Jahresvorschau 2018

Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung. (Heraklit)

Jahreswechsel 2017-2018Kurz vor Ende des ausklingenden Jahres 2017 fand ein bedeutender Zeichenwechsel statt, Saturn wechselte am 20. Dezember 2017 in sein eigenes Zeichen Steinbock (vgl. Artikel Saturn in Steinbock). Diese pragmatischere, langsamere Energie wird sich Mitte Mai noch intensivieren, wenn auch Uranus in das Erdzeichen Stier wechseln wird. Alle Langsamläufer (Jupiter bis Pluto) werden sich dann in weiblichen Zeichen aufhalten, nämlich in den Zeichen Stier und Steinbock sowie Skorpion und Fische.

Für jene Menschen, denen die letzten Jahre zu hektisch waren, dürfte das eine gute Nachricht sein. Die Zeitqualität wird dann von Langsamkeit, Bedächtigkeit und Innerlichkeit geprägt sein und weniger von ungestümer Feurigkeit. Allerdings wird der Wert der (Arbeits-)Leistung mit Saturn und Pluto in Steinbock deutlich im Vordergrund stehen. Für Menschen, die zur Zeit ohne Beschäftigung sind oder die sich mehr Muße und Zeit gönnen möchten, ist das vermutlich keine gute Nachricht. Erste Vorboten zeigen sich diesbezüglich schon im Regierungsprogramm der neuen österreichischen Regierung, wo gerade bei den Ärmsten gekürzt werden soll. Der Slogan heißt jetzt: „Wir wollen die Fleißigen belohnen.“ Das ist, ohne das allzusehr bewerten zu wollen, ganz im Sinne Saturns im Steinbock.

In dieser Jahresvorschau möchte ich in Kürze einige wichtige Themen benennen, die uns 2018 beschäftigen dürften. Ausdrücklich nenne ich diese Vorschau nicht Prognose, weil ich hier keine konkreten Ereignisse prognostizieren will und kann. Auch wir Astrologen wissen nicht, was in der Zukunft passieren wird, ebensowenig wie das Wirtschaftsanalysten, Trendforscher und Meinungsforscher wissen. Wir können anhand der Konstellationen am Himmel aber Themen angeben, um die es höchstwahrscheinlich gehen wird. Exemplarisch werde ich dann aufzeigen, welche Ereignisse, Schlagzeilen und Manifestationen im Zusammenhang mit bestimmten astrologischen Konstellationen wahrscheinlich sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass dabei manchmal meine menschliche Erfahrung, meine Weltanschauung und meine eigenen Schattenanteile (blinden Flecke) einfließen werden, so sehr ich mich auch bemühe, dies zu vermeiden.

Wenn wir uns, so zwischen den Jahren, Gedanken über die Zeit machen, so stellen wir sehr rasch fest, dass sie uns entgleitet, sobald wir sie zu fassen versuchen. Das stellte schon Augustinus (354 bis 430 n.Chr.) vor mehr als 1600 Jahren fest. Wir sahen viele Schlagzeilen im Jahr 2017, manches hat medial und politisch erregt. Was davon aber bleibt und in 20, 50 oder 100 Jahren als wirklich wichtig erachtet werden wird, wissen wir nicht. Es ist sehr gut möglich, dass alles, was jetzt die Gemüter erhitzt, von der Geschichtsschreibung als bedeutungslos angesehen werden wird, während ein Ereignis, das medial überhaupt nicht vorkam als historisch und epochal beschrieben werden wird.

Vermutlich sind wir als Menschheit nicht weit genug entwickelt, um multidimensional zu denken. Wir denken nach wie vor linear, so als ob alle Entwicklungen, die wir jetzt beobachten, in der Zukunft genau so weitergehen werden. Dabei fällt uns oft noch nicht einmal auf, dass wir diese sogenannten Entwicklungen bereits vorher mit unserer Vorgeingenommenheit („die Brille, die wir gerade aufhaben“) filtern und andere Entwicklungen komplett ausblenden. Und so sieht dann der eine eine Ausländerflut, der andere einen Kryptowährungsboom und wieder ein anderer eine apokalyptische globale Klimaerwärmung. Und jeder wird seinen Standpunkt für den einzig wichtigen halten. In der Mundanastrologie versuchen wir uns in der Unmöglichkeit, alle Entwicklungen gleichzeitig im Blick zu behalten und müssen doch immer scheitern.

Jahresbeginn des Venus-Jahres 2018

Vollmond 2. Jänner 2018

Abb. 1. Vollmond, 2.1.2018, 2:24 Uhr UT, ohne Häuser.

Gemäß der chaldäischen Reihe ist 2018 ein Venus-Jahr. Zu beachten ist allerdings, dass der neue Jahresherrscher erst mit der Frühlingstagundnachtgleiche (20.3.2018) gültig wird. Venus steht auch gleich bei Jahresbeginn in Konjunktion mit der Sonne. Gleichzeitig steht die Sonne auch in der recht genauen Halbsumme von Saturn und Pluto. Möglicherweise ist das ein erster Hinweis auf das Wechselbad angenehmer und schwieriger Umstände, die uns 2018 bevorstehen.

Unmittelbar nach dem Jahreswechsel, findet am 2. Jänner ein Vollmond statt (Abb. 1). Er steht im Krebs, in Konjunktion mit Priapus und im Trigon mit Neptun, außerdem im weiten Trigon mit Mars und Jupiter. Damit sind emotional aufwühlende Ereignisse rund um den Jahreswechsel zu erwarten. Am 2. Jänner nachmittags wird auch Uranus wieder direktläufig und bewegt sich dann innerhalb von nur 4 ½ Monaten in das Tierkreiszeichen Stier, wo er 2018 zunächst sechs Monate bleiben wird.

Am 7. Jänner wird die Mars-Jupiter-Konjunktion im Skorpion exakt und am 9. Jänner die Sonne-Venus-Konjunktion, die von Pluto im Abstand von nur wenigen Bogenminuten verstärkt wird. Diese Konjunktionen weisen auf eine Zeitqualität hin, in der es um tiefgreifende Wandlungsprozesse und Reformen geht, wie das auch schon die Sonne in der Halbsumme von Saturn und Pluto zum Jahreswechsel tat.

Einerseits haben wir es hier mit stark blockierenden Energien zu tun, andererseits aber mit der Notwendigkeit für Reformen und der Bereinigung alter Hierarchien und Werte. Reformen dürften bis zum Sommer 2018 etwas leichter fallen als im Spätherbst des Jahres, weil sie von harmonischen Aspekten gestützt werden (Uranus-Saturn-Trigon, Jupiter-Neptun-Trigon, Jupiter-Pluto-Sextil). Mit dem Auslaufen dieser Aspekte gegen Ende Oktober dürften wir jedoch bemerken, dass manches nicht so gut läuft, wie wir uns das vorgestellt haben.

Gedanken zum zurückliegenden Jahr

Das Jahr 2017 war zweifellos ein turbulentes Jahr, voll von politischen Überraschungen, Terroranschlägen, wirtschaftlichen Krisen, aber auch Lichtblicken, gewaltigen Naturkatastrophen und gesellschaftlich widersprüchlichen Trends. Um nur ein Beispiel zu nennen, schien die Sehnsucht der Menschen nach Sicherheit und konservativen Werten zugenommen zu haben, gleichzeitig wurde jedoch in Deutschland und Österreich auch die Ehe für alle ermöglicht und das übergriffige Verhalten mächtiger Männer weltweit zum Thema gemacht. Während Trump weiterhin den Klimawandel leugnete, entwickelte sich China in puncto Klimaschutz zum Musterschüler.

Ich glaube hier zwei gegenläufige Trends auszumachen, deren einer von Neptun in den Fischen beeinflusst sein dürfte und eher humanistischen Idealen folgt, während der andere von Pluto und mittlerweile auch Saturn in Steinbock geprägt sein dürfte und vor allem mit Grenzziehungen, Sicherheitsbedürfnissen und konservativen Werten zu tun hat. Grob vereinfacht könnte man diese Trends auch mit Liebe (Neptun in Fische) und Angst (Pluto in Steinbock) umschreiben. Mit dem zusätzlichen Durchgang von Saturn durch den Steinbock stehen uns wahrscheinlich drei schwierige Jahre bevor, während derer sich aber langsam die neuen Schwerpunkte und Themen ab 2020 herauskristallisieren werden. Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Optimist, aber ich meine in den konservativen Bewegungen unserer Zeit eine Reaktion auf das angstmachende Neue zu erkennen, das sich über kurz oder lang nicht aufhalten lassen wird. Mit anderen Worten, es könnten letzte Abwehrkämpfe sein, bevor das Alte endgültig zusammenbricht.

Raymond Merriman spricht in einem Interview im aktuellen Meridian (Meridian 1/2018) beispielsweise davon, dass er mit dem Eintritt von Uranus in ein neues Zeichen beobachten konnte, dass die Preise in dem betreffenden Bereich durch die Decke gingen. Er sieht einen Boom für Banken voraus, der mit Uranus‘ Wechsel in die Zwillinge sieben Jahre später zu einem gewaltigen Crash führen könnte. Ich vermute sogar, dass das Ende des Neoliberalismus und des hemmungslosen Kapitalismus schon deutlich früher kommen könnte, vor allem auch, weil Saturn im Steinbock deutlich mehr Verbindlichkeit und Ethik einfordert.

Zyklische Einordnung des Jahres 2017

Wir bewegen uns jetzt in einer Zeit, in der die meisten Langsamläufer-Zyklen abnehmend sind, nämlich 7 von 10 (Abb. 2). Das wird sich erst im Jahr 2020 wieder ändern, wenn zunächst Saturn und Pluto, dann dreimalig Jupiter und Pluto und zuletzt Jupiter und Saturn eine Konjunktion bilden werden. Nach 2020 werden also wieder 6 Zyklen zunehmend und nur 4 abnehmend sein.

Zyklusphasen 2018

Abb. 2. Zyklusphasen im Jahr 2018.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der Altes losgelassen werden will und in der wir uns allmählich neu orientieren, Pläne wälzen und neue Ziele entstehen. Das Jahr 2018 ist von mehreren Trigonen und einem Sextil geprägt, außerdem wechseln drei Langsamläufer das Zeichen, nämlich Uranus, Chiron und Jupiter, Saturn tat das ja schon am 20. Dezember 2017.

Mars und Venus werden 2018 beide rückläufig, Mars am 26. Juni 2018 auf 9°13‘ Wassermann und Venus am 5. Oktober 2018 auf 10°50‘ Skorpion. Ab 9. November transitiert neben Neptun (Fische) und Saturn (Steinbock) auch Jupiter in seinem eigenen Zeichen Schütze, eine Konstellation, die ausgesprochen selten vorkommt (vgl. auch Artikel Saturn in Steinbock).

Themen des Jahres 2018

Im Folgenden will ich einen Überblick über die wichtigsten Jahresthemen 2018 geben und lediglich in kurzen Sätzen anreißen, worum es dabei gehen könnte. Ich hoffe, im Verlauf des nächsten Jahres zu vielen dieser Konstellationen ausführliche Artikel verfassen zu können und hier zu veröffentlichen.

Die Finsternisse des Jahres 2018 möchte ich hier nur erwähnen, aber thematisch in separaten Artikeln besprechen. Es gibt im kommenden Jahr drei partielle Sonnenfinsternisse uns zwei totale Mondfinsternisse und zwar am:

  • 31.1.2018 eine totale Mondfinsternis auf 11°37′ Löwe
  • 15.2.2018 eine partielle Sonnenfinsternis auf 27°07′ Wassermann
  • 13.7.2018 eine partielle Sonnenfinsternis auf 20°42′ Krebs
  • 27.7.2018 eine totale Mondfinsternis auf 4°45′ Löwe (siehe auch Abschnitt „Mars rückläufig in Wassermann und Steinbock“ weiter unten)
  • 11.8.2018 eine partielle Sonnenfinsternis auf 18°41′ Löwe

Saturn in Steinbock

Seit 20. Dezember 2017 bewegt sich Saturn im Zeichen Steinbock. Er wird dieses Zeichen erstmals von 22.3.2020 bis 1.7.2020 in Richtung Wassermann verlassen, um dann noch einmal bis 17.12.2020 in Steinbock zurückzukehren. Die kommenden drei Jahre wird das Thema Leistung und Arbeit im Vordergrund stehen. Die Quantität wird zugunsten der Qualität zurückgefahren, überall wird gekürzt, gestutzt und konzentriert werden. Es besteht die stille Hoffnung, dass auch die Plappermäuler, Scharlatane und Quotengeier in ihre Schranken gewiesen werden. Projekte dürften sich auch verlangsamen und manches wird vielleicht auf später verschoben werden. Konzentration, Fokus, harte Arbeit und eine ordentliche, solide Leistung sind jetzt angesagt. Es sind auch Jahre der Vorbereitung für die nächste Saturn-Pluto und Jupiter-Pluto-Konjunktion im Jahr 2020  (vgl. Artikel Saturn in Steinbock).

Jupiter in Skorpion und Schütze

Jupiter bewegt sich bis 8.11.2018 durch das Tierkreiszeichen Skorpion und exploriert vor allem unsere Abgründe, unsere Tabus, unsere persönlichen Verstrickungen und unsere Sexualität. Gleich am 7. Jänner findet eine Mars-Jupiter-Konjunktion im Skorpion statt. Mit weiteren Enthüllungen über sexuelle Tabubrüche und Übergriffe darf hier gerechnet werden.

Jupiter in Skorpion untersucht die Abgründe des Menschlichen, das Verborgene, die geheimen Machenschaften, alte Schulden und Verbindlichkeiten. Während seines Transits durch das Zeichen Skorpion bildet Jupiter noch zwei Trigone mit Neptun (25.5. und 19.8.2018) sowie drei Sextile mit Pluto (16.1., 14.4. und 12.9.2018). Er steht damit mit starken Kräften der Inspiration und Transformation in Verbindung. Das Sextil zu Pluto dürfte das Bedürfnis nach Veränderung und tiefgreifender Wandlung im zwischenmenschlichen Umgang, aber auch im Umgang mit alten Schulden (persönlich und finanziell) zusätzlich intensivieren. Das Trigon mit Neptun bringt möglicherweise Sucht-Themen an die Oberfläche, könnte aber auch viel kreatives Potenzial enthalten in der Weise, dass wir vielerorts anfangen langfristiger, nachhaltiger und ganzheitlicher zu denken und zu entscheiden (vgl. Artikel Jupiter in Skorpion).

Uranus in Widder und Stier

Uranus transitiert 2018 durch Widder und Stier, nämlich bis 15. Mai 2018 durch die letzten Widdergrade, danach von 15. Mai bis 6. November durch Stier und danach ein letztes Mal durch den Widder, um am 6. März 2019 endgültig in den Stier zu wechseln.

Die Energie von Uranus in Widder ist uns schon gut vertraut, bewegt er sich doch schon seit 2010 durch dieses Zeichen. Uranus in Widder fordert unseren Pioniergeist heraus und treibt uns zu einem Befreiungsschlag sowie zu Wagemut. Mundanastrologisch dürfte er einerseits für neue Antriebstechnologien wie Elektroautos stehen und andererseits für neue Methoden der Kriegsführung, Cyberwar und Drohnenkrieg. Auf der politischen Ebene dominiert mit Uranus im Widder mehr als sonst die Ungeduld und das teilweise kopflose Handeln aus dem Affekt. Auch autoritäre Macher hatten mit diesem Durchgang politischen Aufwind.

2018 wird diesbezüglich einen spürbaren Energiewechsel einleiten. Bereits mit dem Eintritt Saturns in den Steinbock (20.12.2017) wurde die Energie deutlich erdiger, was sich mit dem Eintritt des Uranus in den Stier noch weiter verstärken dürfte. Damit wechselt nicht nur die hektische Ungeduld in Richtung Gelassenheit und Langsamkeit, Entscheidungen und Entwicklungen dürften dadurch auch wesentlich realistischer und weniger idealistisch werden. Der Eintritt von Uranus in den Stier könnte größere Umbrüche in der Finanz- und Immobilienwelt bringen. Technologisch dürfte es der Durchbruch für den 3D-Druck werden, der auch wirtschaftlich und sozial ungeahnt positive Auswirkungen haben könnte. Außerdem dürften die Themen Landwirtschaft und Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Meine persönliche stille Hoffnung bleibt, dass das materialistische Weltbild in der Wissenschaft endgültig zerbricht und einem sehr viel ganzheitlicheren, offeneren und spirituelleren Denken Platz macht.

Neptun in Fische

Neptun bewegt sich fast genau 14 Jahre durch jedes Tierkreiszeichen. Sein Eintritt in das Fische-Zeichen fand im Jahr 2011 statt und er wird dieses Zeichen im Januar 2026 in Richtung Widder verlassen. Wir sind mit dieser Zeichenstellung direkt an die Quellen der Transzendenz und Spiritualität angeschlossen. Die schöpferischen Kräfte sind in Hülle und Fülle vorhanden, ebenso Mitgefühl und Sehnsüchte nach einer besseren Welt. Wichtig bei allen Transsaturniern ist allerdings ein starkes Ich, um diese transpersonalen Kräfte integrieren zu können. Ein schwaches Ich in Verbindung mit einem starken Neptun-Einfluss könnte uns leicht den Boden der Realität verlieren lassen (vgl. Artikel Neptun in Fische).

2018 gibt Neptun ein besonders deutliches Lebenszeichen von sich, zum einen weil er zwei Mal den wichtigen 15. Grad Fische überquert (Planetenthema Merkur-Neptun) und zum anderen, weil er die meiste Zeit des Jahres im Trigon mit Jupiter steht. Ganz am Ende des Jahres bildet er dann auch ein Quadrat mit Jupiter sowie ein Sextil mit Saturn. Im günstigsten Fall könnte Neptun vielen negativen Entwicklungen die Härte nehmen und uns zuletzt erleichtert seufzen lassen: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Pluto in Steinbock

Pluto bewegt sich seit 2008 durch das Zeichen Steinbock und bleibt dort bis 2023/2024. Er testet hier unsere Hierarchien, Behörden und Institutionen auf ihre zeitgemäße Form, konfrontiert uns mit Ängsten vor übermächtigen Systemen und möchte alles niederreißen, was nicht mehr tragfähig ist. Nur das, was wirklich Substanz hat, wird letztendlich bleiben. Insbesondere das Jahr 2020 dürfte auf Plutos Weg durch dieses Zeichen ein Schlüsseljahr werden, wenn sowohl Jupiter als auch Saturn mit dem Herrn der Unterwelt zusammentreffen und Konjunktionen bilden. Hier werden dann sehr feste Pflöcke eingeschlagen, die für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben werden und müssen (vgl. Artikel Gedanken zu Pluto in Steinbock).

Uranus Quadrat Pluto

Der Revolutions-Aspekt des Uranus-Pluto-Quadrats begleitet uns mittlerweile schon acht Jahre und war in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt sieben Mal exakt. Er wird im März 2018 aus dem Orbis von 5 Grad laufen und mit dem Eintritt von Uranus in Stier endgültig vorbei sein (vgl. etwa Artikel Uranus Quadrat Pluto – das Finale).

Saturn Trigon Uranus in Erdzeichen

Bei diesem Trigon geht es um die Erneuerung von Bewährtem oder um die Strukturierung außergewöhnlicher Ideen. Nur dasjenige, was sich wandelt, bleibt letzten Endes bestehen. Wir haben jetzt die Chance, unseren Pioniergeist auf realistische Ziele zu lenken und unseren Horizont durch mutige Projekte zu erweitern. Es geht auch um nachhaltigen Fortschritt anstatt schnellen Erfolges.

Der Zyklus war im Dezember 2016 sowie im Mai und November 2017 drei Mal exakt und bleibt darüber hinaus von Juni bis Oktober 2018 im Orbis von 5 Grad. Im Jahr 2018 befinden sich aber sowohl Saturn als auch Uranus bereits in den Erdzeichen Stier und Steinbock. Für die sensibleren unter uns ist das eine gute Gelegenheit, das Zusammentreffen der gleichen Archetypen einmal in Feuerzeichen und einmal in Erdzeichen, kurz hintereinander, zu erleben.

Wenn vielleicht mit Saturn und Uranus in Feuerzeichen viel von Erneuerung geredet wurde und reichlich Pläne geschmiedt wurden, so können diese jetzt konkret werden und umgesetzt werden. Das abnehmende Trigon ist ein überaus günstiger Aspekt, den man auch als Ernte-Aspekt bezeichnen könnte. Hier ernten wird die positiven Früchte dieses Zyklus, der 1988 Ende Schütze begann und bis Dezember 2032 dauern wird, wo es Ende Zwillinge zu einer neuerlichen Konjunktion kommen wird.

Jupiter Trigon Neptun

Dieser Zyklus wird vor allem das Jahr 2018 prägen, wurde jedoch am 3.12.2017 bereits erstmalig exakt. Hier geht es im Wesentlichen um Ideale und Träume. Es dürften dabei sehr dunkle Träume hochkommen, weil Jupiter seit 10.10.2017 das Zeichen Skorpion durchwandert. Vielleicht müssen wir da und dort unsere Rachegefühle und unser Mitgefühl miteinander in Einklang bringen. Und möglicherweise können wir dunkle Schatten unserer Vergangenheit, Verstrickungen und Abhängigkeiten endlich erlösen.

Im Jahr 2018 wird das Trigon am 25. Mai und 19. August 2018 exakt und läuft dann bis Ende September aus dem Orbis.

Saturn Quadrat Chiron in kardinalen Zeichen

Der Saturn-Chiron-Zyklus begann im Jahr 1966 in recht genauer Opposition mit der damaligen Uranus-Pluto-Konjunktion. Saturn und Chiron haben beide mit Außenseitertum, Ausgrenzung und Einsamkeit zu tun. Wir dürfen uns hier vom Leid berühren lassen, um Verantwortung zu übernehmen und uns von höherer Weisheit tragen zu lassen. Die Konstellation lehrt uns auch, dass Benachteiligung uns oft erst zu wahrer Größe führen kann. Tiefe Existenzkrisen können jetzt einen heilsamen Schock bewirken, ähnlich wie ein Schamane in seiner Initiationskrise beinahe stirbt und dadurch erst zu einem großartigen Heiler wird.

Der Zyklus wurde am 29.12.2016 erstmalig exakt und bildete Ende April und Anfang November 2017 neuerlich exakte Quadrate. Ähnlich wie das Uranus-Saturn-Trigon wird auch dieses Quadrat 2018 nicht mehr exakt, bleibt aber zumindest Juni bis Oktober 2018 im Orbis von 5 Grad. Handelte es sich 2017 um ein Quadrat von Saturn in Schütze zu Chiron in den Fischen, wird dieses Quadrat heuer im wesentlichen zwischen Saturn in Steinbock und Chiron im Widder stattfinden, bevor Chiron Ende September nocheinmal nach Fische wechselt.

Wo im Vorjahr veränderliche Energie war, handelt es sich jetzt um kardinale Energie. Die Prozesse und Themen, die damit einhergehen, könnten im Jahr 2018 sehr viel schmerzhafter sein. Hier geht es einerseits um Restriktionen und Einschränkungen, klar vorgeschriebene Regeln und andererseits um verzweifelte Aggression von Ausgegrenzten und Zukurzgekommenen. Sogenannte Wohlstandsverlierer, Menschen mit wenig oder gar keiner Ausbildung sowie Zuwanderer und Flüchtlinge könnten stark unter Druck geraten und vielleicht da und dort auch auf heftige und aggressive Weise protestieren, Feindbild- und Schattenprojektionen von beiden Seiten inklusive. Schon heute wird ja von konservativer Seite alles, was nicht vorbehaltlos bejubelt wird, gerne als „linkslinker Terror“ diffamiert. Derartige Entwicklungen könnten sich bis zum Sommer des Jahres zuspitzen.

Venus rückläufig in Skorpion und Waage

Venus wird etwa alle 1,5 Jahre für ca. 43 Tage rückläufig. Im Jahr 2018 ist das in der Zeit von 5. Oktober bis 16. November der Fall. Sie wandert dann von 11° Skorpion wieder auf 25° Waage zurück. Auf den gleichen Graden wurde sie bereits vor 8, 16, 24,… Jahren rückläufig. So wanderte sie etwa vom 8.10. bis 18.1.2010 von 13° Skorpion zurück auf 28° Waage. Auf diese Weise können wir leicht herausfinden, worum es diesmal gehen könnte. Ereignisse und Personen, die uns auch im Frühling 2010 oder 2002 oder 1994 beschäftigten, dürften auf die eine oder andere Art auch diesmal wieder Thema sein (vgl. Artikel Venus rückläufig).

Mars rückläufig in Wassermann und Steinbock

Mars-Rückläufigkeiten sind insofern etwas Besonderes, als sie sehr selten vorkommen. Während die Langsamläufer jedes Jahr einmal rückläufig werden und Merkur sogar alle 4 Monate, kommt das bei Mars nur alle 26 Monate vor. Die letzte Mars-Rückläufigkeit erlebten wir April bis Juni 2016 im Bereich 23° Skorpion bis 9° Schütze. Im Jahr 2018 wird Mars am 26. Juni auf 9°13′ Wassermann rückläufig und bewegt sich danach bis 27. August auf 28°37′ Steinbock zurück. Transitiert Mars üblicherweise in zwei Monaten durch ein Tierkreiszeichen, so wird er sich 2018 im Zeitraum von 12. Mai bis 9. Oktober, also sechs Monate, in den Bereichen 28° Steinbock bis 9° Wassermann aufhalten.

Auf der persönlichen Ebene ist das besonders für Menschen interessant, die Achsen in diesen Tierkreisgraden aufweisen (AC/DC oder MC/IC).

Womöglich ist die Mars-Rückläufigkeit 2018 auch deshalb besonders interessant, weil Chiron sich zwischen 17. April und 26. September im Mars-Zeichen Widder aufhält. Insofern kommt es hier zu einer „Kommunikation“ mit dem Dispositor von Chiron.

Mars-Rückläufigkeiten bringen üblicherweise lange gestaute Aggressionen an die Oberfläche, wir müssen uns Luft machen und können uns jetzt nicht mehr zurückhalten. Ärger und Wut entladen sich mit Mars in Wassermann und Steinbock vermutlich im Arbeitsbereich, aber auch im Bereich weltanschaulicher Netzwerke und Freunde. Ideologien und die einzig wahre, humanistische Herangehensweise an ein Thema könnten Streitthemen werden.

Unsere Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit wird in diesen Monaten wohl empfindlich beeinträchtigt sein. Die Wassermann-Thematik (Humanismus, Ideale, Netzwerke) wird durch eine totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 in recht genauer Konjunktion mit dem rückläufigen Mars und im Quadrat mit Uranus zusätzlich verstärkt. Um diese Zeit könnten auf der politischen Bühne einige Sicherungen durchbrennen. Da der Mond sich in dieser Zeit in Erdferne befindet, liegt es nahe anzunehmen, dass wir unseren Gefühlen und Empfindungen hier besonders entfremdet sind. Nationale Egoismen und Alleingänge sind zu befürchten.

2018 im persönlichen Erleben

Inwieweit Sie persönlich von den Konstellationen und Themen des Jahres 2018 betroffen sind, hängt davon ab, ob Sie im Bereich der angesprochenen Langsamläufer-Zyklen und -Transite persönliche Planeten oder Achsen haben.

Stellungen von AC, MC, Sonne, Mond, Merkur, Venus oder Mars werden in folgenden Bereichen von Langsamläufern transitiert:

  • 1° bis 11° kardinal von Saturn in Steinbock
  • 24° veränderlich bis 2° kardinal zusätzlich von Chiron in Fische und Widder
  • 18° bis 21° kardinal von Pluto im Steinbock
  • 24° kardinal bis 2° fix von Uranus in Widder und Stier
  • 12° bis 16° veränderlich von Neptun in Fische
  • 28° kardinal bis 9° fix vom rückläufigen Mars in Steinbock und Wassermann

Was genau die Herausforderungen und Lernaufgaben sein werden hängt jedoch auch davon ab, in welchen Häusern ihres Radix ein Transit stattfindet. So ist ein Transit von Jupiter durch das 10. Haus ganz anders zu interpretieren als ein Transit desselben Planeten durch das 3. Haus.

Welche Ihrer Anlagen und Fähigkeiten im Jahr 2018 entwickelt werden will und auf welche Ressourcen Sie dabei zurück greifen können, lässt sich am einfachsten in einer persönliche Beratung klären.

Persönliche Beratung

Astrologische Beratung Stefan HofbauerFalls auch Sie von einer persönlichen Beratung profitieren wollen, rufen Sie mich einfach an oder schicken mir ein Email, um einen Termin zu vereinbaren. Weitere Informationen zu Ablauf und Rahmenbedingungen einer astrologischen Beratung finden Sie hier .

Bildnachweis

Die Bilder stammen von Pixaby, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Baigent, Michael, Campion, Nicholas und Harvey, Charles (1989). Mundan-Astrologie. Handbuch der Astrologie des Weltgeschehens. Edition Astrodata.

Jehle, Markus (2016). Himmlische Konstellationen 2018. Leben und Handeln im Einklang mit dem Kosmos. Marius Verlag.

Rudhyar, Dane & Rael-Rudhyar, Leyla (1994). Der Sonne/Mond-Zyklus. Ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit. Edition Astrodata.

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