Vordergrund und Hintergrund

Vordergrund, Hintergrund, Saturn-Pluto, Jupiter-Neptun

Vordergrund und HintergrundOft gehen Leserinnen und Leser meines Blogs davon aus, dass ich hauptberuflich als Astrologe arbeiten würde. In Wahrheit macht jedoch die Astrologie gerade mal 10% meiner beruflichen Tätigkeit aus. Mein beruflicher Hintergrund ist ein anderer. In erster Linie bin ich Psychologe und Psychotherapeut, weshalb viele meiner Artikel wohl mehr psychologischer Natur sind als astrologischer. Meine erlernte psychotherapeutische Methode ist die Integrative Gestalttherapie, die eine von 24 in Österreich zugelassenen Psychotherapie-Methoden ist.

Die Astrologie ist mir Mittel zur Selbsterforschung und stetige Quelle der Inspiration. Es macht mir Freude, sie mit der Psychologie zu verbinden und immer wieder neu herauszufinden, was beide Disziplinen voneinander lernen können. Beeindruckend finde ich beispielsweise die oft viel genauere und detailreichere Sprache der Astrologie im Vergleich mit der Psychologie (vgl. Artikel Die Sprache der Astrologie). Umgekehrt eröffnete uns im 20. Jahrhundert die psychologische Astrologie ein weites Feld von Entwicklungsmöglichkeiten und eine Befreiung aus zu engen Schwarz-Weiß-Denkschablonen.

Vordergrund und Hintergrund

Ein wichtiger Faktor in der Gestalttherapie ist die Betrachtung von Vordergründen und Hintergründen, weil wir Gestalten nur dann wahrnehmen können, wenn sich der Hintergrund davon abhebt. So wird in der Gestalttherapie auch Neurose definiert als Lösungsmuster, das vor einem geänderten Hintergrund inzwischen untauglich geworden ist.

Ein einfaches Beispiel möge das verdeutlichen. Werde ich als Teenager gemobbt, weil ich zu klein, zu dick oder zu unsportlich bin, könnte eine Lösung, mein angekratztes Selbstwertgefühl wieder herzustellen, darin bestehen, dass ich meinen Intellekt trainiere und durch exzessives Lesen allmählich klüger werde als meine Klassenkameraden. Zwar bin ich dann immer noch unsportlich, aber immerhin bin ich belesener und gescheiter als alle anderen. Das mag eine Zeitlang funktionieren und eine taugliche Lösung sein. Irgendwann bin ich dann aber vielleicht an der Universität. Hier ist jetzt gar niemand mehr, der mich ablehnt, aber ich bilde mir immer noch ein, besser zu sein als alle anderen. Der Hintergrund hat sich geändert, der Vordergrund, meine intellektuelle Überheblichkeit, ist gleich geblieben. Jetzt wird mein Verhalten zur Neurose! Und der Nachteil dieser Neurose ist, dass ich zunehmend vereinsame. Ich strahle eine derartige Arroganz und Überheblichkeit aus, dass niemand sich mit mir abgeben mag. Es ist jetzt an der Zeit, neue Lösungen zu finden und bessere.

Holger Faß hat in der letzten Ausgabe des Meridian (3/2019) darauf hingewiesen, dass wir diese Strömungen (in der obigen Gestalt-Terminologie wären das die Hintergründe) auch in der Astrologie berücksichtigen sollten. Denn egal, welches Radix ich habe, mein Erleben im Hier und Jetzt wird auch von den Zeitströmungen und astrologischen Hintergründen, also den Mundan-Konstellationen, abhängen. In einer Zeitqualität wie der unseren mit einer Saturn-Pluto-Konjunktion am Himmel, werde ich etwas anderes erleben als in einer Zeitqualität mit vielen harmonischen und zunehmenden Trigonen. Auch die Tatsache, dass die Mehrheit der mundanastrologischen Zyklen aktuell abnehmend ist, dürfte eine Rolle spielen (vgl. Artikel Zyklen und Zeitgeist).

Die 10 Langsamläufer-Zyklen 2019

Betrachten wir die 10 gegenwärtigen Langsamläufer-Zyklen so ergibt sich folgendes Bild:

  • Mundan-Konstellationen am 5. Mai 2019

    Abb. 1. Mundan-Konstellation (Langsamläufer) am 5. Mai 2019.

    Neptun-Pluto: zunehmendes Sextil

  • Uranus-Neptun: zunehmendes Halbquadrat
  • Uranus-Pluto: zunehmendes Quadrat gerade überschritten
  • Saturn-Uranus: auf abnehmendes Quadrat zugehend
  • Saturn-Neptun: abnehmendes Sextil
  • Saturn-Pluto: Konjunktion
  • Jupiter-Saturn: abnehmendes Halbsextil
  • Jupiter-Uranus: auf abnehmendes Trigon zugehend
  • Jupiter-Neptun: abnehmendes Quadrat
  • Jupiter-Pluto: abnehmendes Halbsextil

Grün habe ich hier die zunehmenden Zyklen und rot die abnehmenden Zyklen markiert, wobei insbesondere die Saturn-Pluto-Konjunktion im Steinbock und das abnehmende Jupiter-Neptun-Quadrat in Schütze und Fische die aktuelle Zeitqualität prägen.

Durch das Saturn-Neptun-Sextil werden beide Zyklen miteinander verbunden. Letzterer Zyklus hat zu tun mit den Grenzen unserer Visionen, aber auch mit der Konkretisierung von Träumen. Aktuell geht es um die Auswertung dieses Zyklus, der 1989 auf 10° Steinbock begann und 2026 eine neuerliche Konjunktion auf 0°45′ Widder bilden wird.

Die aktuelle Zeitqualität

Saturn und Pluto als Hintergrund konfrontieren uns mit einer Zeitqualität von Schwere, Angst, Lähmung und Kontrolle, aber auch von Klarheit, Konzentration auf das Wesentliche und Festlegung neuer Regeln. Für jene Menschen, die nicht besonders erdbetont sind oder keinen überbetonten Steinbock-Archetyp im Radix aufweisen, dürfte das eine schwere und recht unangenehme Zeitqualität sein. Besonders Luft- und Feuerzeichen oder luft- und feuerzeichenbetonte Menschen könnten diesen Hintergrund fast unerträglich finden.

Übrigens scheint mir jene Generation, die mit den letzten großen Langsamläufer-Konstellationen im Steinbock geboren wurde, besonders von der aktuellen Saturn-Pluto-Konjunktion betroffen zu sein. Zur Erinnerung: 1988 fand eine Uranus-Saturn-Konjunktion auf dem 28° Schütze statt, 1989 folgte eine Neptun-Saturn-Konjunktion auf 10° Steinbock und 1993 dann eine Neptun-Uranus-Konjunktion auf 19° Steinbock. Insbesondere letztere Konjunktion lag sehr nahe an der gegenwärtigen Konjunktion von Saturn und Pluto auf 23° Steinbock.

Die Themen dieses Zyklus haben mit Fantasie, Träumen, Visionen, der Loslösung von irdischen Fesseln, sozialen Reformen, spiritueller Erneuerung und neuen religiösen Bewegungen zu tun. Viele Astrologen meinen auch, dass das die Konstellation des Informationszeitalters sei, schließlich sind Information und Vernetzung zentrale Themen von Uranus und Neptun. Mundanastrologisch erleben wir die Aktivierung dieses Zyklus in der Gegenwart dadurch, dass wir uns mehr und mehr der Grenzen und Nachteile des Internets, der Vernetzung und der modernen Technik bewusst werden. Allumfassende Kontrolle ist dabei nur ein Bereich, weitere sind sich rasend schnell verbreitende Lügen, Schadsoftware, die Möglichkeit kriminelle Handlungen blitzschnell auszuführen und zu verschleiern, aber auch das Abhängigkeitspotenzial von Smartphones, Tablets und Computern sowie die Abhängigkeit von virtueller Präsenz und möglichst vielen Likes. Im Bereich der Psychologie führen die Illusionen von sogenannten Influencern dazu, dass immer mehr Menschen mit ihrem Körper unzufrieden sind, teilweise absurde und gesundheitsschädliche Diäten einhalten und meinen, auch so aufregende Leben führen zu müssen, wie ihre Idole im Internet, an denen meist so gut wie gar nichts echt ist.

Gerade diese Generation mit Uranus und Neptun im Steinbock, könnte jetzt eine recht unsanfte Landung in der Realität erleben. In der Vergangenheit ist einigen Astrologen auch schon aufgefallen, dass viele Attentäter der Terroranschläge der vergangenen Jahre diese Konstellation in ihrem Radix aufwiesen. Vermutlich deshalb, weil diese Menschen sich besonders haltlos fühlen und sehr wenig innere Stabilität aufweisen, weshalb sie sich dann autoritären und radikalen Ideologien anschließen.

Neptun und Jupiter in ihren eigenen Zeichen andererseits liefern uns eine Zeitqualität von Hoffnung, Idealismus, Überschwang und Euphorie, aber auch von unrealistischen Einschätzungen, Träumerei und Verkennung von Gefahren. Beides zugleich prägt unseren Zeitgeist und vielleicht könnten wir sagen, das Jupiter-Neptun-Quadrat liefert uns für die fast unerträgliche Schwere von Pluto-Saturn so etwas wie ein Anästhetikum, das uns hilft, manches nicht ganz so schwarz zu sehen. Da und dort könnte die Kombination dieser beiden Konstellationen aber auch zu besonders düsteren (und ebenfalls unrealistischen) Zukunftsvisionen führen.

Ein gutes Beispiel dafür dürfte die Klimawandel-Diskussion sein. Hier reicht das Spektrum von kompletten Leugnern des Klimawandels bis zu jenen, die das Ende der Menschheit unmittelbar bevorstehen sehen. Beides dürften wahrscheinlich unrealistische Extrempunkte sein. Dass es den Klimawandel gibt, ist unbestritten, auch dass der Mensch einen Anteil daran hat, dürfte klar sein. Wie groß dieser Anteil aber genau ist, darüber sind sich Wissenschaftler selbst nicht ganz einig. Die Chaostheorie berücksichtigend, könnte es außerdem sogenannte Kipppunkte geben, ab deren Erreichen die Erwärmung der Erdatmosphäre unumkehrbar wird. Ebenso wie es Kipppunkte geben könnte, die zu einer neuen Eiszeit führen könnten, wie das im Film The Day After Tomorrow, der grundsätzlich ein mögliches Szenario darstellt, gezeigt wurde.

Zeitqualität prägt Erleben

Stellen Sie sich vor, Sie waren gerade bei einem Trauergottesdienst. Dort waren zahlreiche Verwandte anwesend, die Sie jahrelang nicht mehr gesehen haben. Viele von Ihnen sind merklich gealtert und beim gemeinsamen Essen nach der Beerdigung wurde ausgiebig über Krankheiten, Gebrechlichkeit, Alter und Tod gesprochen. Vor diesem Hintergrund werden Sie auch nach dem Zurückkommen in Ihre eigene Wohnung nicht besonders viel Heiteres in der Welt finden. Vieles wird Ihnen schwer, mühselig und anstrengend vorkommen. Vielleicht blicken Sie in den Spiegel und wundern sich, wie alt Sie geworden sind und sehen mehr Falten als zuvor.

Völlig anders dagegen wäre ein Hintergrund wie eine wunderschöne Oper, eine Tanzveranstaltung oder etwa der Eurovision Song Contest, der ja bald wieder stattfindet. Nach solchen Veranstaltungen werden Sie höchstwahrscheinlich voller Heiterkeit, Ausgelassenheit und Lebensfreude sein. Sie sind in beiden Szenarien immer der gleiche Mensch, aber je nach Kontext und Hintergrund sind Sie in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen, die entscheidend mitbeeinflussen, was Sie erleben und wie Sie die Dinge erleben. Astrologisch ausgedrückt, könnte man vielleicht sagen: im Fall der Trauerfeier, werden Sie das Leben aus den Augen Ihres Saturn und Pluto betrachten, während Sie im Fall der Tanzveranstaltung Ihren Jupiter, Ihren Merkur und Ihre Venus aktivieren, um die Welt zu betrachten.

Insofern spielt astrologisch natürlich auch eine Rolle, in welches Haus Ihres Radix die aktuelle Saturn-Pluto-Konstellation fällt und auch, welche Aspekte diese mit Ihren Radixplaneten bildet. Der eine wird seine berufliche Situation zunehmend bedrückend und ernst erleben, während der andere seine Partnerschaft einengend und erstickend wahrnimmt, je nachdem wo Saturn und Pluto hinfallen.

Es ist aber auch so, dass die Zeitqualität generell auf uns wirkt, ganz unabhängig davon, welches Radix wir haben. Wenn in den Medien ununterbrochen von Gefahren, von neuen Verboten, von Einschränkungen und zu errichtenden Grenzen die Rede ist, macht das auch etwas mit uns! Dazu kommt noch, dass die meisten Langsamläufer-Zyklen jetzt abnehmend sind und sich vieles nach Abschied und Ende anfühlt. Für Heiterkeit, Humor und Zukunfts-Optimismus scheint in unserer gegenwärtigen Zeitqualität einfach kein Platz zu sein.

Die gute Nachricht ist, das wird sich relativ bald ändern! Schon nächstes Jahr bilden drei Langsamläufer-Zyklen neuerliche Konjunktionen, nämlich Saturn-Pluto, Jupiter-Pluto und Jupiter-Saturn. Daraus ergibt sich, dass bereits zur Wintersonnenwende 2020 wieder 6 Langsamläufer-Zyklen zunehmend sind und außerdem Jupiter und Saturn eine Konjunktion im Wassermann bilden, was dazu führen könnte, dass bereits um den Jahreswechsel 2020/21 die kollektive Stimmung deutlich positiver wird.

Der Jupiter-Neptun-Zyklus

Der Jupiter-Neptun-Zyklus begann mit drei Konjunktionen im Jahr 2009 und erreichte mit der Opposition im Jahr 2015 seinen Höhepunkt. 2019 bilden Neptun und Jupiter insgesamt drei abnehmende Quadrate, nämlich:

  • am 13. Jänner auf 14°23′ Schütze/Fische
  • am 16. Juni auf 18°43′ Schütze/Fische und
  • am 21. September auf 17° Schütze/Fische.

Jupiter ist der alte und Neptun der neue Herrscher der Fische. Beide Planeten haben mit den „oberen Welten“, mit den spirituellen Sphären zu tun. Es besteht die Gefahr, dass wir uns unter Beteiligung dieser beiden Planeten in Fantasien und Träumen verlieren. Die Konjunktion im Wassermann könnte ein zu starkes Schwelgen, ja bisweilen sogar „Hineinkippen“ in moderne Technik andeuten, sodass wir vor lauter tollen, beeindruckenden technischen Innovationen die realen Probleme unserer Welt zu sehr vernachlässigen. Jupiter und Neptun im Wassermann könnten jedoch auch eine neue Phase im weltweiten Zusammenrücken (Globalisierung) einleiten, zumal dann, wenn die Probleme so gewaltig werden, dass einzelne Länder sie nicht mehr allein lösen können.

Das gegenwärtige Quadrat ist inhaltlich eigentlich keines, zum einen deshalb, weil der Gegensatz zwischen Schütze und Fische nicht besonders groß ist und zum anderen auch deshalb, weil sowohl Jupiter als auch Neptun sich gegenseitig im Zeichen ihrer Herrschaft aufhalten. Bei aller Düsternis der Saturn-Pluto-Konjunktion im Steinbock, ist im Untergrund auch viel Hoffnung da, es entstehen neue Visionen und Werte. Wir sind jetzt, mit dem abnehmenden Quadrat, auch dabei den Zyklus, der 2009 begann, auszuwerten und Probleme und Schwierigkeiten zu sehen, die sich im Verlauf des Zyklus ergeben haben. Schon im April 2022 wird sich eine neuerliche Konjunktion von Jupiter und Neptun auf knapp 24° Fische bilden, die übrigens recht genau im Sextil zur Saturn-Pluto-Konjunktion von 2020 stattfinden wird. Der neue Saturn-Pluto-Zyklus wird dann den Rahmen abgeben, vor dem sich neue Visionen und Impulse entfalten können, diesmal vielleicht geerdeter und realistischer als in früheren Zyklen.

Plädoyer für multidimensionale Sichtweisen

Mir ist bewusst, dass sehr viele Pessimisten die Apostrophierung als Pessimist gerne mit den Worten zurückweisen: „Ich bin kein Pessimist, ich bin Realist“, wohingegen Optimisten von den gleichen Leuten gerne als naiv oder neuerdings auch als „links“ oder gar „linksextrem“ bezeichnet werden. Es sollte im obigen Artikel klar geworden sein, dass derartige Sichtweisen immer von den Hintergründen abhängen, vor denen wir uns bewegen und zwar sowohl von den individuellen, familiären, sozialen und finanziellen Hintergründen als auch von den Hintergründen der aktuellen Zeitqualität.

Gäbe es keine Träumer und Visionäre, lebten wir in einer überaus düsteren, hoffnungslosen Welt. Und würde es auf der anderen Seite keine Warner und Vorsichtigen geben, so würden die Träume der Visionäre in die Katastrophe führen. Als Bild dafür könnten wir Ikarus nehmen, der zu hoch hinaus wollte, der Sonne gefährlich nahe kam und schließlich abstürzte. Wir brauchen immer beides für ein zufriedenes Leben, eine feste Verankerung in der Realität UND Träume, Visionen, Hoffnung. Wir brauchen immer Saturn UND Neptun, nicht als Planeten, sondern als Kräfte in uns selbst. Ein begabter Künstler ohne Saturn wird beruflich erfolglos bleiben, er wird zu wenig Disziplin aufweisen, um seine Projekte auch umzusetzen und er wird sich unrealistische Ziele setzen. Ein Mensch dagegen, der nur seinen Saturn lebt, wird kalt, hartherzig, pessimistisch und uninspiriert sein und ein ziemlich langweiliges, ewig unzufriedenes Leben führen.

Beobachten wir diese beiden Kräfte in uns selbst! Bin ich derzeit mehr im Saturn-Pol, sehe überall nur Verbote, Grenzen, Regeln und Verknappung, oder bin ich gerade im Neptun-Pol und sehe hauptsächlich Inspiration, Liebe, neue hoffnungsvolle Entwicklungen und eine Zunahme von Spiritualität? Das verwirrende ist hier, egal wie wir die Welt sehen, wir haben in beiden Fällen recht. Es gibt all diese Entwicklungen. Wir wissen nicht, welche dieser Strömungen sich durchsetzen wird.

Aus der Astrologie wissen wir aber, dass es immer mehr als eine Strömung der Zeitqualität gibt. Und wir können uns die unterschiedlichen Hintergründe selbst erschaffen! Höre ich drei oder vier inspirierte und hoffnungsvolle Radio- oder Fernsehbeiträge, werde ich die Welt anders wahrnehmen, als wenn ich düsteren Propheten zuhöre. Das hat nichts mit Verdrängung oder Ausblenden der Realität zu tun, sondern lediglich mit einem Lenken der Aufmerksamkeit. Was will ich gerade sehen? Welche Wirklichkeit möchte ich mit erschaffen? In welche Strömung gebe ich mich hinein? Wo möchte ich persönlich gegensteuern, weil ich Entwicklungen für die falschen halte?

Keine einzige Entwicklung in dieser Welt lässt sich von nur einem Standpunkt aus betrachten, meist gibt es zahlreiche Betrachtungsweisen und jede enthält ein Körnchen Wahrheit. Gefährlich wird es nur dann, wenn wir glauben, die Wahrheit gefunden zu haben. In diesem Moment haben wir unsere eigene Weiterentwicklung gestoppt und dienen nicht mehr dem Leben, weil wir in diesem Moment anfangen müssen, alles, was anders ist oder denkt als wir selbst, zu zerstören.

Persönliche Beratung

Astrologische Beratung Stefan HofbauerFalls Sie wissen möchten, wie die aktuellen Konstellationen am Himmel Ihr Radix aktivieren und welche Entwicklungsschritte jetzt anstehen, empfiehlt sich eine persönliche Beratung. Eine astrologische Beratung ist in vielen Lebenssituationen hilfreich, insbesondere dann, wenn Sie sich in einer Phase der Neuorientierung befinden oder wenn Sie das Gefühl haben, mehr aus Ihrem Potenzial machen zu können. Für eine individuelle Beratung bereite ich mich ausgiebig vor und beantworte, so gut es mir möglich ist, alle Fragen Ihres konkreten Anliegens. Weitere Informationen zu Ablauf und Kosten einer Beratung finden Sie hier.

Bildnachweis

Die Bilder stammen von pixabay.com, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Faß, Holger (2019). Freiheit durch Prognose. Warum wir unsere Zukunft selbst machen müssen und es ein Glück ist, dass sie weder determiniert noch frei, sondern amorph ist. In Meridian 3/2019, Seite 22ff.

 

Dieser Beitrag hat 1 Kommentar.

  1. Lieber Herr Stefan Hofbauer,
    ich lese regelmäßig ihre Botschaften und finde diese immer sehr einleuchtend, oft erfreulich und ermutigend. ich habe seit längerer Zeit eine Trigeminusneuralgie, die mir immer wieder auch stimmungsabhängig erscheint.
    ich beschäftige mich auf meine Art mit Astrologie- lese oft in astro.com und habe auch Astrologieseminare besucht. Ihr Wissen finde ich großartig zumal sie es auch mit Psychotherapie verknüpfen. Auch Gestalttherapie ist mir ein Begriff. Wenn sie in nächster Zeit einmal Zeit hätten , würde ich mich gerne von Ihnen beraten lassen.
    Mit lieben Grüßen Margit Taus

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