Ethikrichtlinien

Für das Ansehen des Berufsstandes ist die Einhaltung ethischer Grundsätze von größter Bedeutung. Für die Horoskopinterpretation gelten folgende Richtlinien*:

Die Astrologin (der Astrologe) erklärt ausdrücklich, dass sie (er) nach bestem Wissen und Gewissen

  • das Wohl der Klienten immer in das Zentrum des Interesses stellt
  • den Klienten mit Empathie und Respekt begegnet, ihre Willensfreiheit anerkennt
  • Entfaltungs- und Handlungsmöglichkeiten gemäß dem astrologischen Modell der Zeitqualität aufzeigt und sie ermutigt, ihre Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen
  • moralisch wertende Urteile ebenso selbstverständlich unterlässt wie die Behauptung, eine astrologische Konstellation sei „von Natur gut oder schlecht“
  • niemals Klienten durch Horoskop-Interpretationen unter Druck setzen oder ängstigen will und im Bewusstsein der Grenzen astrologischer Aussagen darauf hinweist, dass jede astrologische Konstellation auf vielerlei Arten und in hilfreicher Entsprechung ausgelegt werden kann
  • immer alle persönlichen Informationen über die Klienten streng vertraulich behandelt, es sei denn, sie (er) wird von ihnen davon ausdrücklich entbunden
  • sich immer angemessen und klar gegenüber den Klienten hinsichtlich der persönlichen Bedürfnisse und Ziele abgrenzt, seien sie z.B. emotionaler, finanzieller oder sexueller Art
  • das astrologische Know-how ständig überprüft und weiterentwickelt
  • es nur innerhalb der Grenzen der Fachkompetenz anwendet, und Klienten gegebenenfalls an Fachleute anderer Disziplinen weiterempfiehlt

Die Astrologin (der Astrologe) erklärt, dass sie (er) nach bestem Wissen und Gewissen dem Geist dieser ethischen Prinzipien entspricht und zustimmt, mit der Schlichtungskommission der Berufsgruppe im Falle einer Beschwerde respektvoll zusammenzuarbeiten.

* Einstimmig angenommener Entwurf der Berufsgruppe der AstrologInnen in der Allgemeinen Fachgruppe Wien des Gewerbes vom 13.11.2006.