Die Bedingungen der Freiheit

Saturn in WassermannSaturn bewegt sich in der Zeit von 2020 bis 2023 (22.3. bis 1.7.2020 und 17.12.2020 bis 7.3.2023) durch den Wassermann. Während seines Aufenthaltes im Wassermann tritt er drei Mal ins exakte Quadrat mit Uranus, nämlich am 17.2., 14.6. und 24.12.2021. Saturn im Wassermann ist unter anderem eine gute Gelegenheit etwas über die Bedingungen und Grenzen der Freiheit zu lernen. Saturn steht für das Gesetz, die Struktur, für Klarheit und Regeln. Im Wassermann geht es daher um strukturierte Veränderung, einen klaren Fokus auf Vernetzung und Zusammenarbeit, Regeln innerhalb einer Gemeinschaft und die Grenzen der Freiheit.

Einige Menschen scheinen die gesunden Grenzen der Freiheit innerhalb einer Gemeinschaft als unberechtigte Einschränkungen ihrer Freiheit zu empfinden. Das könnte daran liegen, dass sie den Freiheitsbegriff völlig falsch verstehen, nämlich als bedingungslose Freiheit. Doch die Freiheit des Einzelnen endet immer dort, wo sie einen anderen Menschen einschränkt, verletzt oder gefährdet. Aus diesem Grund gibt es Gesetze, die Regeln für ein gutes Zusammenleben festlegen und den maximalen Nutzen für eine größtmögliche Zahl von Menschen garantieren sollen.

Es leuchtet jedem ein, dass der Staat uns vorschreibt, beim Lenken eines Kraftfahrzeuges angeschnallt und nüchtern zu sein. Wenn aber vorübergehend Schutzmaßnahmen für die Eindämmung einer Pandemie erlassen werden, erachten manche das plötzlich als Einschränkung ihrer Freiheit. Wenn ich diesen Freiheitsbegriff einer bedingungslosen Freiheit jedoch konsequent weiterdenke, dann dürfte ich keinerlei Gesetze und Vorschriften mehr erlassen. Ob beispielsweise ein Arzt sich vor einer Operation die Hände waschen möchte, obläge dann ebenso seiner freien Entscheidung wie, ob ein Autofahrer bei einer roten Ampel stehen bleiben möchte oder ob ich im Supermarkt die Waren, die ich in meinen Einkaufswagen gelegt habe, bezahlen möchte oder nicht.

Wir haben, wie Richard David Precht in seinem Buch „Von der Pflicht“ schreibt, vor langer Zeit begonnen, den Staat als Dienstleister wahrzunehmen, der für uns da zu sein hat, von Pflichten wollen wir hingegen häufig nichts hören. Werte wie Solidarität, Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn sind uns vielfach abhandengekommen. „Während die meisten Einsicht in die Lage zeigen, allgemeines Verständnis für viele (wenn auch nicht notwendig für alle) Maßnahmen aufbringen und Rücksicht praktizieren, treiben Unverständnis, fehlende Empathie und mangelnde Rücksicht die völlig Trotzigen ins trübe Gewässer fundamental alternativer Deutungen.“ (Precht, 2021) Aus astrologischer Sicht wirft Saturn im Wassermann auch die Frage auf, welche Pflichten wir in einer offenen, demokratischen und solidarischen Gesellschaft haben.

Einige der sogenannten Querdenker, die mir eher wie Kleinkinder erscheinen, dürften sehr große Schwierigkeiten mit Saturn haben. Sie möchten sich nicht an Regeln halten und unterstellen gar, dass heimlich eine Diktatur vorbereitet werden soll. Entwicklungspsychologisch kennen wir dieses Verhalten üblicherweise aus der Trotzphase, die Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren durchlaufen. Psychologisch wäre interessant, wie einige dieser Menschen ihren Vater erlebt haben und ob der Protest nicht eigentlich ihm gälte und nicht dem symbolischen Vater in Form des Staates. Ganz bestimmt hat kein Staat der Welt in dieser Pandemie alles richtig gemacht und manche Maßnahmen waren ungerechtfertigt, wenig durchdacht oder erreichten das Gegenteil dessen, was geplant war. Insgesamt zeigt sich aber doch, dass jene Staaten mit rigorosen Maßnahmen und einer konsequenten, geradlinigen Haltung (Saturn!) am besten durch diese Krise kamen, insofern sich weniger Menschen ansteckten und prozentuell deutlich weniger starben.

Interessant sind hier beispielsweise Dänemark und der sogenannte AstraZeneca-Effekt. Als erste Verdachtsmomente auftauchten, der Impfstoff könnte in sehr seltenen Fällen Hirnvenenthrombosen auslösen, nahm die dänische Regierung den Impfstoff sehr rasch vom Markt. Medizinisch war das wahrscheinlich nicht gerechtfertigt und ein wenig überzogen, aber es stärkte, als psychologischer Nebeneffekt, das Vertrauen der dänischen Bevölkerung in ihre Regierung. Im Ergebnis erreichten die Dänen eine wesentlich höhere Impfquote und konnten die Pandemie mittlerweile für beendet erklären. Auf der anderen Seite erlebte ich in Österreich (und wie mir scheint auch in Deutschland) ein ständiges Zaudern der Regierung, ein Vor und Zurück, teilweise völlig unklare Regeln und oftmals widersprüchliche Aussagen einzelner Politiker, die die Menschen verunsicherten und unnötig Widerstand produzierten.

Astrologisch können wir daraus lernen, dass sich eine ganz klare und vielleicht sogar strenge Haltung bei Saturn im Wassermann bezahlt macht!

Fehlende Präzision mancher Astrologen

Ganz besonders im deutschsprachigen Raum gibt es einige Astrologen, die mit Saturn im Wassermann von einer anbrechenden Freiheit oder dem Beginn des Wassermann-Zeitalters sprechen. Entweder hatten diese Astrologen keine gute Ausbildung oder sie möchten einfach nur immer das in den Planeten-Konstellationen sehen, was ihnen gerade in den Kram passt. Überhaupt orte ich mancherorts eine Tendenz zu sehr unpräzisen astrologischen Aussagen, etwa wenn behauptet wird, Uranus-Quadrat-Venus sei irgendwie das Gleiche wie Uranus in Waage oder Venus im Wassermann. Auch bei Saturn im Wassermann scheinen manche nur die Wassermann-Zuschreibungen zu sehen, aber völlig zu vergessen, dass es Saturn ist, der im Wassermann steht.

Saturn im Wassermann hat nichts mit Befreiung, Erneuerung, Unabhängigkeit oder Emanzipation zu tun, denn das sind Uranus-Themen. Bei Saturn geht es nicht erst seit heute, sondern seit Jahrtausenden in der Astrologie um Struktur, Konzentration, Regeln, Vereinfachung, Ordnung, Bedingungen und Gesetze. Mit Saturn im Wassermann geht es jetzt also um strukturierte Veränderung, mehr Wissenschaftlichkeit, tragfähige Netzwerke, realistische Möglichkeiten und die Bedingungen der Freiheit. Ein aktuelles Beispiel wäre die sogenannte 3G-Regel, bei deren Erfüllung wir Restaurants, Fitness-Center, Kultureinrichtungen und Veranstaltungen besuchen dürfen. Mit Saturn im Wassermann eine bedingungslose, völlige Freiheit zu erwarten, widerspricht der astrologischen Symbolik!

Projizierter Saturn?

Im Sinne Hermann Meyers (2006) wird Saturn dort in der gehemmten Form gelebt, wo ich im Außen überall nur Einschränkung, Begrenzung und Maßregelung zu erkennen meine. Und aktuell widerspricht eine wahrgenommene Freiheits-Einschränkung auch den Tatsachen. Ich kann nicht erkennen, wo jemandem das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationen verwehrt würde. Widerspruch, wenn Aussagen nicht den Fakten entsprechen, ist keine Zensur! Die Löschung von Gewaltaufrufen und Morddrohungen ist ebenfalls keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern eine Notwendigkeit. Ich kann der Meinung sein, dass einige der Corona-Maßnahmen von Seiten der Regierung wenig zielführend sind und meine Meinung dazu sagen, die Androhung von Gewalt oder Mord ist aber keine Meinungsäußerung, sondern schon immer eine Straftat.

Jemandem mitzuteilen, dass er gerade Unsinn redet und seine Wortäußerung im Widerspruch zu Erkenntnissen der Wissenschaft und/oder zur Mehrheitsmeinung steht, ist ebenfalls kein Zensurversuch und keine Begrenzung der persönlichen Freiheit, sondern einfach nur ein Widerspruch. Dieser kann natürlich mehr oder weniger diplomatisch und freundlich geäußert werden. Ich räume ein, dass hier auch auf Seiten der Experten, Politiker und Wissenschaftler teilweise Kommunikationsfehler passieren und Menschen auf eine Weise diffamiert und angegriffen werden, die wenig hilfreich ist. Allerdings sind manche Menschen derzeit so tief in einer bizarren, realitätsfremden Ideologie eingegraben, dass es schwer möglich ist, sie überhaupt zu erreichen. Wie sehr sich diejenigen, die sich als Erwachte bezeichnen, von extremen Rechten und windigen Geschäftemachern instrumentalisieren lassen, erschreckt mich. Und dass dabei auch viele Astrologen mitmachen, finde ich umso schlimmer.

Themen mit Saturn in Wassermann

Saturn im Wassermann verbindet Fokus, Struktur, konstruktives, konsequentes und klares Herangehen an eine Sache mit dem Wunsch nach Neuem, Innovativem und Revolutionärem. Wir wollen die Gesellschaft verändern, konstruktiv an humanistischen Idealen mitwirken, konkret die Welt verbessern oder verantwortungsvoll Netzwerke aufbauen. Disziplin, Ausdauer, Klarheit, Objektivität, Geradlinigkeit werden jetzt eingesetzt, um Veränderungen zu bewirken, Unterschiede auszugleichen, Individualität, Nächstenliebe und Freiheit zu erfahren. Da es sich um Saturn handelt, erfahren wir jetzt auch die Grenzen der Freiheit und ihre Bedingungen. Konkrete Beispiele dafür wären anfangs der Pandemie die auferlegte Reduktion (Saturn) unserer Sozialkontakte (Wassermann) oder mittlerweile die 2G- oder 3G-Regel für den Besuch von Restaurants, Kinos, Fitness-Centern und Kulturveranstaltungen.

Lass dich impfen und du erhältst deine Freiheit zurück! Wer die Bedingungen nicht erfüllen möchte, ist im Nachteil. Aber war das nicht schon immer so? Wenn ich Dinge im Supermarkt mitgehen lassen, werde ich angezeigt und bestraft, ebenso, wenn ich alkoholisiert Auto fahre oder meinen Partner misshandle. Jetzt könnte man argumentieren, dass es bei gesundheitsrelevanten Fragen wie einer Impfung irgendwie anders wäre, doch gleichzeitig ist die Impfung das gelindeste Mittel, um die Pandemie zu bekämpfen. Wie wir aus dem Herbst und frühen Winter 2020 wissen, waren die Maßnahmen als noch keine Impfung zur Verfügung stand, weitaus drastischer und gravierender, sowohl für den Einzelnen als auch für die Wirtschaft.

Beim letzten Durchgang Saturns durch den Wassermann (6.2.1991 bis 21.5.1993 und 30.6.1993 bis 29.1.1994) hat sich beispielsweise die Sowjetunion endgültig aufgelöst und es erklärten viele ehemalige Unionsrepubliken ihre Unabhängigkeit. Auch im ehemaligen Jugoslawien entstanden zahlreiche neue Staaten. Nachfolgend begann eine Neuorientierung in Europa und den USA, wirtschaftlich eine Zeit des Neoliberalismus und – wie viele das nennen – Turbokapitalismus, eine Zeit der globalisierten Wirtschaft. Internet und Mobilfunk begannen ihren ungeheuren Aufstieg und veränderten die Welt grundlegend.

Was wir damals nicht sehen konnten oder wollten, waren die Schattenseiten der Technologie, die ebenfalls eine Deutung von Saturn in Wassermann sein können. Wir dachten an die großartigen Möglichkeiten der Kommunikation und Vernetzung und meinten, dass das Internet das Ende aller Autokratien und Diktaturen einleiten würde. Dass sich jedoch auch Fake-News, bizarre unwissenschaftliche Behauptungen und gezielt Subversives sehr rasch verbreiten ließen, sahen nur wenige. Insbesondere in der Zeit der Saturn-Pluto-Deklinationsparallele (2016 bis 2020) wurde uns das etwa am Beispiel Donald Trump überdeutlich bewusst. „Über Jahre hatte Trump seine digitale Strahlkraft genutzt, um eine fanatisierte Anhängerschaft um sich zu scharen, ihr eine verzerrte Weltsicht einzuimpfen und um zuallerletzt einen großflächigen Wahlbetrug zu erfinden, an den laut Umfragen eine Mehrheit der republikanischen Wähler glaubte.“ (Jergitsch, 2021) Erst in jüngster Zeit wird Internet-Giganten wie Google und Facebook bewusst, dass sie hier auch eine Verantwortung tragen und bewusste Falschinformationen begrenzen sollten, wenn sie nicht zur Zersetzung unserer Demokratie beitragen wollen. Die Logik, dass hoch emotionale Postings bevorzugt werden, weil damit mehr Werbeeinnahmen lukriert werden können, ist zumindest hinterfragenswert.

Die wirtschaftlichen Schwerpunkte der Welt haben sich grundlegend verändert und verändern sich gerade erneut. Bereits Mitte des 21. Jahrhunderts werden 80% der gesamten Weltbevölkerung in Afrika und Asien leben und nur noch 20% in Europa und den USA. Die Weltmärkte der Zukunft werden dann von Asien dominiert sein. Auch Afrika wird stärkere Bedeutung erlangen. Die Weltgemeinschaft wird neu geordnet und Saturn in Wassermann wird hier entscheidende Impulse bringen, zumal auch die letzte Jupiter-Saturn-Konjunktion am 21.12.2020 anfangs Wassermann stattgefunden hat. Der jüngste U-Boot-Deal zwischen USA, Australien und Großbritannien, bei dem Frankreich übergangen wurde, brüskierte nicht nur die EU, er zeigt auch eindrücklich die fundamentale Verschiebung von Machtverhältnissen.

Seit sich Saturn im Wassermann befindet, wird auch viel von neuen Regeln gesprochen und von der Notwendigkeit der Politik regelnd einzugreifen. Beispiele dafür wären die globale Mindeststeuer von 15%, weil sich herausgestellt hat, dass Steuersysteme weltweit immer ungerechter werden und gerade die reichsten und mächtigsten Konzerne durch verschiedene Tricks Steuerzahlungen weitgehend vermeiden. Ein anderes Beispiel wären die gesetzlichen Anpassungen im Zusammenhang mit der Klimakrise. Überall dort, wo Systeme ungerecht geworden sind oder den neuen Verhältnissen nicht mehr entsprechen, wird jetzt nach neuen Regeln und Gesetzen gesucht. Eine reife Form darauf zu reagieren wäre, sich selbst Gedanken zu machen, Denkanstöße zu liefern und nach Möglichkeit mit Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Eine kindische und unreife Form damit umzugehen wäre, einfach alle neuen Vorschläge in Bausch und Bogen und kategorisch abzulehnen.

Saturn Quadrat Uranus

Abb. 1. Mittleres Saturn-Uranus-Quadrat, 14.6.2021.

Der aktuelle Saturn-Uranus-Zyklus begann 1988 Ende Schütze mit drei Konjunktionen (13.2., 26.6. und 18.10.1988), 1999/2000 erreichte er das erste Quadrat, die sogenannte Durchbruchskrise. 2008 bis 2010 erreichte der gegenwärtige Zyklus mit einer fünfmaligen Opposition auf der Jungfrau-Fische-Achse seinen Höhepunkt. Aktuell befindet sich der Zyklus im abnehmenden Quadrat, das am 17. Februar, 14. Juni und 24. Dezember 2021 genau ist. Da das Quadrat im September und Oktober 2022 noch einmal fast genau wird, bleibt das Quadrat bis Ende 2022 wirksam. Alle Angaben zum vollständigen Saturn-Uranus-Zyklus finden Sie auch im Artikel „Das Saturn-Uranus-Quadrat„. Hier möchte ich nur eine interessante Parallele der Zeit von 1999/2000 zu unserer Gegenwart beleuchten.

Abb. 2. Mittleres Saturn-Uranus-Quadrat, 14.11.1999.

2021 fand das mittlere von drei abnehmenden Saturn-Uranus-Quadraten am 14. Juni auf 13°07′ Wassermann/Stier statt, während das mittlere von drei zunehmenden Saturn-Uranus-Quadraten am 14. November 1999 auf 13°04′ Stier/Wassermann stattfand. Damit haben wir hier eine exakte Umkehr der Konstellation von damals.

Uranus stand 1999 sehr stark in seinem eigenen Zeichen Wassermann. Wir erlebten eine große Aufbruchstimmung und verknüpften viele Hoffnungen mit unserer unmittelbaren Zukunft, Startups schossen aus dem Boden und einige Gründer wurden binnen weniger Monate sehr reich. Doch im Mai 2000 fand nicht nur das letzte Saturn-Uranus-Quadrat, sondern auch eine Jupiter-Saturn-Konjunktion im Stier statt. Zeitweise waren im Mai sechs Planeten gleichzeitig im Stier (Merkur, Venus, Mars, Sonne, Jupiter und Saturn). Die Dotcom-Blase platzte und viele setzten wieder auf alte analoge Technologien, solides Handwerk, Immobilien und Rohstoffe, die sogenannte Old-Economy.

2021 hat sich der Hintergrund grundlegend verändert. Am 21. Dezember 2020 fand eine Jupiter-Saturn-Konjunktion anfangs Wassermann statt und läutete eine 200-jährige Luftepoche ein. Mit der Corona-Krise als Katalysator, dürfen wir heute eher das Zerbrechen der Old-Economy erwarten, während alle Firmen und Technologien, die mit Information, Daten und schnellem Austausch zu tun haben, Aufwind erhalten. Beispiele wären hier nicht nur Tech-Riesen, sondern auch Biotechnologie-Unternehmen, die gesamte Gen-Forschung, aber auch innovative Lernformen. So hat etwa das österreichische Unternehmen GoStudent, das Nachhilfe vermittelt, innerhalb kürzester Zeit einen Firmenwert von 1,4 Milliarden Euro und strebt an, die weltgrößte Bildungsplattform zu werden. Ein anderes Beispiel wäre die Investment-Plattform Bitpanda, ebenfalls aus Wien, die es ermöglicht in Kryptowährungen, Aktien und Edelmetalle zu investieren. Auch dieses Unternehmen ist binnen kürzester Zeit milliardenschwer. Auf der anderen Seite erleben wir eine Rohstoffkrise mit teilweise massiv steigenden Preisen, die zu Produktionsengpässen etwa in der Auto- und Flugzeugindustrie führen.

Auch der Umbau unserer Energieversorgung von fossilen hin zu erneuerbaren Energien, dürfte kurzfristig zu massiven Verwerfungen und Preissteigerungen führen, die wiederum zu sozialen Problemen werden können, etwa dann, wenn Mindestrentner den stark steigenden Preis für Strom und Gas nicht mehr zahlen können. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Stier und Wassermann DIE sozialen Zeichen des Tierkreises sind und daher soziale Themen ganz besonders im Fokus stehen, wenn Saturn und Uranus in diesen beiden Zeichen ein Quadrat bilden. Stier steht für die Sippe, die soziale Gruppe, aber auch für Lebensgenuss, während Wassermann für humanistische Ziele, das Wohl der Menschheit und ein größtmögliches Maß an Freiheit, Gleichheit und Solidarität für alle Menschen steht. Uranus dürfte jetzt besonders viel Unruhe in soziale Gruppen bringen und Gefühle von Isolation verstärken, dies könnte umgekehrt vielleicht auch dazu führen, dass Menschen sich sehr schnell Gruppen anschließen, ohne diese kritisch zu prüfen, einfach nur, um irgendwo dazu zu gehören.

Das Thema dieses abnehmenden Quadrats von Saturn und Uranus ist die Erneuerung und das Loslassen des Alten, um Platz zu machen für Neues. Dabei sollten wir mit kritischem Geist vorgehen, ohne zu radikal zu werden. Nicht alles Alte ist schlecht und nicht alles Neue ist gut. Wir sollten jetzt genau unterscheiden, wo Veränderung notwendig ist, wo sanfte Anpassungen zielführend sind und wo ein grundlegendes Neudenken von Strukturen angebracht wäre. Der Zyklus bildet heuer und bis Ende 2022 seinen letzten Hauptaspekt, aber er ist noch sehr lange nicht zu Ende. Erst im Juni 2032 beginnt mit einer Konjunktion Ende Zwillinge der neue Saturn-Uranus-Zyklus. Diese Konjunktion von 2032 ist meines Erachtens auch der Endpunkt einer langen Übergangsphase vom Erd- in das Luftzeitalter, wie ich im Artikel „Der Beginn einer neuen Ära“ dargelegt habe. Zum Thema Luftzeitalter empfehle ich ganz besonders die Beiträge meines Kollegen Dr. Christof Niederwieser (1 Jahr Luftepoche: das Update – Talk mit Dr. Christof Niederwieser).

Persönliche Beratung

Astrologische Beratung Stefan HofbauerWenn Sie wissen möchten, wie das aktuelle Saturn-Uranus-Quadrat Ihre Radix-Konstellationen beeinflusst, empfiehlt sich eine persönliche Beratung. Eine astrologische Beratung ist in vielen Lebenssituationen hilfreich, insbesondere dann, wenn Sie sich in einer Phase der Neuorientierung befinden oder wenn Sie das Gefühl haben, mehr aus Ihrem Potenzial machen zu können. Für eine individuelle Beratung bereite ich mich ausgiebig vor und beantworte, so gut es mir möglich ist, alle Fragen Ihres konkreten Anliegens. Weitere Informationen zu Ablauf und Kosten einer Beratung finden Sie hier.

Bildnachweis

Die Bilder stammen von pixabay.com, die Astro-Grafiken wurden mit der Software Sarastro erstellt.

Literatur

Jergitsch, Fritz (2021). Die Geister, die ich teilte. Wie soziale Medien unsere Freiheit bedrohen. Residenz Verlag.

Precht, Richard David (2021). Von der Pflicht. Eine Betrachtung. Goldmann Verlag

Meyer, Hermann (2006). Das Grundlagenwerk der psychologischen Astrologie. Erkenne deine Licht- und Schattenseiten und die deiner Mitmenschen. Trigon Verlag.

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare.

  1. Guten Tag Herr Hofbauer
    Ich teile Ihre Meinung, dass mancherorts in der Astrologie Dinge ausgetauscht werden, die nicht ausgetauscht werden können, andererseits auch Dinge vermischt, die nichts miteinander zu tun haben.
    Ihr Artikel sagt auch viel über Ihre Weltsicht aus. Das, was ich in diesem Artikel davon wahrzunehmen glaube, teile ich.
    Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass Saturn in Wassermann zwar strukturieren und Gesetze durchsetzen will, andererseits muss er das in einer Umgebung tun, welche Widerspruch als Mentalitäts-Faktor in sich trägt.
    Das heisst, dass mit Saturn in Wassermann alte Strukturen, Gesetze und Verantwortlichkeiten neu geregelt werden. Wenn den Vertretern des «Bisherigen» die Saturn-Konsequenz fehlt, dann setzen sich halt die konsequenten Erneuerer durch. Ganz so, wie sie es in diesem Abschnitt Ihres Artikels beschrieben haben: «Beim letzten Durchgang Saturns durch den Wassermann (6.2.1991 bis 21.5.1993 und 30.6.1993 bis 29.1.1994) hat sich beispielsweise die Sowjetunion endgültig aufgelöst und es erklärten viele ehemalige Unionsrepubliken ihre Unabhängigkeit. Auch im ehemaligen Jugoslawien entstanden zahlreiche neue Staaten. Nachfolgend begann eine Neuorientierung in Europa und den USA, wirtschaftlich eine Zeit des Neoliberalismus und – wie viele das nennen – Turbokapitalismus, eine Zeit der globalisierten Wirtschaft. Internet und Mobilfunk begannen ihren ungeheuren Aufstieg und veränderten die Welt grundlegend.»
    Saturn konnte die alten Strukturen nicht aufrechterhalten. Trotz Saturn in Wassermann wurden sie durch neue ersetzt. Genau das erleben wir jetzt auch. Mir gefällt auch nicht alles, aber ich orte das Problem nicht primär bei den Ungeimpften. Wenn es unter den Ungeimpften auch viele Irre geben mag, so gibt es sie unter den Geimpften ebenso. Wenn der Staat monetäre Belohnungen ausrichtet, statt konsequent durchzusetzen, dass die ungeimpfte Minderheit Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben hinnehmen muss und nicht die geimpfte Mehrheit, wenn der Staat nicht mehr die Kraft hat, sich durchzusetzen, dann entsteht ein neues Gleichgewicht der Kräfte. Eine kraftvolle Minderheit entwickelt dann eine grössere Wirkung als die schlappe Mehrheit und verändert die Regeln. Alles, was sich bewegt, bewegt sich nur, um ein neues Gleichgewicht der Kräfte zu finden, ob das nun mechanische oder gesellschaftliche Kräfte sind. Saturn stemmt sich dagegen. Wenn Saturn Wassermann durchläuft, dann hat er es schwer. Er ist der Bewahrer und muss durch das Land der Erneuerer ziehen. Der Spiessrutenläufer. Das ist die momentane Rolle des Staates. So wie ich das sehe, möchten Sie die beschriebenen Saturn-Werte in der bisherigen Form erhalten. Zumindest gefallen Ihnen die beschriebenen Veränderungen nicht. Aber mit Saturn in Wassermann sind Veränderungen angesagt, auch solche die uns nicht gefallen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Paul Rentsch

    • Hallo Herr Rentsch,
      vielen Dank für Ihren wertvollen Beitrag! Ich möchte nur an einer Stelle widersprechen, wenn Sie unterstellen, dass ich die beschriebenen Saturn-Werte in der bestehenden Form erhalten wollte. Meine Haltung beschreibe ich im letzten Absatz mit den Worten: „Wir sollten jetzt genau unterscheiden, wo Veränderung notwendig ist, wo sanfte Anpassungen zielführend sind und wo ein grundlegendes Neudenken von Strukturen angebracht wäre.“
      Wie Sie sehe ich den Staat in einer Krise und wie Sie sehe ich die Gefahr, dass eine kleine, irrationale Minderheit errungene Werte der Demokratie, des sozialen Ausgleichs und der Solidarität unterhöhlt, wie das ab den 1920-er Jahren passiert ist. Es braucht dringend Erneuerung, aber keine Zerstörung!
      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

  2. Guten Tag Herr Hofbauer

    Mag sein, dass es beim Saturn/Uranus Quadrat im Moment vor allem um die Technik der Impfung und die Durchsetzung von staatlichen Massnehmen geht. Ich persönlich denke, dass diese Themen nicht so zentral sind und lediglich die weltlich und wirtschaftlich denkenden Menschen beruhigt, die oft sehr grosse Angst vor den Folgen des Virus haben (Krankheit, überfüllte Spitäler, Einschränkung des Konsums und Rückgang des Wohlstandes, etc). Das Gefährliche an dieser „Beruhigung“ ist aber meiner Meinung nach, dass diese Menschen mit diesen Ängsten unbedingt wieder starr in die Vorcoronazeit zurückwollen. Zurück in die globalisierte Welt mit hohem Konsum und Wohlstand, hohem CO2 Ausstoss und ein Dasein im Aussen…

    Dabei stehen doch die neu begonnenen Zyklen insbes. seit Januar 21 für eine neue Epoche mit Wandel. Ich denke Saturn im Wassermann steht deshalb eher für Zurückhaltung und Utopien und kreative neue Ideen die wirklich brauchbar sind für die neue Epoche. In dieser geht es um Kriterien wie wir sie u.a. im Lockdown erfahren durften: Zurückfahren der Globalisierung (Reisen, Handel etc), innere Reisen und Abkehr vom Konsumwahn, u.s.w.

    So betrachtet würde Saturn im Wassermann für kreative Ideen stehen die sich im Einklang mit der Pandemie bewegen mit den entspr. Grenzen und Zurückhaltung:

    – Kreative nachhaltige Lebensmittelproduktion ohne Tierleid etc.
    – Kreative Milderung der negativen Folgen der Globalisierung, z.B. „business is local“
    – Anstelle Konsumwahn und Flugreisen mehr innere Reisen mit Achtsamkeit….
    – Kreative Milderung der Folgen des damit verbundenen Wirtschaftsrückganges (z.B. bedingungsloses Grundeinkommen)
    – …

    Das sich im Dez. zum letzten Mal wiederholende Quadrat Saturn/Uranus mahnt uns mE. nochmals diesen nachhaltigen bescheidenen Weg kreativ und diszipliniert einzuschlagen.

    Herzlichst

    H. Wirz

    • Hallo Herr Wirz,
      ich stimme inhaltlich voll mit Ihnen überein. Auch ich meine, dass wir die Gelegenheit nutzen sollten, unser gesamtes Wirtschaftssystem umzubauen, unnötigen Konsum zu überdenken und Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Natur in den Vordergrund zu stellen.
      Astrologisch habe ich nur ein Problem damit, wenn Sie Saturn mit Kreativität in Verbindung bringen. Die ist meines Erachtens doch eher eine Domäne der Venus und Jupiters. Auch dürfen wir nicht vergessen, dass Saturn und Uranus ein abnehmendes Quadrat bilden. Es geht also jetzt darum, die Lehren aus einem bereits 33 Jahre währenden Zyklus zu ziehen. Was den Saturn-Uranus-Zyklus angeht, sollten wir alte Gepflogenheiten loslassen und klar erkennen, was nicht funktioniert. Die neuen Lösungen, die Kreativität und die Innovationen dürften eher aus dem neu begonnenen Jupiter-Saturn-Zyklus kommen.
      Mit besten Grüßen,
      Stefan Hofbauer

      • Hallo,
        wenn man hier von „tatsächlich alltagstauglichen kreativen Ideen“ spricht,dann wäre doch sowohl die astrologische Bedeutung von Saturn-Uranus erfüllt,als auch das erfasst,was dringend ansteht,oder?

        • Ja, das kann man so sehen. Denn Saturn prüft die kreativen Ideen auf Alltagstauglichkeit und konkrete Umsetzbarkeit, wohingegen Uranus verkrustete alte Strukturen aufbrechen und überwinden will.
          LG
          Stefan Hofbauer

  3. Hallo Herr Hofbauer

    ,
    ein interessanter Artikel zum abnehmenden Quadrat,hier Saturn-Uranus,

    das von Dane Rudhyar als „Krise des Bewusstseins “ beschrieben wird.Anzunehmender Weise auf den Menschen gemünzt,zumindest betrifft es uns in der Hauptsache.
    Auch sehr interessant ist für diesen Zusammenhang die Tatsache,dass in einem sehr viel grösseren Zyklus schon seit Jahrhunderten auch ein abnehmendes Quadrat, noch in seiner applikativen Phase, vor sich geht,
    nämlich das zwischen dem Frühlingspunkt FP der Nordhalbkugel der Erde und dem Zentrum der Milchstrassen-Galaxie,kurz GZ. Dieses Quadrat wird um 2225 n. Chr. exakt,wenn die Verschiebung des tropischen TK beginnt dem GZ nicht mehr den abschnitt 9 vorzuschieben sondern den 10.
    Abscnitt,also der Wechsel vom Zeichen Schütze zum Zeichen Steinbock des trop.TK.
    Nach meiner, in vielen Jahren gewachsenen, Auffassung, sollten wir diesem längsten der Erdzyklen,also dem Präzessionszyklus der Erdachse, sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenken,als dies bisher auch in der Astrologie der Fall ist.Bindet er doch die Menschheitsentwicklung,aber auch Klimaentwicklungen, in einem übergeordneten und umfassenderen Rahmen zusammen. Und ich glaube,dass die Menschheit und die Astrologie dieser umfassenderen Perspektiven auf die eigene Existenz dringend bedürfen.
    Um es für jetzt nicht ausufern zu lassen,bin ich zu der Überzeugung gelangt,dass alle abnehmenden Quadrate,
    die im Orbis von mindestens 5-6 Grad des langandauernen Quadrates von FP zum GZ geschehen,dessen Bedeutung und Thema aufnehmen und befördern oder verschärfen,durch die Themen und die Energien der beteiligten Planeten und Zeichen und Häuser,um die beiden anderen Erdzyklen noch zu nennen,den Tag und das Jahr.Ich ordne diesen drei Erdzyklen also den Häuserkreis, den tropischen TK und den faktischen siderischen TK zu.Es kann also nicht um entweder trop.
    oder sid.TK gehen,sondern auch hier um ein SowohlalsAuch und die Erkenntnis was wohin gehört. Zum Abschluss möchte ich noch kurz erwähnen,was ich für die Lernaufgabe der Menschheit erachte,in dem Jahrtausend um das exakte Quadrat.Kurz(also nicht euer ex,was aber dennoch ins Thema passte) gesagt scheint es in dieser Krise des menschlichen Bewusstseins darum zu gehen,zu lernen Alles, was man tut und in diese Welt setzt, vollständig verantworten zu können.Das heisst aber ganzheitlich-fühlend mit der Welt verbunden zu sein und sich eben nicht nur mit dem fühllosen mentalen Verstand zu identifizieren.Das zeigt den mentalen Verstand nicht als den grossen Problemlöser,sondern selbst als Problem dieser Bewusstseinskrise auf!Verantwortungsfähigkeit entstammt also der gelebten und gefühlten Gemeinschaftlichkeit.Könnten wir das schon,dann gäbe es keine Bewusstseinskrise dieser Art und nicht, als nur eine der vielen Folgeerscheinungen, die Klimakrise,die wir endlich als hausgemachte Klimakatastrophe anerkennen müssen und unser Verhalten auf vollständige Verantwortungsfähigkeit ausrichten müssen! Das beschreibt die Herausforderung,in der die Menschheit sich befindet.

    Mit herzlichen Grüssen.Emile Schneider

    • Grundsätzlich haben Sie schon recht, dass man auch so große Zyklen betrachten könnte. Ich vermeide das allerdings, weil wir da mit unserem menschlichen Verstand schnell an Grenzen stoßen. Wer kann denn schon genau sagen, was die Quintessenz der menschlichen, globalen Entwicklung der – sagen wir mal – letzten 500 Jahre war? Darüber kann man eigentlich nur stammeln und tausende von verschiedenen Möglichkeiten finden, die alle in sich stimmig sein mögen, aber uns dennoch nicht weiterbringen.
      Ich bin schon froh, wenn ich halbwegs eine Erklärung für Entwicklungen finde, die einige Jahrzehnte andauern.
      Beste Grüße,
      Stefan Hofbauer

      • Grundsätzlich haben Sie damit schon recht,dass der 1D mentale Verstand mit der 5D und endlos-komplexen Wirklichkeit letztlich hilflos überfordert ist.Das ist auch kein Wunder,kann man doch unendlich viele falsche 1D Perspektiven errichten in einer unendlich komplexen Wirklichkeit.Natürlich kann man auch zutreffende Perspektiven errichten,nur kann sich der 1D Verstand meisst nicht sicher sein,was nun das Richtige ist.Ich vergleiche ihn,den Verstand, ganz gerne mit einem Kleinkind,das alle seine Spielzeuge in Einzelteile zerlegen muss,um etwas zu begreifen.Der lineare Verstand kann nur mit den einfachsten Zusammenhängen klar kommen und muss daher notwendig alles auf 1D herunterbrechen,analysieren also auseinandernehmen,in Teile zerlegen und dies dann am besten auch in 1D-Werten noch ausdrücken – in Zahlen.Wenn man nur noch mechanische Denkprozesse betreibt,also Mathematik,Logik,also mentales Denken,was kann daraus an Ergebnissen heraus kommen?Nichts anderes als mechanische Ergebnisse und Überzeugungen können sich daraus ergeben!So wird ein materialistisches und mechanistisches Weltbild im Verlaufe von Jhdten errichtet.Und genau diese Einseitigkeit rächt sich fürchterlich und wir sind Zeugen dieses Geschehens.
        Genau diese einseitige Fixierung auf den mentalen Verstand,ja die Identifizierung des Menschlichen,was uns von den Tieren unterscheidet,mit genau diesem 1D Verstand, hat aber im Verlaufe der letzten
        600 Jahre in diese Krise des Bewusstseins geführt. Ich will es nicht als die Quintessenz der letzten 600 jahre bezeichnen,beginnend mit der ersten Konj.von Neptun-Pluto 1398 im Merkurzeichen Zwillinge,dem Zeichen des mentalen Verstandes und seinem Herrscher,aber als den entscheidenden Faktor der Menschheitsentwicklung seither,dass der Mensch in dieser Zeit zum Augenmensch wurde durch die Tatsache,dass die Menschheit en Gros ,im Ganzen beginnend mit dem 15.Jhdt zu Verstandesmenschen wurde,im Verlauf der nächsten drei Jhdte,die der schweizer Kulturphilosoph Jean Gebser noch als die effiziente Phase des mentalen Bewusstseins ansieht.Dieses sieht er ab Beginn der industriellen Revolution,mit der Dampfmaschine im 18.Jhdt.schon in seine deffiziente Phase abrutschen,dafür gibt es natürlich mehrere Gründe und ab dieser Zeit kann man vom Beginn der Bewusstseinskrise des abnehmenden Quadrates zwischen FP und GZ sprechen.
        Die Lösung liegt also nicht darin den Beschränkungen des mentalen Verstandes folgend ,es bei möglichst übersichtlichem Komplexitätsgrad zu belassen,anderes auszuschliessen,sondern die anderen Bewusstseinsmodi,die seither mehr und mehr vernachlässigt wurden, wieder zu beleben,das ganzheitlich-fühlende Bewusstsein bzw. heute Unterbewusstsein,mit den Kapazitäten der Intuition,der Vision,der Verschränktheit,der Telepathie,der Voraussicht oder Hellsicht,die in der heutigen Menschheit fast abgestorben sind,aber vor 600 Jahren noch vital waren.

        Was heute nur abwertend als Abwesenheit von Rationalität bezeichnet wird – nämlich als Irrationalität – ist tatsächlich ein grosser Bewusstseinsschatz.Aber natürlich muss man auf diesem Gebiet kompetent sein,will man ihn heben.Natürlich gibt es Irrationalität,als blosse Abwesenheit von Rationalität.Aber es nur so einseitig zu betrachten,führt nur immer tiefer in diese Krise hinein.
        Zu den grossen astrologischen Zyklen ist zu sagen,dass sie nicht nur mehr fordern und dadurch natürlicherweise auch fördern,sondern auch immer sehr viel Hintergrundwissen offenbaren.Jeder grössere Zyklus bietet einen Rahmen und damit wichtige Orientierungsmöglichkeiten für die kürzeren Zyklen.Ohne diese Möglichkeiten bleibt unser Wissen und unsere Astrologie eine kleine Echoblase und die Herausforderung unserer Zeit ist darüber hinauszuwachsen,dem sollten wir nicht aus dem Wege gehen.Anstatt ihr aus dem Wege zu gehen,sollten wir sie annehmen und daran wachsen.Wenn wir die Notwendigkeiten weiter ignorieren,werden wir untergehen,nehmen wir sie an,wandelt sich jede angenommene Notwendigkeit in einen Freiheitsgrad,der uns zur Verfügung steht.Und ein jeder entscheidet für sich selbst und natürlich auch für die Menschheit,so ist das bei Wahlen.
        Ich danke für die Gelegenheit dieses hier auszudrücken.
        Herzliche Grüsse Emile Schneider

  4. Guten Tag Herr Hofbauer
    Ich verfolge seit etwa 3 Jahren alle Ihre m.E. sehr fundierten Beiträge zur astrologischen Zeitqualität. Soweit ich das überhaupt beurteilen kann als lediglich interessierter Laie.
    Ich stelle mir gerade die Frage, ob man das Ignorieren von psychoneuroimmunologischen Zusammenhängen seitens der Schulmedizin und der älteren Medien astrologisch formulieren könnte??
    Ist eine solche Thematik am Sternenhimmel evtl.sichtbar? Da im Bereich der Psychoneuroimmunologie bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen wurden (ganz vereinfacht gesagt, dass unser Immunsystem beinahe unmittelbar auf Emotionen wie Angst, Trauer oder auch Freude reagiert, also selbst fast so schnell wie ein Sinnesorgan auf unsere Umwelt reagiert). Diese finde ich jedoch höchstens minimal wieder in der Berichterstattung zur Pandemielage und ebenfalls auch in der Bewältigung dieser Notsituation. Da es sich bei diesen Zusammenhängen ja auch nicht um eine neue Technologie handelt, sondern eher um ein vertieftes Verständnis von psychologischen und biologischen Zusammenhängen.
    Vielen lieben Dank im Voraus für Ihre Antwort, falls Sie Zeit finden dafür. Das wäre sehr nett, ansonsten verstehe ich das.
    Und Dankeschön auch für Ihre super Beiträge und Informationen hier.
    Freundliche Grüße, C. Köhler

  5. Christina Dietscher
    Sonntag 28 November 2021, 9:00 pm

    Hallo Herr Hofbauer,

    Vielen Dank für Ihre Beiträge zur Mundanastrologie, die ich immer mit großem Interesse verfolge. Ich schätze an Ihren Beiträgen, dass sie klar und orientierend sind und für mich auch angenehme Beispiele dafür sind, dass Astrologie und Rationalität zusammengehen. Vielen Dank dafür!!
    Im Beitrag „Die Bedingungen der Freiheit“ scheint mir nur eine Ungenauigkeit hinsichtlich der Entwicklung der Weltbevölkerung enthalten zu sein, auf die ich hinweisen möchte. Sie schreiben, dass die Bevölkerung Asiens bis Mitte des Jahrhunderts auf 80% anwachsen wird, während Europa und USA dann nur noch 20% haben werden. Diese Zahlen summieren sich ohne Afrika auf 100%. Zudem ist die Bevölkerung Asiens durch die auch dort zunehmende Überalterung bereits wieder im Schrumpfen begriffen. Afrika ist aktuell der einzige Kontinent mit nach wie vor stark wachsender Bevölkerung. Bis Ende des Jahrhunderts wird Asien von derzeit ca. 60% der Weltbevölkerung auf dann nur mehr etwa 43% schrumpfen, während Afrika im gleichen Zeitraum von derzeit ca. 17% auf knapp 40% anwachsen wird. Während Europa, Süd- und Nordamerika, Australien und Ozeanien derzeit insgesamt noch ca. 23% der Weltbevölkerung aufweisen, werden es dann insgesamt nur mehr 17% sein. (Vgl. dazu z.B. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/184686/umfrage/weltbevoelkerung-nach-kontinenten/)

    Best Grüße, Christina Dietscher

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