürften aber sicher jene Länder und Organisationen betroffen sein, die Achsen oder Sonne und Mond in diesem Bereich aufweisen. Südafrika, wie wir in der obigen Liste sehen können, ist beispielsweise über eine Opposition der Finsternisstellung auf den AC und zusätzlich noch über ein Quadrat zur Sonne betroffen.

Drei ausgewählte Beispiele

Südafrika, Neumondeklipse 1. September 2016

Abb. 5. Republik Südafrika, 31.5.1961, 00:00 Uhr EET, Pretoria; außen: Finsterniskonstellation 1.9.2016

Wie deutlich erkennbar ist, macht die Finsternisstellung ein Quadrat auf die Sonne Südafrikas, steht in Konjunktion mit dem Deszendenten und sowohl Saturn als auch Neptun besetzen Achsen. Falls dieses Horoskop gültig ist (Nicholas Campion äußert leise Zweifel, da dem Ereignis der Republiksgründung zu diesem Zeitpunkt wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde), können wir davon ausgehen, dass Südafrika besonders stark von der Finsternis betroffen sein wird.

Türkei, Neumondeklipse 1. September 2016

Abb. 6. Türkei, 29.10.1923, 20:30 Uhr EET, Ankara; außen: Neumondeklipse vom 1.9.2016.

Für die Türkei findet die Eklipse genau auf dem aufsteigenden Mondknoten des Landes statt und dürfte damit viel mit dem Schicksal dieses Landes zu tun haben. Grundsätzlich könnte man eine Mondknotenachse die von 9 nach 3 geht (südlicher Mondknoten in 9, nördlicher in 3) so deuten, dass man sagt, hier solle jemand sich aus den großen Sinnzusammenhängen und dem Welt erklären wegbewegen und zu den Details und einer mehr wissenschaftlichen Sichtweise der Welt kommen. Nun steht aber auch Neptun auf dem absteigenden Mondknoten und damit ist die Entscheidung für einen religiösen oder einen säkularen Staat wohl noch nicht eindeutig getroffen. Wegen der unsicheren und verunsichernden Zeiten, in denen die Türkei sich aktuell befindet, ist hier auch Uranus eingezeichnet, der aktuell eine genaue Opposition auf die Merkur-Saturn-Konjunktion des Landes macht.

OPEC, Neumondeklipse 1. September 2016

Abb. 7. OPEC, 14.9.1960, 12:00 Uhr BGT, Bagdad; außen: Neumondeklipse vom 1.9.2016.

Da Saturn sich über den Aszendenten der OPEC bewegt, befindet sich diese Organisation heuer in einem wichtigen Übergangsjahr, in dem ein neuer Zyklus beginnt. Die Finsternisstellung betrifft hier über ein Quadrat ebenfalls den Aszendenten, so wie auch Neptun. Nach einem Tiefststand des Ölpreises Anfang des Jahres 2016, steigt dieser aktuell wieder. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Finsternis vom 1.9. auf den Ölpreis auswirken wird. Im November 1986, beim letzten Übergang Saturns über den Aszendenten der OPEC stagnierte der Ölpreis jahrelang, um dann erst mit dem Übergang Saturns über den IC ein wenig anzusteigen. Höchstpreise wurden mit dem Übergang Saturns über den MC und dem Durchgang durch das 10. Haus erreicht.

Persönliches Erleben

Die stärkste Wirkung dieser Finsternis dürften jene Menschen erleben, die wichtige Stellungen im Bereich 9°21‘ Jungfrau (+/- 1° Orbis) aufweisen. Wichtige Stellungen sind insbesondere Aszendent, Aszendenten-Herrscher, Sonne und MC. Bezüglich der Sonne müsste jemand also zwischen 31.8. und 2.9. Geburtstag haben, um die Sonnenfinsternis direkt in Konjunktion mit der eignen Sonne zu erleben. Etwas schwächer wirkt die Eklipse in Opposition oder im Quadrat mit wichtigen Stellungen des eigenen Horoskops. Meiner Erfahrung nach ist die stärkste Wirkung bei Konjunktionen mit der AC/DC-Achse zu verspüren. Wenn wir die Stellungen von Neptun und Saturn noch berücksichtigen, die ja bei dieser Sonnenfinsternis eine wesentliche Rolle spielen, so sind im weitesten Sinne alle Menschen von der Finsternis betroffen, die Stellungen im Bereich von 8°30‘ bis 11° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) aufweisen.

Eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen könnte hilfreich sein:

  • In welchen Lebensbereichen gilt es gründlich aufzuräumen?
  • Wovon möchte ich mich lösen?
  • Welche Werte möchte ich gerne veränderten Umständen anpassen?
  • Welche Vision lässt sich jetzt verwirklichen?
  • Was unterstützt meine Gesundheit am besten?
  • Wo gilt es eine Entscheidung zu treffen und mich energisch durchzusetzen?

Weiterhin schwanken wir zwischen Vision und Wirklichkeit, zwischen allumfassender Liebe und Grenzen der Machbarkeit. Das praktisch und konkret Machbare sollte jetzt im Vordergrund stehen. Es lohnt sich, Entscheidungen einige Tage und Wochen ruhen zu lassen und erst mit einer gewissen Verzögerung an die Umsetzung zu gehen, zum einen weil Merkur bei der Finsternis rückläufig ist und zum anderen auch, weil unser Blick unter so starken Finsterniskonstellationen manchmal getrübt sein kann.

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Bildnachweis

Das Bild stammt von Pixaby und die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Brady, Bernadette (2008). Star and Planet Combinations. Wessex Astrologer.

Campion, Nicholas (1991). Das Buch der Welthoroskope. Alle wichtigen Daten und Quellen zu Ländern, Nationen und weltpolitischen Ereignissen. Edition Astrodata.

Rudhyar, Dane (1993). Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein. Eine Interpretation der 360 Tierkreisgrade. (Kailash) Hugendubel.

von Schierstedt, Claudia ( 1999). Finsternisse astrologisch deuten. Chiron Verlag.

 

2 thoughts on “Die Sonnenfinsternis vom 1. September 2016

  1. Geehrter Stefan Hofbauer,

    der Hinweis auf den Meton Zyklus ist sehr interessant für mich, der ich mit 19er Daten bespikt bin. Nach 38 Tagen im Jahr 1957 geboren von meiner Mama, die am 19.x. 1919 geboren war. Für mich eine Erklärung, die ich bislang vermisst habe.
    Wagen Sie eine mögliche Erläuterung? Wofür steht der Meton Zyklus deutungsgemäss?

    Vielen Dank für den gelungenen Artikel.

    J. K.

    • Herzlichen Dank für Ihr Feedback!

      Ob der Metonzyklus an sich eine Bedeutung hat, weiß ich auch nicht. Entdeckt wurde er vom Griechen Meton im 5. Jahrhundert vor Christus. Der Zyklus ist sehr interessant, weil er den Sonnen- mit dem Mondkalender verbindet. Ich verwende den Meton-Zyklus deshalb sehr gern, weil ich davon ausgehe, dass Tierkreisgrade auch eine bestimmte Bedeutung haben. Und wenn dem so ist, können wir 19 oder 36 Jahre zurückgehen und erhalten sofort Anhaltspunkte, was sich damals ereignet hat oder was damals Thema war, weil im Meton-Zyklus eben genau vor 19 Jahren (oder einem Vielfachen davon) eine Finsternis auf exakt dem gleichen Tierkreisgrad stattgefunden hat.

      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

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